Burma – Goldenes Land Asiens

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Tag 1, 14.11.13 Ankunft in Yangon

Am 13. November ging es am Flughafen Frankfurt los. Mit Qatar Airways flog ich via Doha nach Yangon, der Hauptstadt von Burma. Ich kam in den Genuss auf der Strecke Frankfurt – Doha Business Class zu fliegen. Eine Premiere für mich und ich muss sagen, es war fantastisch. Die Business Class ist wirklich zu empfehlen bei der Qatar. Die gut 6 Stunden Flug bis Doha vergingen viel zu schnell. Von dort ging es dann mit einem normalen Airbus 319 mit 3-3 Bestuhlung bis Yangon.

Das erste Highlight des Landes erwartete mich und meine neun Mitreisenden dann am Nachmittag. Die Swedagon Pagode, das nationale Heiligtum. Da es meine erste Asien Reise war, haben mich die ersten Eindrücke völlig erschlagen. Dieses mächtige, Gold glänzende Bauwerk und die vielen gläubigen Leute auf dem großen Gelände waren beeindruckend. Ich mochte zunächst gar nicht fotografieren, sondern einfach nur schauen und das Ganze auf mich wirken lassen. Der erste Abend ist dann in einem Open Air Restaurant mit typisch burmesischer Küche sehr schmackhaft zu Ende gegangen.

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Tag 2, 15.11.13 Yangon City Tour

Nach einem wirklich sehr guten Frühstück im Hotel Summit Parkview stürzteIMG_8395n wir uns heute in den Großstadtdschungel von Yangon. Schon bei der Ankunft hatte ich festgestellt, dass die Stadt recht grün ist und gar nicht so ein Moloch wie erwartet. Der Besuch im Nationalmuseum ist sicher Geschmackssache, aber ich fand es sehr interessant so als Einstimmung auf Kultur und das Land an sich. Auch ein Stopp am Haus der berühmten Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi durfte natürlich nicht fehlen. Bei glühender Hitze (über 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit) ging es am Nachmittag auf den Markt. Ein Fest für die Sinne und dies sollte nur der erste von unzähligen Märkten während der Reise werden. Einfach immer wieder schön!

 

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Tag 3, 16.11.13 Yangon – Goldener Felsen (Fahrtzeit ca. 5-6 Std. mit Stopps)

Um 8 Uhr hieß es Abfahrt am Hotel. Via Bago und der Besichtigung zweier Pagoden ging es heIMG_8495ute zuIMG_8503m Goldenen Felsen, einem weiteren nationalen Heiligtum. Da gerade Pagodenfest war und der Vollmond bevorstand, sind uns auf dem Weg immer wieder Prozessionen mit Glückbäumen und feiernden Menschen entgegen gekommen. Auch der Pilgersturm hoch zum Goldenen Felsen war enorm. Am Fuße des Berges parkte unser Bus und wir nahmen nur das Gepäck für eine Übernachtung mit, der Rest blieb im Bus. In Pick-Up Trucks geht es dann in zum Teil sehr steilen Serpentinen den Berg hinauf. Es war gar nicht so einfach einen Pick-Up zu organisieren aber dann konnte es ja losgehen. Festhalten! Die kleinen Bänke waren zwar schmal aber nun auch nicht so unbequem wie alle vorher gesagt haben. Man kann mittlerweile bequem bis ganz nach oben mit dem Pick Up fahren. Bis vor einem Jahr ging es nur bis zur vorletzten Station und von dort musste man das letzte steile Stück laufen (mind. 1 Stunde) oder man hat sich auf einer Sänfte tragen lassen. Das Mountain Top Hotel, wie der Name schon sagt, lag direkt oben auf dem IMG_8578Berg. Perfekt! Nach dem Einchecken sind wir sofort alle mit den Massen an Pilgern los gestiefelt. Es war eine Stimmung auf dem Berg, die man nicht beschreiben kann. Eine Mischung aus Volksfest, Familientreffen, Sonntagspicknick und Festival. Die Leute waren unglaublich nett und friedlich, haben Kerzen angezündet und gebetet, ihr Nachtlager auf einfachen Matten aufgeschlaIMG_8616gen und sich warm eingepackt für die Nacht (da wurde es ganzschön kühl dort oben). Der Goldene Felsen wirkte wirklich magisch mit all den Kerzen und der schönen Beleuchtung. Definitiv eines meiner absoluten Highlights auf dieser Reise! Versuchen Sie zum oder kurz vor dem Vollmond hier zu sein, um es genauso zu erleben wie ich.   IMG_8584

Tag 4, 17.11.13 Goldener Felsen – Yangon – Mandalay

Frühmorgens ging es heute wieder los. Wir konnten entweder mit dem Pick Up von ganz oben wieder runter fahren oder bis zur ersten Parkstation laufen. Ich habe mich fürs Laufen entschieden. Um kurz nach halb sieben sind wir los gelaufen und brauchten ca. 45 Minuten bis zur Zwischenstation. Der Weg war ganz schön steil und kurvenreich. Für Leute mit Knieproblemen etwas schwierig denke ich. Den Weg säumten viele kleine Buden und lokale Verkaufsstände. Die Einheimischen verdienen nur leider nicht mehr viel. Als man noch nicht bis ganz nach oben mit den Pick Ups fahren konnte, gingen alle Pilger und alle Touristen diese Straße rauf und runter. Kühle Getränke haben hier sicher immer reißenden Absatz gefunden und auch die Sänftenträger haben auch nichts mehr zu tun. Irgendwie war es ein beklemmendes Gefühl, denn wir wunderten uns alle wovon die Familien nun noch überleben. Unten angekommen, ging es mit dem Bus zurück nach Yangon. Unterwegs haben wir noch einen Stop auf einem Markt gemacht. Am frühen Nachmittag flogen wir dann mit Yangon Airways nach Mandalay.IMG_8629

Tag 5, 18.11.13 Mandalay

Mandalay ist sicher eine der ‚Must Have‘ Stationen während einer Burma Reise. Man merkt, dass hier schon sehr viel mehr Touristen unterwegs sind. Leider ist die Stadt sehr chinesisch geprägt – fast alle Hotels unter chinesischem Management, viel Bling Bling und Leuchtreklame überall. Historisch und kulturell hat Mandalay Einiges zu bieten. Hier ist die Hochburg des HIMG_8655andwerks in Burma. Ob Goldschmieden, Steinmetze, Bronzeschmieden oder Lackierwerkstädtchen, hier finden Sie alles was das Herz begehrt.

Mittags waren wir auf dem Mandalay Hill. Die meisten wollen zwar zum Sonnenuntergang dort oben sein, aber unser Guide sagte uns schon morgens, dass es gegen Abend oft nebelig ist und wir besser schon vorher hochfahren sollten. Der Blick ist wirklich toll.

Mein Highlight am heutigen Tag war allerdings das alte Tiekholz Kloster „Shwenandaw“. Eine wunderschöne Anlage mit vielen filigranen Schnitzereien und kleinen Details.

 

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Tag 6, 19.11.13 Ava und Amarapura

Heute ging es südlich von Mandalay in die alten Hauptstädte Sagaing und Ava. Sagaing wird heute auch als religiöses und spirituelles Zentrum Myanmars gesehen und ist Heimat von mehr als 3000 Mönchen. In den schönen grünen Hügeln am Irrawaddy ragen überall kleine goldene und weiße Pagoden hinaus.

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Nach einer kurzen Überfahrt mit einem einfachen Boot geht es per Pferdekutsche durch Bananenplantagen zu den alten Tempeln und Klöstern der IMG_9007Stadt. Zwei Personen nehmen pro Pferdekutsche Platz und dann zieht die Karawane los, aber nicht gemächlich, sondern über Stock und Stein und auf holprigen Sandpisten. Da heißt es festhalten. Wir machen mehrere Stopps unter anderem am Kloster Bagaya und dem alten Wachturm, der seit einem Erdbeben in den 90er Jahren nun meistens als „der schiefe Turm von Ava“ bezeichnet wird. Hinaufsteigen ist strengstens verboten.

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Zum Abschluss des Tages erlebten wir einen traumhaften Sonnenuntergang an der U-Bein Brücke in Amarapura. Die Brücke ist 1,2 Kilometer lang und überspannt den Taungthaman See. Sie ist die längste Teakholz Brücke der Welt. Die Brücke hat links und rechts kein Geländer und mir war das nicht ganz geheuer als ich darüber spaziert bin. Ich habe zwar keine Höhenangst, jedoch war es mir ein bisschen zu voll da oben und somit bin ich nur bis zur Mitte der Brücke gegangen. Von unten hatte man sowieso den schöneren Blick. Da der See im November wenig Wasser geführt hat, konnten wir weit am sandigen Ufer hinein gehen und fast unter der Brücke stehen. Ansonsten kann man sich auch ein kleines Boot mieten, welches bis in die Mitte des Sees rausfährt.

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Tag 7, 20.11.13 Monywa

Um 8.30 Uhr holten uns unser Guide und der Busfahrer wie immer pünktlich am Hotel ab.  Von Mandalay ging es 136 km westlich nach Monywa. Für mittags gab es heute keine guten Restaurants zur Auswahl, deshalb hat unser Guide uns schon morgens vorgeschlagen, auf dem Weg auf einem Markt etwas für ein Picknick einzukaufen. Das war eine prima Idee. Frische Bananen, Mandarinen und Kekse reichen bei der Hitze mittags auch völlig aus. Aber erst mal wollten wir heute natürlich wieder etwas sehen und das ging am Vormittag schon spektakulär los. Auf dem Programm stand die Thanboddhay Pagode (extra Eintritt von 3 USD – wir waren nur draußen). Die Thanboddhay Pagode befindet sich 20 Kilometer südöstlich von Monywa und wurde erst zwischen 1939 und 1952 errichtet. Sie beherbergt über 500.000 kleine Buddha-Abbilder, welche überall auch in den Säulen anzutreffen sind. Von außen sah sie teilweise aus, als wäre sie mit Zuckerguss überzogen.

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Nach unserem Picknick Lunch ging es auf eine kurze Überfahrt (5-10 Min) per Schiff (asiatische Nussschale) und dann per Pick Up ca. 30-40min zu den Höhlen von Monywa – die Anfahrt ist nicht gerade bequem aber lohnt sich. Auf dem Weg kommt man an vielen Kupferminen vorbei, die hauptsächlich unter chinesischer Herrschaft stehen. Die Hpo Win Daung Höhlen sind eine beeindruckende Anlage, welche aus über 200.000 kleineren und größeren Sandstein-Höhlen besteht. In den fantastischen Höhlen befinden sich rund 450.000 Buddha-Figuren und Wandmalereien. Heute haben wir den Abend nach dem Abendessen im Hotel Monywa (einfach aber in Ordnung) mit einem burmesischen Whiskey ausklingen lassen. Kann man trinken und sollte nicht das letzte Mal auf dieser Reise gewesen sein.

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 Tag 8, 21.11.13 Fahrt mit dem Schiff nach Bagan

Von Mandalay nach Bagan reisten wir mit dem Boot. Die Reise beginnt um 06:00 Uhr morgens und dauert ca. 8-10 Stunden. Dabei gleitet man mit dem Boot auf dem Irrawaddy flussabwärts IMG_9220durch schöne Landschaften. Vom Boot aus kann man das Leben am Fluss beobachten und uralte Frachtkähne und Fischerboote vorüberziehen sehen. Mittagessen gab es auf dem Schiff. Wie so oft gab es wieder die Wahl zwischen fried rice, fried noodles oder vegetable soup. Damit kann man nichts falsch machen und deshalb wird es den Touristen meistens empfohlen. Ich hatte mich mittags für Obst entschieden, welches ich morgens am Schiff noch von einer ganz netten jungen Burmesin gekauft hatte. Das Schiff war ziemlich einfach aber landestypisch. Für jeden Gast gab es einen Liegestuhl, kühle Getränke waren an Bord. Was will man mehr! Der Tag schipperte gemächlich an uns vorbei und man hatte Zeit, die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren zu lassen und ein bisschen zu verdauen. Wir ahnten schon, dass es in Bagan noch besser weitergehen wird.

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Tag 9 und 10 22. und 23.11.13 Bagan

Bagan lässt sich kurz und knapp mit einem Wort zusammenfassen: Unglaublich! Es wurde allen ziemlich schnell klar, warum hier das touristische Zentrum des Landes ist und diese Station auf keiner Burma Reise fehlt. Es ist einfach ein fantastischer Ort.

Am ersten Morgen haben sechs Leute aus unserer Gruppe den Morgen mit einem Ballonflug über das Pagodenfeld von Bagan begonnen. Für 290 Euro nicht IMG_9404ganz günstig, aber niemand hat es bereut. Wir wurden um 5 Uhr an unserem Hotel, Areindamar, in New Bagan abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir am Startplatz der Ballons an. Es gab Kaffee und Tee und ein Briefing mit unserem Piloten. Die Jungs kamen alle aus England und waren sehr erfahren, wir hatten absolutes Vertrauen zu Ihnen. Um 6.10 Uhr sind wir gestartet (insgesamt neun Ballons à 16 Leuten) und der ca. 40 minütige Flug war eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Die Bilder sprechen glaube ich für sich. Absolut empfehlenswert. Wir landeten auf einer Sandbank und bekamen dann ein tolles Champagnerfrühstück zum Abschluss! Ein unvergessliches Erlebnis.IMG_9358

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Ich kann nicht mehr sagen, wie viele Pagoden wir in Bagan angeschaut haben. Es waren sehr viele aber jede für sich war sehr beeindruckend. Zum Sonnenuntergang am ersten Abend ging es auf die Sulamani Pagode. Da muss man schon schwindelfrei sein.

Am zweiten Tag hatten wir Freizeit und jeder konnte seinen Tag so gestalten wie er wollte. Unser Guide hatte uns am Vorabend gefragt, was jeder machen möchte und alles entsprechend arrangiert. Man konnte eine Kutsche mieten und sich quer durch das Pagodenfeld kutschieren lassen. Außerdem standen Fahrräder und E-Bikes zur Verfügung. Da ich schon von vielen den Tipp mit den E-Bikes bekommen hatte, wollte ich das unbedingt machen.

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Für 8000 Kyat am Tag konnte man die Bikes mieten. Bewaffnet mit Karte, Kamera und ausreichend Wasser (es waren mal wieder über 30 Grad heute) düsten wir los. Zu dritt tuckerten wir den halben Tag quer durch das Pagodenfeld. Einmal falsch abgebogen, haben wir uns auf einer Sandpiste kurz fest gefahren, ansonsten hat alles super geklappt. Auf einem Stadtplan hat unser Guide uns eingezeichnet, welche Pagoden wir bereits alle am Vortag angesehen haben und welche noch interessant sind.

IMG_9730Tipp: Wir waren nachmittags im Aureum Palace Hotel. Dazu gehört ein Aussichtspunkt (sieht aus wie ein Wasserturm) mit Aussichtsplattform und Restaurant. Zum Sundowner war es ganz toll da oben und wenn man sich mal was gönnen will, sollte man dort auch essen. Rundes Panorama Restaurant, verglast mit tollem Blick auf die beleuchteten Tempel.

Tag 11, 24.11.13 Bagan – Mt. Popa

8:30 Uhr Abfahrt in Bagan. Die Fahrt zum Mt. Popa dauert ca. 2 Stunden. Also konnten wir heute ganz gemächlich starten. Zunächst besuchten wir das Minnathu Village nahe Bagan und haben einen Einblick in das traditionelle Leben der Burmesen erhalten. Außerdem haben wir unterwegs Halt an einer Produktion für Palmöl und Palmzucker gemacht. Es war sehr interessant zu sehen, wie der Palmensaft zunächst aus der Frucht gewonnen wird und dann zu diversen Produkten wie Palmzucker oder Palmschnaps weiter verarbeitet wird. Mal wieder ein schönes Souvenir für zu Hause!

Nach einem frühen Mittagessen kamen wir am Mount Popa an. Nur drei von uns sind rauf marschiert. Die anderen haben sich durch die Geschichten über die vielen aggressiven Affen, dIMG_9823ie es angeblich da oben gibt, abschrecken lassen. Ich habe nur zwei Affen gesehen. Aus meiner Sicht lohnt sich der Mt. Popa nicht wirklich. Der Berg ist dreckig (wobei mehr durch den Müll der Menschen als durch den Kot der Affen) und oben gibt es eigentlich nichts zu sehen. Man hat zwar einen schönen Ausblick, aber eigentlich sieht der Berg von weitem interessanter aus. Das Schönste heute war, dass wir schon am frühen Nachmittag in unserem Hotel (Popa Mountain Resort) ankamen. Eines der besten Hotels auf der Reise und vom Pool hatte man einen tollen Blick auf den Mount Popa. Das konnte man den Rest des Tages richtig genießen.

 

Tag 12, 25.11.13 Mt. Popa – Pindaya

Früh ging es heute mal wieder los. Um 7 Uhr Abfahrt am Hotel, ca. 1-1,5 Std. Fahrt zum Flughafen in Bagan und um 9.50 Uhr Flug nach Heho (leider 40 Min Verspätung). Von Heho fuhren wir ca. 2 Std. durch wunderschöne Landschaft nach Pindaya. Hier im südlichen Shan Staat leben die Menschen von der Landwirtschaft. Es ist eine sehr fruchtbare Region. Vor allem Blumenkohl, Trockenreis, Baumwolle, Bohnen und Zwiebeln werden hier angebaut.

Pindaya ist eine friedliche kleine Stadt mit ländlichem Charakter. IMG_9931Die Stadt wurde berühmt durch die umliegenden Höhlen. Die Pindaya Höhlen entwickelten sich mit der Zeit zu einem buddhistischen Heiligtum. Dieser sakrale Höhlen-Komplex beherbergt inzwischen über 10.000 Buddha-Statuen, die aus verschiedenen Materialien hergestellt sind (Alabaster, Teak, Marmor, Stein, Lack, Zement, usw.). Die Buddhas sind in den unterschiedlichen Labyrinthen der Höhle aufgestellt. Die Höhlen befinden sich oberhalb der Stadt Pindaya und können zu Fuß über viele Treppen oder mit einem Lift erreicht werden. Sehr ungewöhnlich sind die Stalagmiten der Höhle, die bei einem Schlag Töne eines Gongs erzeugen.

Wie schon am Mount Popa wurde es auch hier am Abend sehr kühl. Da musste ich die warme Fliesjacke sogar nachts anbehalten, da die Holzhütten unseres Hotels natürlich schlecht isoliert waren.

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Tag 13, 26.11.13 Pindaya – Inle See

Ich hatte mich über Nacht natürlich erkältet und heute sogar Fieber. Dieser Tag ist leider recht lustlos und unspektakulär an mir vorbei gezogen, da ich ihn eigentlich nur schlafend im Bus verbracht habe. Ein kurzer Besuch morgens auf dem wirklich sehr schönen Markt in Pindaya war das Einzige, was ich heute zustande gebracht habe. Unser Tagesziel heute war der Inle See. Auf einer kurzen Bootsfahrt ging es zum Myanmar Treasure Resort am Ufer des Sees. Ein traumhaftes Hotel – mein absoluter Favorit auf der Reise. Am Nachmittag habe ich es mir dann bei einer Massage und einer Pediküre im Spa gutgehen lassen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Tag 14, 27.11.13 Inle See

Mit drei Booten (vier Personen pro Boot) ging es heute den ganzen Tag quer über den See. Zunächst zu den Ruinen von Indein (hier mal wieder Fotogebühren von 2x 500 Kyat).

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Anschließend  gab es diverse Shopping Stopps: Lotusweberei, Silberschmied, Zigarrenfabrik, etc. Einen schwimmenden Markt gab es an dieseIMG_0323m Tag nicht. Die Märkte sind alle fünf Tage immer an einem anderen Ort am See, aber genug Souvenirs einkaufen konnten wir heute trotzdem.

Die frische Luft und das Wasser machten uns müde und ließen uns am Nachmittag glücklich und zufrieden wieder im Hotel ankommen.

Tag 15, 28.11.13 Inle – Yangon – Sittwe

Der letzte Teil der Reise sollte heute anbrechen. Ein langer Reisetag nach Sittwe in den Rakhaing Staat ganz im Westen des Landes stand heute auf dem Programm. 6.55 Uhr Abfahrt mit dem Boot am Hotel, anschließend ca. 1 Std. Fahrt zum Flughafen von Heho. Von hier ging es via Yangon nach Sittwe. Die lange Aufenthaltsdauer zwischen den Flügen in Yangon war etwas nervig und schweißtreibend. In der Mittagshitze halfen nur kühle Getränke. Pünktliche Ankunft in Sittwe. Willkommen in einer anderen Welt von vor 20 Jahren!

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Hier gibt es kaum Autos. Die Stadt ist alt und zum Teil verfallen. Es ist noch heißer und schwüler hier. Die Leute sehen anders aus. Das Essen ist schärfer. Irgendwie alles anders! Aber sehr interessant. Unser Bus war mindestens von 1960. Die Tür war offen, Koffer kamen oben drauf. Jedem war klar, dass gerade hier ein bisschen Komfort Verzicht an der Tagesordnung steht.

Das Hotel in Sittwe war eher zum Vergessen, aber hier gibt es einfach nichts Besseres und wir blieben ja auch nur eine Nacht. Lieber gar nicht an Bettwanzen oder ähnliches denken, dann bekommt man sowas auch nicht. Sittwe ist die unumgehbare Etappe auf dem Weg nach Mrauk-U und Umgebung.

Tag 16, 29.11.13 Schifffahrt nach Mrauk U

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Es ist wieder Markttag! Früh aufstehen und um 7 Uhr ab auf den Fischmarkt. Wie zu Hause in Hamburg. Der Markt war sehr speziell und wir fühlten uns dort sehr fremd. Die Leute haben einen angeschaut, als käme man von einem anderen Planeten. Touristen sieht man hier eben nur selten. Anschließend fuhren wir 6-7 Stunden mit einem einfachen Boot in die verlassene Stadt Mrauk U. Das Dieselboot war noch einfacher als das auf dem Irrawaddy und Essen gab es hier heute auch nicht. Keine bequemen Liegestühle, sondern nur Plastikstühle. Aber das war schon in Ordnung. Die schöne Landschaft, die an uns vorbei gezogen ist, machte die Fahrt doch kurzweilig. Hungrig kamen wir am Mittag in Mrak U an. Dies ist wirklich ein vergessener Ort. Ein lokaler Guide erwartete uns bereits am Hafen. Er begleitete uns zusätzlich in den kommenden Tagen. So wie hier, muss es vor 20 Jahren im Rest des Landes auch gewesen sein. Wirklich authentisch, verschlafen und fernab von jeglicher Zivilisation. Das Tempel- und Pagodenfeld von Mrauk U ist viel älter und soll angeblich noch viel größer als das in Bagan gewesen sein. Eine ganz andere Architektur der Pagoden fällt sofort auf.

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Unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte ist das Hotel Nawarat. Hier in Mrauk U sind die Hotels schnell an einer Hand abgezählt und verdienen alle nicht mehr als 2 Sterne für unser europäisches Verständnis. Die Zimmer sind sehr gut, ziemlich groß, auch die Badezimmer sind sehr sauber. Mit Stromausfällen war im Laufe des Tages immer wieder zu rechnen, somit fällt auch die Klimaanlage regelmäßig aus. Die Generatoren sind einfach nicht stark genug für den Betrieb mehrerer Bungalows.

Tag 17, 30.11.14 Mrak U

Auf Grund der Hitze starten wir bereits um 8 Uhr und machen heute eine längere Siesta im Hotel, um der Mittagshitze etwas zu entgehen. Zu den bemerkenswertesten Pagoden zählen der Shite Thaung Tempel (Tempel der 80.000 Bilder oder Tempel des Sieges) und die Koe Thaung Tempel (Tempel der 90.000 Bilder).

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Das lokale Museum am Nachmittag hätte man sich sparen können.                                              Es ist nicht besonders sehenswert. Die recht lieblos ausgestellten Objekte sind schlecht oder gar nicht beschriftet und nicht besonders gut erhalten. Hier fehlen einfach merklich Gelder. Zum Abendessen gehen wir in das Restaurant Moe Cherry. Wohl das Beste der Stadt. Es wird in jedem Reiseführer erwähnt und das Essen ist wirklich gut.

Tag 18, 01.12.13 Vesali – Mahamuni Pagode

Morgens machen wir einen Dorfbesuch (auf unseren Wunsch) in Vesali. Die Menschen waren sehr scheu und das war ein total spezielles Erlebnis. Wir waren die Attraktion im Dorf und es dauerte nicht lang, bis alle Leute uns auf der Straße gefolgt sind. Eine Touristengruppe von zehn Leuten kommt da nicht alle Tage vorbei. Die Kinder haben sich zunächst versteckt wenn sie die Kameras gesehen haben, aber mit der Zeit sind sie aufgetaut. Die älteren Damen haben Wasser geholt und uns ihre Alltagsaufgaben gezeigt.

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Anschließend ging es ca. 1,5 Std. über eine schlechte Schotterpiste in einem Pick Up Bus zur Mahammuni Pagode. Die lange anstrengende Fahrt lohnt sich aber. Die Pagode ist sehr sehenswert und eine wichtige Pilgerstätte für Einheimische. Wir waren malIMG_0766 wieder die einzigen Touristen. Am Nachmittag hatten wir noch Freizeit – es war Sonntag und leider war der Markt zu, aber unser lokaler Guide hat uns noch zu einer privaten Verkaufsaktion in sein Haus eingeladIMG_0794en. Zwei Damen der Gruppe hatten nämlich am Tag zuvor nach traditionellen Chin Tüchern und Stoffen gefragt. Er hatte welche für uns organisiert und seine Frau hatte alle Stoffe ganz liebevoll in ihrem eigenen Haus vorbereitet. Ich hatte schon genug Mitbringsel erstanden, also spielte ich solange mit den Kindern.

 

Tag 19, 02.12.13 Mrak U – Sittwe – Ngapali Beach

Nach fast drei Wochen Kulturprogramm freuten wir uns endlich an den Strand zu kommen. Relaxen, baden und ein paar Tage einfach Nichts tun. Frühmorgens ging es mit unserem Dieselboot 6 Std. zurück nach Sittwe. Von hier aus Flug mit Air Bagan nach Thandwe. Der Flughafen in Sittwe ist eine echte Katastrophe. Viel zu klein und echt chaotisch. Da bleibt man lieber gleich draußen im Schatten und wartet ab, bis sein Flug zur Abfertigung dran ist.  In Thandwe angekommen geht es in nur 20 Minuten zu unserem Hotel am Ngapali Beach im Golf von Bengalen. Große Hotelanlagen sucht man hier vergebens. Die Bungalow Anlagen sind alle recht klein und sehr schön entlang des Strandes angelegt. In zweiter Reihe gibt es noch gar nichts. Strand – Hotelreihe – Straße. Das war‘s! Wer Ausgehmöglichkeiten sucht, sucht vergebens. Ein paar sehr schöne Restaurants gibt es außerhalb und am Strand, ansonsten essen die meisten Gäste in den Hotels. Von günstig bis gehoben findet hier jeder etwas. Wir waren im Silver Beach Hotel untergebracht. Eine gute mittelklasse Anlage mit schönen Bungalows mit Veranda. Die Einrichtung war nichts Besonderes, aber völlig ausreichend und bei 3 Sternen habe ich auch nicht mehr erwartet. Direkt nebenan liegt das gehobene Bayview Hotel. Das verdient mit Recht einen Stern mehr. Das merkt man aber auch gleich an den Gästen. Das Beayview hat ein tolles Restaurant wo wir auch als Gäste vom Silver Beach einen Tisch reservieren konnten. Sehr zu empfehlen.

Ob in den Hotelrestaurants oder am Strand: Sie bekommen überall tolle Fisch und Sea Food Gerichte. Das Silver Beach und das Beayview sind so ziemlich die ersten beiden Häuser an diesem Strandabschnitt. Vorteil: Es laufen hier weniger Leute vorbei (wenn überhaupt mal eine Obstverkäuferin), es gibt hier noch keine Strandrestaurants oder Massage Hütten. Hier hat man wirklich noch seine Ruhe. Außerdem haben eigentlich nur diese beiden Hotels noch Palmen direkt am Strand, die auch Schatten spenden. Bei allen anderen Hotels sind die Palmen alle weiter hinten und hinter einer kleinen Kante/Mauer, die die Hotels vom Strand trennt. Von daher sind die beiden Häuser auf jeden Fall meine Favoriten. Was man beachten sollte: KEINE Kreditkartenzahlungen in den Hotels möglich (man muss mit genügend Bargeld hierher kommen. Spätestens am Inle See noch mal am ATM Geld holen oder am Flughafen in Yangon tauschen).

Hier wird sich in den nächsten Jahren sicher immer mehr Tourismus entwickeln. Am Flughafen in Thandwe wird schon fleißig an einer neuen, größeren Abflughalle gebaut und auch renommierte asiatische Ketten haben Interesse hier Häuser zu eröffnen. Das wird sicher kommen, von daher bin ich sehr froh, diesen wunderschönen Ort jetzt noch besucht zu haben.

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