Costa Rica – Coast to Coast

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10.05.2012: Ankunft in San José

Aufgeregt und voller Vorfreude standen wir am Hamburger Flughafen – bereit für den Flug mit Lufthansa/United Airlines nach Frankfurt und weiter zum Newark Liberty Airport in New York. Hier mussten wir das Gepäck noch mal rausholen und waren gespannt auf das Einreiseprozedere, dass uns erwartete. Letztendlich klappte aber alles reibungslos, man musste nur genügend Zeit einplanen.

In San José angekommen, schlug uns gleich die heiße Luft entgegen und das strahlende Lächeln von Roys, unserer Kontaktperson in Costa Rica. Es war schön, sie mal persönlich kennen zu lernen – ich übergab auch gleich die Gummibären und das Lübecker Marzipan, dass sie im Büro verteilen sollte.

Wir erhielten unsere Reiseunterlagen mit allen wichtigen Informationen, wann wir wo sein sollten, wann welcher Ausflug losging, … Dann wurden wir in das kleine Hotel Palm House Inn gebracht und fielen müde und voller Vorfreude auf die kommenden Tage in die Betten.

11.05.2012: San José – Tortuguero

Ein Tag, der sehr früh begann! Gegen 6 Uhr wurden wir per Sammelbus abgeholt und fuhren an die Karibikküste – durch tolle tropische Landschaft bis zur ersten Pause, dem Rio Danta Restaurant bei Siquirres. Hier nahmen wir unser erstes typisch costa-ricanisches Frühstück zu uns, bestehend aus Reis, schwarzen Bohnen, und ganz viel leckerem Obst. Kaffee durfte natürlich auch nicht fehlen.

Weiter ging es dann über eine Schotterpiste mit Stopp an einer Bananenfabrik, wo wir uns eine erfrischende Kokosnussmilch gönnten, bis zum Bootsanleger in Caño Blanco. Nachdem das Gepäck sicher verladen war, ging die Reise auf den Kanälen los – eine so schöne Landschaft, man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Mit uns an Bord sind einige Franzosen und Amerikaner, das Alter bunt gemixt. Dann erfolgte plötzlich ein abrupter Halt, schnell wenden und ab zur Sandbank in der Nähe: Hier lag ein riesiges Krokodil, dass uns neugierig beäugte. Die beiden französischen Damen saßen inzwischen vor lauter Angst fast auf unserem Schoß, doch das Krokodil nahm einfach nur ein Sonnenbad.

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Weiter ging es dann vorbei am bunten Ort Tortuguero bis zu unserer Unterkunft, der Mawamba-Lodge, wo wir mit einem leckeren Cocktail erwartet und dann zu unserer gemütlichen Holzhütte gebracht wurden. Die Mawamba Lodge hatte für uns die perfekte Lage – auf der einen Seite der Kanal, der von ‚Wassertaxis‘ befahren wird, auf der anderen Seite das Meer. Am Nachmittag machten wir uns dann am Strand entlang auf den Weg nach Tortuguero und kauften hier erst mal ein paar Snacks und ein ‚Feierabend‘-Bierchen ein, dass wir später vor unserer Hütte genoßen.

12.05.2012: Tortuguero

Nach einer erholsamen Nacht brachen wir noch vor dem Frühstück zu einer Bootsfahrt auf, bei der wir auf der Suche nach Tieren waren. Wir sahen Tukane sowie diverse andere Vogelarten, Kaimane, Geckos,  hörten Brüllaffen (die sind auch schwer zu überhören) und kamen mit dem Fotografieren gar nicht hinterher.

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Wieder zurück in der Lodge gab es Frühstück, danach besuchten wir den botanischen Garten samt Schmetterlingshaus und lernten hier viel über einheimische Pflanzen. Dann erst mal ein Kickerturnier mit unserem Guide, das Costa Rica leider haushoch gewann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem Mittagessen erfolgte eine zweite Bootstour, wir faulenzten in der Hängematte, am Abend spielte eine tolle Band und wir genossen die schöne Atmosphäre bei einem Cocktail, ehe wir auf dem Rückweg zur Hütte versuchten, nachtaktive Frösche zu sichten.

13.05.2012: Tortuguero – Cahuita

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen, wir stiegen wieder ins Boot und fuhren zurück nach Caño Blanco. In Siquirres stiegen wir dann auf einen anderen, kleineren, Bus um, der uns mit 4 anderen Reisenden nach Cahuita brachte. Fast die ganze Zeit konnten wir währenddessen die Aussicht auf das Meer genießen, kamen dann am frühen Nachmittag am Hotel Costa del Papito an – eine schöne Anlage, mit einem gepflegten Garten, der die kleinen Bungalows beherbergte. Diese sind mit einer Veranda samt Schaukelstühlen, Hängematte und Esstisch ausgestattet, im Bungalow selbst haben ca. 3 – 4 Personen Platz. Nicht fehlen darf hier natürlich der obligatorische Gecko, der schon in der Zimmerecke auf uns wartete.

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Wir entschlossen uns für einen Besuch am Strand und ließen uns für den Rest des Tages die Sonne auf den Bauch scheinen.

14. – 15.05.12: Cahuita Nationalpark

An diesen beiden Tagen besuchten wir den Cahuita Nationalpark, ein Mal mit einem leider etwas lustlosen Guide, der uns allerdings super viele Tiere zeigen konnte, die wir alleine nicht gefunden hätten und ein Mal zu zweit. Dabei sind wir allerdings auch auf ein paar Gruppen getroffen und haben Schlangen, Affen, Schildkröten, Echsen etc. gesehen. Apropos Affen: Hier ist Vorsicht geboten! Kurz nicht aufgepasst, und schon den Müsliriegel aus dem Rucksack geklaut…

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16.05.12: Cahuita – La Fortuna

Nach drei Nächten an der Küste wares Zeit für einen Landschaftswechsel – was eignet sich da besser als der Arenal-Vulkan bei La Fortuna? Die Transferzeit beträgt etwa 4 Stunden, dann erreichten wir den kleinen Ort, in dem auch das Pferd noch als Verkehrsmittel genutzt wird.

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Wir besuchten einen ‚Soda‘, so nennen sich die kleinen Bistros/Restaurants, die super Essen zu super Preisen servieren, und genossen das bunte Leben in dem kleinen Ort. Auch Supermarktbesuche werden hier zu richtigen Abenteuern!

17. – 18.05.12: Am Arenal – Per Rad und über Brücken

An diesen beiden Tagen haben wir uns die Gegend etwas genauer angeschaut. Zum einen waren wir mit unserem tollen Guide Marco per Rad unterwegs und sind nach El Castillo und noch ein Stückchen weiter gefahren, wo wir uns beim Bad im Fluss erholen konnten. Wie bei den meisten Ausflügen gehörte frisches Obst zur Grundausstattung, dazu noch eine schöne Aussicht auf den Arenal Vulkan mit davor liegendem gleichnamigen und von Menschenhand geschaffenen See. Der Ausflug hat Spaß gemacht, war aber aufgrund der für uns doch eher ungewohnten Luftfeuchtigkeit recht anstrengend. Zurück ging es glücklicherweise bergab!

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Den Nationalpark haben wir dann noch per Hängebrücke erkundet, wir waren eine Gruppe von 8 Personen und wurden wie immer pünktlich am Hotel abgeholt. Für den Ausflug lohnt sich auf jeden Fall ein Guide – sonst wären uns die bunten Frösche, die Schlangen, die Taranteln, die Wildschweine und sicher auch die Tukane sowie Brüllaffen entgangen. Alles in Allem ein super Erlebnis – auch wenn man sich zunächst an das Gefühl auf den Hängebrücken gewöhnen muss.

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Auf dem Rückweg hatten wir dann noch mal richtig Glück: Da stand er vor uns, der Arenal, und das ganz ohne Wolken…

19.05.12: La Fortuna – Rincon de la Vieja

Und wieder wartete eine ganz andere Landschaft auf uns – ich nenne sie im Nachhinein gerne ‘den Wilden Westen Costa Ricas’. Entlang weiter Landschaften, vorbei an ‚Cowboys‘ und großen Viehherden, im Hintergrund die Vulkankette rund um den Rincon de la Vieja und die scheinbar endlose Schotterpiste bis zum Blue River Resort. Wer Erholung sucht und Ruhe möchte, der ist hier genau richtig! Kleine Thermalquellen laden zu einem entspannenden Bad ein, es gibt keine größere Stadt in der Nähe und man ist wirklich ‚unter sich‘. Zu der Anlage gehört auch ein wirklich toller Garten mit schönen Pflanzen, Kolibris, Geckos, Schmetterlingen, …

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Den Abend genießt man am besten auf der Veranda seines Bungalows oder aber im schönen Restaurant.

20.05.12: Rincon de la Vieja

Heute stand ein Ausritt auf dem Programm. Mit unserem super Guide und drei zuverlässigen Pferden ging es auf eine etwa 2-stündige Tour durch üppigen Wald und über Felder und Wiesen – immer mit von der Partie: Wasser, Wasser, Wasser. Sei es der ‚Blaue Fluss‘, in dem wir ein kurzes Bad nehmen konnten oder aber der Sprung unter den Wasserfall. Zurück am Hotel besuchten wir den hauseigenen botanischen Garten und entspannten anschließend auf der Veranda…

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21.05.12: Rincon de la Vieja – Monteverde

Nach dem Frühstück wartete das nächste Abenteuer auf uns! Der Nebelwald von Monteverde. Um dort hin zu gelangen, nahmen wir zunächst wieder die Panamericana und fuhren dann auf eine Schotterpiste, die wir wie gehabt per Minibus bewältigten. Mir wurde dabei nur allzu deutlich, dass das zur Regenzeit unmöglich ist. Unterwegs baten wir den Fahrer öfter zu stoppen um ein paar Fotos von der schönen Landschaft zu machen, Kaffeeplantagen und Nebelwald im Wechsel.

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Nach Ankunft in Monteverde ließen wir uns dazu verleiten, an einer Nachtwanderung teilzunehmen. Ob es nun an den doch eher lauten anderen Teilnehmern oder aber einfach an unserem Pech lag – Tiere haben wir keine gesehen, abgesehen von ein paar nachtaktiven Fröschen.

22.05.12: Monteverde – Die Welt von oben

Auf diesen Tag habe ich mich vor Abreise besonders gefreut! Canopy! Mit zitternden Knien lauschte ich den Sicherheitsanweisungen des Guides, ehe wir uns an die erste – zugegeben kurze und etwa 5 m lange – Zipline herantrauten. Und hier merkte ich schon, dass ich vielleicht nicht unbedingt dafür geeignet war, denn das mit dem Bremsen klappte nicht so gut… Aber: No risk, no fun!

Es erwarteten uns:

12 Ziplines, eine Hängebrücke, ein Rappel (Abseilen), der Tarzan Swing sowie die Superman Zipline

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Die Ziplines waren zwischen 5 und 700 m lang, die Superman Zipline, bei der man am Rücken festgeschnallt wird und 400 m über den Wald schwebt, war mein persönliches Highlight. Wer die Möglichkeit hat und auf ein wenig Adrenalin nicht verzichten möchte, der sollte unbedingt eine solche Tour machen!

Am Nachmittag besuchten wir noch das Santa Elena Reservat und lernten den Nebelwald so richtig kennen…

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23.05.12: Monteverde – Manuel Antonio

Weiter ging es zur vorletzten Station unserer Reise – Manuel Antonio am Pazifik. Der Ort beherbergt den gleichnamigen Nationalpark des Landes, der zwar sehr klein, aber auch umso schöner ist! Hier bieten sich auch diverse Wassersportarten an. Nach Ankunft in unserem Hotel ging es aber erst mal zu Fuß in den Ort, wo es viele Restaurants und kleine Läden gibt. Hier gönnten wir uns einen Cocktail und genossen den Sonnenuntergang.

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24.05.12: Manuel Antonio Nationalpark

Wir packten unseren Rucksack mit dem Nötigsten – in Costa Rica gehören auf jeden Fall immer Badesachen dazu – und machten uns auf den Weg zum Nationalpark. Der Eintritt kostete USD 10, wer möchte, kann sich auch einen Guide nehmen. Wir entschieden uns gegen den Guide und sahen auch so genügend Tiere: Brüllaffen, Weißkopfäffchen, Faultiere, Waschbären, die im Begriff waren, zwei Touristen den Rucksack auszuräumen, Echsen und vieles mehr. Neben dem großen Strand gibt es überall im Park gibt es kleine Buchten, an denen man sich entspannen oder auch schwimmen kann.

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25. – 26.05.12: White Water Rafting Savegre River & Faultier-Alarm

An diesem Tag wurden wir nass! Morgens wurden wir von unserem Guide abgeholt und nahmen an einer Rafting Tour teil. Nach einer Sicherheitseinweisung bestiegen wir zu Viert + Guide das Boot, es dauerte nicht lange und der erste von uns landete im Wasser. Es blieb allerdings auch bei dem einen. Das Wasser war dank der Stromschnellen mal langsam und mal wild, eine gesunde Mischung aus beidem. Nach der tollen Tour gab es ein leckeres Mittagessen, ehe es zurück zum Hotel ging.

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Den Nachmittag und den nächsten Tag verbrachten wir am Strand, wo wir dann noch ein Faultier entdeckten, dass gemütlich in dem Baum über unseren Köpfen schlief und sich – gemäß seiner Natur – kaum rührte…

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27.05.: Manuel Antonio – San José  

Am Mittag wurden wir am Hotel abgeholt und nach San José gebracht, die Stadt ist im Feierabendverkehr nicht wirklich empfehlenswert. Wir kamen erst am frühen Abend am Hotel an und waren dann noch auf der Avenida 2, der nahe gelegenen Fußgängerzone, wo wir uns das bunte Treiben angeschauten.

28.05.: Poas Vulkan & Botos Lagune

Heute, am letzten Tag unserer Reise, standen wir wieder mal früh auf und unternahmen einen Ausflug zum Poas Vulkan. Hier sind die Chancen, ihn wolkenfrei zu sehen, am frühen Morgen am besten.  Und so war es dann auch! Starker Schwefelgeruch empfing uns, der grüne Kratersee wirkte dank der Dämpfe mystisch und es war noch nicht ganz so viel los. Wir nutzten die Zeit für Fotos und machten uns dann auf den kurzen Weg zur nebenan gelegenen Botos Lagune, die von dichtem Wald umgeben ist.

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Nach dem Besuch im dazugehörigen Museum ging es weiter zur Doka Kaffeeplantage und nach Sarchi, wo die weltweit größten (und wohl auch buntesten) Ochsenkarren zu finden sind. Zurück in San José hieß es dann: Packen! Denn früh am nächsten Morgen erfolgte der Rücktransfer zum Flughafen…

Mein persönliches Fazit: Ein sehr schönes, abwechslungsreiches Land für Jedermann. Ob als Familie, zu Zweit, in der Gruppe oder alleine – Costa Rica ist eine Reise wert.

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