Laos – Von Luang Prabang bis zu den Mekongfällen

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Inspektionsreise von Denise Albrecht vom 02.05. bis zum 22.05.2014

Endlich ist es soweit! Nach einigen Reisen nach Südostasien (Burma, Vietnam und Kambodscha) zieht es mich nun nach Laos, in das Land der eine Million Elefanten – nur schade, dass es in ganz Laos nur noch 1000 Elefanten gibt. Laos ist ein Land geprägt vom Buddhismus und der Einfachheit, der dort lebenden Menschen. Nachdem ich mich nun schon seit 4 Jahren mit diesem tollen Land beschäftige, bin ich sehr froh nun meine eigenen Erfahrungen mit einbringen zu können.

Diese Reise entspricht unserer “Laos- von Luang Prabang bis zu den Mekongfällen”, die Sie unter diesem Link finden: http://www.takeoffreisen.de/laender/asien/laos/reisen/show/detail/laos.html

02.05.14 Abreise aus Frankfurt

Ich bin mit der Vietnam Airlines erst nach Hanoi und anschließend weiter nach Luang Prabang geflogen. Eine ziemlich anstrengende Anreise, da man mittlerweile ca. 6 Stunden Aufenthalt in Hanoi hat. Ich versuchte in einem abgelegenen Teil des Flughafens etwas Ruhe zu finden, wenig erfolgreich, durch die musikalische Unterhaltung eines Fast Food Restaurants, welches anscheinend gerade total auf die Backstreet Boys abfährt.

03.05.14 Ankunft in Luang Prabang

Kurze Begrüßung durch meinen Guide und Transfer zum Hotel, dem Indigo Hotel, welches an einer der Hauptstraßen liegt. Direkt vor dem Hotel findet am Abend der Nachtmarkt statt.

IMG_6892Luang Prabang ist wohl die niedlichste asiatische Stadt, die ich je gesehen habe. Eine echte Perle Südostasiens. Die Altstadt ist geprägt von wunderschönen, gut erhalten kolonialen Villen und zahlreichen Tempeln. Überall gibt es nette kleine Cafés, Bars und Restaurants, in denen es sich gemütlich essen und relaxen lässt.

Nach einer kleinen Fototour, während der ich eine tolle Reisepartnerin kennengelernt habe und die mich spontan auf meinem Trip begleiten wird, ging es dann auf den riesigen Nachtmarkt. Es gibt einige schöne Sachen, aber im Prinzip wiederholt sich das Angebot immer wieder.

 

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Geld kann man in Luang Prabang an jeder Wechselstube tauschen, entweder von Euro oder US Dollar in Kip. An ATM Maschinen kann mit der Kreditkarte Geld abgehoben werden, aber nur maximal 1.000 000 Kip, sind ca.  € 89,-. Wenn man gleich mehr abheben möchte, empfiehlt es sich in die Bank zu gehen und gleich einen höheren Betrag abzuheben. Hier kann man sowohl Kip als auch Dollar  abheben.

Sonnenuntergang in Luang Prabang, hierfür gibt es einen tollen Spot. Und zwar läuft man die Thanon Sakkarine bis zum Ende der Halbinsel, hier zweigt der Nam Khan Fluss vom Mekong ab. Über eine kleine Bambus Brücke (5.000 Kip p.P.)  gelangt man auf die andere Uferseite, von der man ein tolles Panorama zum Sonnenuntergang hat.

Essen: Tolle Gartenrestaurants am Mekong in der Thanon Ounkham. Hier gibt’s leckere Curry´s.

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04.05.14 Ab in den Norden!IMG_7094
Die kleine Reisegruppe, bestehend aus dem Fahrer (leider den Namen vergessen :( ), Reiseleiter Sompasong, spontane Reisebekanntschaft Vero und mir, macht sich auf den Weg in den hohen Norden nach Oudomxay. Auf dem Weg dorthin, halten wir an den bekannten Pak Ou Höhlen, etwas nördlich von Luang Prabang gelegen. Mit einem kleinen Boot setzen wir über den Mekong, denn nur so ist die Höhle zu erreichen. In der Höhle finden sich zahlreiche kaputte Buddha Statuen, die von den Einheimischen gespendet werden. Man sagt, dass die beschädigten Buddha Statuen in dieser Höhle in etwas Positives verwandelt werden.

Kurzer Besuch in einem Schnaps Brenner Dorf, mit Verkostung der hochprozentigen Erzeugnisse – um 10:00 morgens!!!

Sehr schön war die BegegnunIMG_7043g  mit einer alten Dame, die uns gleich in ihr Haus geführt hat. Ganz stolz hat Sie uns ein paar Fotos gezeigt, die ein Tourist von ihr gemacht hat und ihr anschließend zugeschickt hat.

Anschließend ging die ca. 4 stündige Fahrt nach Oudomxay. Ich wusste ja, dass diese Strecke der schlechteste Straßenabschnitt in ganz Laos ist, aber dass es so schlimm ist…man fühlt sich wie im Mixer. Durchgerüttelt und geschüttelt erreichten wir völlig erledigt die Zwischenstation Oudomxay am späten Nachmittag. Bei kleinen Stopps während der Fahrt konnten wir durch ein paar Dörfer spazieren und mit den Einheimischen in Kontakt kommen.

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05.05.14 Von Muang Khoua bis nach Muang Ngoi

Landschaftlich ist diese Gegend sehr schön. Der grüne tropische Wald zieht sich durch die Berge, jedoch gibt es viele kahle Stellen, die von den Einheimischen abgeholzt werden. Eigentlich ist die Brandrodung nicht erlaubt, jedoch gibt es nicht genug Mittel, um dies zu überwachen.

Die Fahrt führt uns heute über bessere Straßen noch weiter nördlich nach Muang Khoua. Während der Fahrt sehen wir immer wieder Einheimische, die teilweise noch ihre Trachten tragen. Hier oben leben vorwiegend die Ikor, Hmong, Khmu und Akka Stämme. Leider sind die wunderschönen Trachten zum großen Teil bereits der Alltagskleidung gewichen. Nur noch zum laotischen Neujahr wird die traditionelle Kleidung getragen.

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Der Besuch einer Schule erfreut nicht nur uns, sondern auch die Kids. Helle Begeisterung, als wir in der Tür auftauchen und ein paar Schnappschüsse machen.

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In Muang Khoua tauschen wir die Fahrzeuge, vom Auto geht’s ins Boot, mit dem wir die nächsten 4 Stunden über den Nam Ou Fluss nach Muong Ngoi schippern. Anfangs ist die Landschaft wenig spektakulär, aber je näher wir Muong Ngoi kommen, desto bizarrer ragen die Karstfelsen links und rechts auf. Zwischendurch halten wir an zwei Dörfern, die Menschen hier oben leben sehr abgeschieden und sind teilweise nur per Boot zu erreichen.

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Essen: Hotel Restaurant Ning Ning Gästehause mit tollem Ausblick

06.05.14 Karstlandschaft um Muong Ngoi

Muong Ngoi ist ein kleines niedliches Dorf inmitten von Karstfelsen. Während des Frühstücks haben wir einen fantastischen Ausblick auf die Felsen, die von den tief hängenden Wolken durchzogen werden. Das Wetter ist eher bescheiden heute Morgen, aber gerade das erzeugt diese mystische Stimmung.

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Los geht es mit einem kleinen Boot zu unserer ca. 4 stündigen Wanderung. Es geht durch unwegsames Gebiet,  buchstäblich über Stock und Stein, entlang von Reisfeldern, durch tropischen Wald und durch kleine Bäche, weil die selbstgebauten Brücken weggerissen wurden. Die Wanderung führt zu zwei nebenanliegenden Dörfern der Hmong und Khmu.

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Am Endpunkt sollte eigentlich bereits ein Boot warten, um uns nach Muong Ngoi zum Lunch zurück zu bringen. Da die Uhren hier in Laos aber etwas anders ticken und wir wahrscheinlich auch zu schnell waren, müssen wir ca. 45 Minuten warten. Da die Zeit rennt, und wir ja noch zurück nach Luang Prabang müssen, wird kurzerhand umgeplant und es geht ohne Umweg nach Muong Ngoi gleich nach Nong Khiaw und zurück nach Luang Prabang.

Juhu, zurück im wunderschönen Luang Prabang.

Hmm, heute gönnen wir uns noch ein lecker Weinchen in einer Weinbar auf der Sisavangvong Straße und beobachten das Treiben. Erstaunlicherweise gibt es in Luang Prabang sehr guten und günstigen Wein, unüblich für asiatische Länder.

Essen: Lecker Burger gibt’s im Backpacker Viertel in der Thanon Kingkitsarath

07.05.14 Die Ebene der Tonkrüge

Die Freude wieder in Luang Prabang zu sein, währt nicht lang, denn es geht gleich weiter in die Ebene der Tonkrüge. Die Fahrt geht durch die Berge über steile Serpentinen, nichts für einen schwachen Magen. Zeitweise ist mir etwas übel, erst nach 3 Stunden, als es wieder etwas flacher wird, ist die Fahrt angenehm. Sofort fällt der landschaftliche Unterschied auf. Geprägt von grünen Hügeln und Weideland, was an die Nordinsel Neuseelands erinnert, fällt auch auf, dass die Häuser moderner und umzäunt  sind. Der Ort Xieng Khouang hat wenig zu bieten, daher fahren wir gleich weiter zu der ersten Ebene, wo sich zahlreiche Tonkrüge befinden. Niemand weiß woher sie stammen oder zu was sie dienten. Wirklich beeindruckend sind daher nur die Spuren der jüngsten Geschichte. Kratereinschläge und Schützengräben sind noch gut sichtbar und zeugen von der unbeschreiblichen Gewalt, die Laos durchlitten hat.  Unglaublich ist, dass in Laos so viele Bomben nieder gingen, dass bei einer damaligen Einwohnerzahl von 3 Millionen Menschen, ca. pro Einwohner 1 Tonne Bomben gerechnet werden kann.

Essen: Im Hotel Vansana Xieng Khouang. Wenn man kein top europäisches Essen erwartet, OK.

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08.05.14 Zurück nach Luang Prabang

Eigentlich sollten wir heute Morgen noch die beiden anderen Ebenen besuchen, jedoch hat es die ganze Nacht geregnet, so dass jetzt die Wege aufgeweicht sind und wir mit dem Auto gar nicht erst zu den Ebenen kommen. Schade, aber naja wären halt wieder Tonkrüge. Also geht’s nach Muang Khun, obwohl wir unserem Guide bereits gestern gesagt haben, dass wir den Abstecher skippen können. AberIMG_7908 man merkt sofort, dass dieser Ort heilig ist für die Einheimischen, denn hier gibt es einen Tempel, der während des Krieges völlig zerstört wurde, jedoch hat die Buddha Statute im TempIMG_7927el wie durch ein Wunder die Anschläge unversehrt überstanden.  Zahlreiche Reisfelder säumen den Weg. Der Reisanbau beginnt bald wieder (ca. im Juni/Juli zur Regenzeit), daher fangen die Bauern jetzt bereits mit dem flügen der Felder an. Unterwegs halten wir an einem Haus, wo die Familie Reisnudeln herstellt. Anschließend geht die Fahrt über die Berge wieder zurück nach Luang Prabang.

 

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09.05.14 Luang Prabang und Kuang Si Wasserfälle

Obwohl es schwer fällt, aber heute heißt es um 05:15 aufstehen, um die Mönchspeisung zu erleben. Von meinem Hotel dem Ancient Luang Prabang Phoneheuang ist es nicht weit bis zu Hauptstraße, in der die Tempel liegen. Einheimische sowie Touristen reihen sich auf dem Bordstein auf, um den vorbei laufenden Mönchen Reis und andere Spenden in den Sammelbehälter zu legen. Unfassbar dreist und respektlos verhalten sich die asiatischen Touristen, die sich direkt vor die Mönche stellen und mit Blitz „Selfies“ machen. Wenn man dieser Mönchspeisung beiwohnt, ist es ganz wichtig sich zurückzuhalten und in einiger Entfernung und in gebückter bzw. niedriger Haltung die Prozession zu beobachten oder zu fotografieren. Bitte niemals den Blitz benutzen, da dies störend für die Mönche ist. Die Mönche drehen während diesem Gang eine Runde und laufen direkt an dem Hotel Ancient Luang Prabang vorbei, so dass ich quasi vom Balkon die ganze Prozedur hätte angucken können. Schön ist, dass es hier in dieser Straße etwas ruhiger ist und nicht so viele Touristen, sondern vorwiegend Einheimische die Spenden an die Mönche reichen.

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Nach diesem beeindruckenden Erlebnis geht es erst mal zum Frühstück in das kleine gemütliche Café Le Banneton mit echten französischem Gebäck.

Am Vormittag stehen einige Hotelbesichtigungen an, bevor ich am Nachmittag meine Reisebegleitung wechsle und am Flughafen meinen Freund abhole, der sich schon wahnsinnig auf die Millionen Elefanten freut. Ob ich ihn hätte vorwarnen sollen. :-)

Anschließend fahren wir direkt zu den Kuang Si Wasserfällen, die in vielen Kaskaden in mehreren Pools enden, in denen man ein erfrischendes Bad nehmen kann. Eine ziemliche Touristenattraktion, aber doch sehenswert, jedoch einer von vielen, die wir noch im Süden sehen werden. Wasserfall-Overload!!!

 

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Essen: Laotische Küche im Tamarind, Achtung jetzt in der Thanon Kingkitsarath

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10.05.14 Elefanten Mahout Training

Heute erwartet uns ein ganz besonderes Erlebnis und zwar ein halbtägiges Elefanten IMG_8326Mahout Training mit reiten und waschen der Elefanten. Das Elephant Village ist idyllisch am Fluss, umgeben von Karstfelsen, gelegen. Zuerst lernen wir einige Befehle, um unseren Elefanten selbstständig zu lenken und dann geht’s auch schon los. Erster Schritt: Erklimmen des riesigen Tiers mit Hilfe einer Trittleiter in Form des Elefantenbeins. Nach einer kleinen Fütterung geht die erste kleine Runde los. Während der anschließenden ca. 45 minütigen Tour nehmen wir aber doch lieber in den Körben Platz und danach ziehen wir mit Bürsten los zum Fluss, für die tägliche Waschung der Tiere. Ein schönes Erlebnis!

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Zum Sonnenuntergang ist es fast obligatorisch auf den Phousi Hügel zu steigen. Von hier hat man einen tollen Panorama Blick auf Luang Prabang.

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Heute Abend steht noch etwas Entspannung auf dem Plan. In der Thanon Sakkarine habe ich ein kleines gemütliches Spa entdeckt, welches ein 2,5 stündiges Paket mit Peeling, Massage und Gesichtsbehandlung für nur ca. € 30,- anbietet. Ein Schnäppchen!

Essen: Hinter dem Indigo Hotel in der Thanon Sisavanvong gibt es kleine Garküchen, die ein Buffet pro Person pro Teller für 10.000 Kip anbieten. Sehr lecker, jedoch sollte man Tofu und alles Ungekochte vermeiden. Leider bekam es meinen Freund gar nicht gut. :-(

11.05.14 Fahrt nach Vang Vieng

Heute Morgen steht eine kleine City Tour mit dem Reiseleiter auf dem Programm. Wir besuchen den morgendlichen Markt, den Wat Xieng Thong, das Nationalmuseum, das einst als Königspalast diente,  und den Wat Visounarath. Dies sind die wichtigsten Tempel in Luang Prabang. Anschließend geht es wieder durch die Berge in Richtung Süden nach Vang Vieng. Je näher man Vang Vieng kommt, desto bizarrer werden die umliegenden, hoch aufragenden Karstfelsen. Die Straße ist relativ gut, hier und da Schlaglöcher, die der Fahrer gekonnt umfährt. Gegen 16:30 Uhr erreichen wir die Backpacker Hochburg Vang Vieng. Unser Hotel liegt direkt am Mekong. Vang Vieng muss wohl mal ein bezaubernder Ort gewesen sein. Jedoch versprüht es jetzt einen Low Budget Backpacker Charme. Gott sei Dank wurde das sogenannte „Tubing“ (hier kann man sich in großen Reifen über den Mekong gleiten lassen), bis auf einen kleinen Abschnitt, verboten, da sich die Todesunfälle von betrunkenen Jugendlichen im letzten Jahr dramatisch  gehäuft haben.

Essen: Hotel Restaurant im Thavonsouk mit toller Terrasse.

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12.05.14 Besichtigung Vang Vieng und Umgebung

Mit dem Auto fahren wir in das kleine Dorf Ban Pha Thao, Ausgangpunkt für unsere ca. 1,5 stündige Wanderung. Der Weg führt durch weitere Dörfer und entlang Reisfelder zu ein paar Höhlen. Die Reisfelder liegen idyllisch von den Karstfelsen umschlossen. Auch wenn Vang Vieng an Reiz verloren hat, für diese Wanderung lohnt sich ein Stopp allemal. Wir erreichen nach ca. 1 Stunde eine Höhle, die einige Kilometer lang ist und durch die wir uns mit großen Reifen durch das Wasser gleiten lassen. Nicht jedermanns Geschmack, da auch hier wieder eine Belagerung durch Backpacker vorzufinden ist. Bevor wir zurück zum Auto gehen, sehen wir noch zwei weitere kleine Höhlen, die zu Fuß zu besichtigen sind. Rückfahrt nach Vang Vieng und anschließende Fahrradtour zur Blauen Lagune. Die Strecke von 13 km geht über Schotterpisten, was mit den Mountainbikes nicht sehr angenehm ist. Wenn man die Lagune besichtigen will, sollte man unbedingt mit dem Tuk Tuk fahren. Die Blaue Lagune, besser gesagt Freibad, so schön sie auch ist, ist leider sehr touristisch, aber für eine kleine Erfrischung optimal. Nach Rückkehr nach Vang Vieng machen wir noch eine kleine Bootsfahrt auf dem Mekong, die uns durch die bizarre Karstlandschaft führt.

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13.05.14 Fahrt nach Vientiane

Die Fahrt führt uns heute in die Hauptstadt Vientiane, eine schnell gewachsene Stadt mit dörflichem Charakter. Bis weit in die Stadt reichen die Reisfelder. Im StadtzentruIMG_8657m gibt es einige sehenswerte Tempel und koloniale Gebäude, im Vergleich zu Luang Prabang aber wenig reizvoll. Die recht angenehme Fahrt, aufgrund von besseren Straßen, von Vang Vieng dauert ca. 3 Stunden. So haben wir den Nachmittag frei und können etwas durch die Straßen spazieren, was jedoch nach ein paar Minuten zur totalen Anstrengung wird. War es in Luang Prabang in den Bergen klimatisch angenehm warm, ist es hier drückend heiß. Daher wird der Spaziergang durch Vientiane am Abend fortgesetzt. Im Wat Sisaket treffen wir auf junge Mönche, die begierig versuchen uns in ein Gespräch zu verwickeln, um ihr Englisch zu üben.

Essen: Gut, aber alles andere als „local“: Khop Chai Deu

 

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14.05.14 In den Süden

Bevor wir Vientiane verlassen, machen wir einen kurzen Abstecher zum That Luang, eine der bedeutendsten buddhistischen Pilgerstätten des Landes. Da wir heute aber noch ca. 6-7 Stunden fahren, fällt der Besuch kurz aus. Die nächsten 275 km geht es stellenweise schnurgeradeaus in Richtung Süden in das Khammouane Plateau. Bis Vieng Kham ist die Landschaft recht langweilig. Reisfelder säumen den Weg, jedoch liegen die Felder trocken da. Erst im Juni/Juli werden die Felder wieder bearbeitet. Ab Hinboun führt die Straße zur Khonglor Höhle, entlang Serpentinen durch schöne Karstlandschaft. Hier gibt es einen tollen Aussichtspunkt mit Panorama über die Karstfelsen. Heute übernachten wir in der einfachen Bungalow Anlage Sala Hinboun, direkt an einem Fluss in einem kleinen Hmong Dorf. Natur Pur! Hier gibt es nur das Hotel Restaurant. Es gibt keine Shops, Restaurants oder Lokale.

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15.05.14: Khonglor Höhle

Unsere Bootsfahrt Richtung Khonglor Höhle gestaltet sich etwas schwieriger. Aufgrund der Trockenzeit hat der Fluss einen sehr niedrigen Wasserstand, so dass unsere beiden Bootsführer alle 10 Meter das Boot über die Sandbänke schieben müssen. Trotz der ungewollten Pausen ist die Bootsfahrt traumhaft. Es geht durch eine bizarre Karstlandschaft, am Ufer befinden sich zahlreiche Dörfer, immer mal wieder sieht man kleine Herden von Wasserbüffeln im Wasser und spielende Kinder, die uns freudig zuwinken. Nach zwei Stunden harter Arbeit, für die Jungs, erreichen wir ein Dorf. Wir spazieren durch die Reisfelder bis zu unserem Auto, welches uns die wenigen Meter bis zum Eingang der Khonglor Höhle bringt. Hier steigen wir wieder in ein Boot und es geht 7 km durch die stockdunkle Khonglor Höhle. Nach wenigen Minuten erreichen wir eine Stelle mit fantastischen und bizarren Stalaktiten und Stalagmiten. Hier steigen wir kurz aus, um die Formationen aus der Nähe betrachten zu können. Nach ca. 45-minütigen Fahrt sehen wir bereits Licht am Ende des Tunnels und sind wieder im Freien. Hier am Ende der Höhle befindet sich ein Dorf, welches nur durch den Unterirdischen Fluss erreichbar ist. Nach einem erlebnisreichen Tag kehren wir zurück in unsere einfache Unterkunft. Es bleibt noch ein wenig Licht zum Lesen auf der Terrasse.

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16.05.14: Savannakhet

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Es geht weiter in den Süden, bis nach Savannakhet. Unterwegs besuchen wir eine Stupa und die Great Wall bei Thakhek, was aber relativ unspannend ist. Die Fahrt dauert nur 5,5 Stunden. Daher sind wir recht früh im Hotel, welches einen Pool hat, auf den wir uns voller Vorfreude stürzen. Bei einer Außentemperatur von ca. 35 Grad, ist die verhoffte Abkühlung eine derbe Enttäuschung. Das Wasser ist piss-warm :-( . Savannakhet liegt am Mekong, in unmittelbarer Sicht liegt Thailand, hat aber sonst nicht viel zu bieten, außer ein paar Kolonialbauten.

 

Essen: Café Chez Boune, nach gebratenem Reis und Nudeln, freut man sich doch mal wieder auf eine Pizza. IMG_8833

17.05.14: Tadlo

IMG_8863Von Savannakhet geht es heute über Pakse nach Tadlo. Unterwegs besuchen wir einen Markt, auf dem Wildtiere, wie Eidechsen, Schlangen und frittierte und gebratene Krabbeltiere  verkauft werden. Kurzer Halt am Phasume Wasserfall und Besuch eines „Open Air“ Museums, hier gibt es die verschiedensten Häuser einiger im Süden lebender Stämme zu sehen. Sehr interessant ist die unterschiedliche Bauweise der Häuser, außerdem sitzen Angehörige der einzelnen Stämme in ihren Trachten vor den Häusern, was zwar ziemlich als Touristenattraktion verkommt, aber trotzdem schön anzusehen ist. Am Nachmittag erreichen wir die idyllisch gelegene Tadlo Lodge, direkt am Fluss und etwas unterhalb des tosenden Wasserfalls Tadlo. Zur Lodge gehören zwei Elefanten, auf denen man reiten kann. Die Bungalows sind einfach, aber zweckmäßig und für eine Nacht TOP. Hier unten im Süden ist das Mückenaufkommen deutlich höher. Tägliche Vorbeugemaßnahmen mit Anti Brumm und Kleider Imprägnation sind ratsam.

Essen: Im Restaurant der Tadlo Lodge

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18.05.14 Tadlo Wanderung und das Bolaven Plateau

Am Morgen starten wir zu einer kurzen Wanderung zu einem Dorf. Der Weg führt uns zum Tadlo Wasserfall und durch Felder bis wir eine kleine Ansammlung von Häuser erreichen. Anschließend geht es mit dem Auto durch das Bolaven Plateau zurück nach Pakse.

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Das Bolaven Plateau ist für seine Tee- und Kaffeeplantagen bekannt, welche den Weg säumen. Wir halten an zwei wunderschönen Wasserfällen, dem Tad Gneuang und Tad Fan Wasserfall und einigen Dörfern.

Essen: Erstaunlich gute Pasta&Pizza und leckeren Bananen Kuchen gibt es im Delta Coffee!

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 19.05.14: Wat Phou

Heute geht es weiter in den Süden von Laos zu den 4000 Inseln. Bevor wir das innere Mekong Delta erreichen, besuchen wir den Wat Phou Tempel. Dieser ist noch älter als Angkor Wat und sollte der Hauptsitz des kambodschanischen Reiches im 6. Und 7. Jh. werden. Wir erklimmen die steilen Stufen bis hoch zum eigentlichen Tempel, von hier oben hat man eine tolle Sicht auf die Wasserbecken. Nach einstündiger Besichtigung geht es zu den 4000 Inseln, aber vorher besichtigen wir noch den Khone Phapheng Wasserfall, der breiteste in Südostasien. Mit einer, mir als sehr wacklig erscheinende Fähre, geht es dann über den Mekong auf die größte Insel, Khong Island.

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20.05.14: Die 4000 Inseln

Mit dem Boot fahren wir die nächsten 1,5 Stunden durch das innere Mekong Delta zu den kleineren Inseln Done Det und Done Kone. Die erste Stunde ist recht langweilig, für kurze Aufregung sorgte ein Fisch, der sich versprungen hat und in unserem Boot landete und anschließend in der Pfanne unseres Bootführers. Erst als wir die kleineren Inseln erreichen, wird die Landschaft interessanter, Palmen und kleine gemütliche Gästehäuser säumen das Ufer.

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Auf Done Kone besichtigen wir die Hinterlassenschaften der Franzosen, wie die Brücke und Eisenbahnschienen und die alte Lokomotive. Mit dem Fahrrad geht es zu einem der ältesten Tempel in Laos und anschließend zum Liphi Wasserfall. Nicht mehr so spannend, da wir ja vorher bereits zahlreiche, sehr schöne Wasserfälle gesehen haben. Die Insel Done Kone ist sehr idyllisch, schmale Wege ziehen sich über die Insel und durch die Ortschaften. Mit dem Boot fahren wir zurück zum Festland, wo unser Fahrer uns bereits für die Rückfahrt nach Pakse erwartet.

IMG_9319 IMG_9323 IMG_9331Zum Sonnenuntergang wagen wir uns nochmal raus in die schwüle Hitze und besuchen den lokalen Markt, hier sitzen die Einheimischen mit ihren, auf dem Boden ausgebreiteten Waren. Nach zäher Verhandlung mit  einigen Tuk Tuk Fahrern,  tuckern wir mit einer Motorrad Rikschaw dann doch endlich dem Sonnenuntergang entgegen,  zum Fuß des Hügels, wo hoch oben ein riesiger sitzender Buddha thront. Der anstrengende und wackelige Aufstieg, da die selbstgezimmerten Stufen sehr brüchig sind, wird durch den sagenhaften Ausblick belohnt. Die Sonne geht langsam über dem Mekong unter, wachend über der Stadt schimmert der Buddha in verschiedenen Goldfacetten.  Ein toller Abschluss nach einer erlebnisreichen Reise.

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21.05.14: Home Sweet Home

Von Pakse fliegen wir nach Saigon, um mit der Vietnam Airlines direkt nach Frankfurt zu fliegen. Jedoch haben wir einen 10 stündigen Aufenthalt in Saigon. Die Zeit nutzen wir gleich, um unseren vietnamesischen Partner Pham Van Du von Xunaco Tours zu treffen. Es ist immer wieder schön sich persönlich zu sehen. Es bleibt ein bisschen Zeit für eine Besichtigungstour durch Saigon. Zuerst geht es zum Benh Than Markt und anschließend trinken wir einen Kaffee mit Aussicht. Im Cafe des 52. Stocks des Bitexo Financial Tower hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt. Anschließend besuchen wir einen Teil der Stadt, der noch etwas verschlafen da liegt und vom Boom der Stadt unbeeindruckt bleibt. Nach einer leckeren Nudelsuppe in einem einfachen Lokal geht es zum Flughafen für unseren Heimflug nach Deutschland.

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Diese Reise entspricht unserer “Laos- von Luang Prabang bis zu den Mekongfällen”, die Sie unter diesem Link finden: http://www.takeoffreisen.de/laender/asien/laos/reisen/show/detail/laos.html

 

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