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Costa Rica und El Salvador Kurztrip

Eine kurze Tour nach Manuel Antonio in Costa Rica sowie El Salvador im Oktober 2014.

Teil 1 Costa Rica

1. Tag Flug nach Costa Rica

Früh geht mein Flug mit Iberia von Berlin nach Madrid. Ich habe nur eine Stunde zum Umsteigen, doch alles klappt wie am Schnürchen. Die Wege vom Terminal 4 zum Terminal 4S, wo die Langstreckenflüge der Iberia starten, ist gut ausgeschildert, der Weg zwischen beiden Terminals wird dann mit einem kleinen Zug zurückgelegt, das geht recht schnell. Angenehm überrascht bin ich von der Beinfreiheit im Langstreckenflieger, ausreichend auch für große Leute. Nach Ankunft in San José werden wir bereits erwartet und zum nahe gelegenen Hotel gebracht.

2. Tag Mangroven-Tour

Am nächsten Morgen geht es los Richtung Manuel Antonio. Auf dem Weg machen wir einen Abstecher zum Rio Tárcoles. Eine spannende Bootsfahrt mit den Eco Jungle Cruises führt uns durch die Mangroven. Innerhalb weniger Minuten haben wir rote Papagaien, Reiher und Brüllaffen gesichtet. Später kommen noch Krokodile hinzu, von denen im Rio Tárcoles eine ganze Menge leben. Insgesamt eine sehr schöne Tour, nach der wir uns mit einem leckeren Lunch stärken. Weiter geht die Fahrt nach Manuel Antonio. Leider sehen wir nicht viel, es regnet sintflutartig – aber das ist ja in der Regenzeit auch zu erwarten. Unser Hotel liegt sehr schön etwas oberhalb des Meeres, beim Frühstück hat man einen schönen Blick über die Bucht.

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3. Tag Manuel Antonio

Am nächsten Morgen haben sich die Wolken verzogen, so dass die geplante Katamaran-Fahrt stattfinden kann. Nach kurzer Busfahrt geht es von Quepos aus hinaus auf den Pazifik. Wir fahren Richtung Süden vor den Manuel Antonio Nationalpark. Unsere Hoffnung, Delfine und Wale zu sichten, erfüllt sich leider nicht.  Aber die Schnorcheltour macht Spaß, das Wasser ist schön warm und das Essen (Fisch-Kebab) auf dem Boot ist ausgesprochen lecker. Vom Katamaran hat man einen schönen Blick auf die Strände Manuel Antonios, das macht Lust auf die Nationalpark-Tour, die nachmittags geplant ist.
Wir haben Glück und das Wetter hält. Vom Parkeingang spazieren wir gemächlich zum Playa Blanca Strand. Weißschulterkapuzineraffen turnen durch die Bäume und kommen uns ganz nah, auch eine Mutter mit Baby ist dabei. Auch die Titi-Affen (Rotrücken-Totenkopfaffen) und Krabbenwaschbären bekommen wir zu Gesicht. Die Faultiere, die wir sehen, hängen leider etwas höher im Baum, doch mit Fernglas oder Teleobjektiv sind auch sie gut zu beobachten. Wir machen einen Abstecher zu einem weiteren kleinen Strand, der Playa Espadilla Sur, der ebenfalls wunderschön ist. Das Wasser ist warm und die Brandung lädt zum „Bodysurfen“ ein.

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4. Tag Canopy in Jacó

Auf dem Weg nach Jacó regnet es noch etwas, aber als wir dort ankommen, klart es auf. Gestärkt durch ein leckeres Essen machen wir uns mit der Aerial Tram, einer Gondel, auf zum Startpunkt des Canopy. Auf der Fahrt sehen wir einen Tucan und Klammeraffen – somit haben wir innerhalb von 2 Tagen alle 4 in Costa Rica lebenden Affenarten gesichtet.
Die weniger Mutigen bleiben in der Gondel sitzen und fahren mit der Tram wieder zurück, die anderen wagen die „Abfahrt“ an Stahlseilen hängend. Wenn man die erste Nervosität überwunden hat, macht es riesigen Spaß, durch die Baumwipfel zu gleiten, teilweise sogar mit Blick aufs Meer.
Leider müssen wir danach schon wieder nach San José zurück – nicht ohne auf dem Weg nochmal an einem großen Souvenir-Laden zu stoppen. Das Angebot ist riesig, man kann sich kaum entscheiden.

Teil 2: El Salvador

1. Tag  San Salvador

Der 2. Teil der Tour führ nach El Salvador – darauf hatte ich mich ganz besonders gefreut.
Mit Avianca geht es komfortabel zum internationalen Flughafen von San Salvador, der ca. 45 km außerhalb der Stadt Richtung Küste liegt. Der Flug ist spektakulär, ich sitze rechts und habe einen tollen Blick auf die endlosen Strände Nicaraguas und El Salvadors, die unter mir liegen. Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und wir werden bereits am Flughafenausgang erwartet. Per Bus geht es in ca 45 Minuten ins Stadtzentrum von San Salvador. Leider ist die Kathedrale geschlossen, aber wir können zumindest das Grabmal des 1980 ermordeten Erzbischofs Oscar Romero unterhalb der Kirche sehen. Anschließend spazieren wir durch das „historische Zentrum“, sehen die zentrale Plaza Barrios mit dem Palacio Nacional und gehen dann rüber zum Parque Libertad. Es mutet seltsam an, dass hier im Zentrum einer Landeshauptstadt so wenig hohe Gebäude stehen. Nur ein von außen hässlicher Betonbau überragt den Platz. Während des letzten großen Erdbebens 2001 waren die Zerstörungen so groß, dass man einfach nicht mehr viel wieder aufgebaut hat. Der Betonbau entpuppt sich als die El Rosario Kirche aus den 60er Jahren, die von innen durch die bunten Fenster eine ganz besondere Atmosphäre hat.

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Die Fahrt geht weiter Richtung Norden zum Suchitlan-See nach Suchitoto, der wohl bekanntesten Kolonialstadt El Savadors. Wir beziehen unsere Zimmer in unsrem schönen Kolonialhotel und machen uns auf einen ersten Spaziergang durch die ruhigen Gassen.

2. Tag Von Suchitoto über Joya de Ceren zur Routa de las Flores

Mit wunderschönem Blick auf den Lago Suchitlan gibt es am nächsten Morgen ein typisches Frühstück: Ei, Bohnen und gebratene Bananen. Anschließend machen wir uns zu Fuß auf zum quirligen Hauptplatz der Stadt, dem Parque Centenario. Es ist Sonntag, die Messe ist gerade zu Ende und die Leute strömen aus der Kirche Santa Lucía, Verkaufsstände werden aufgebaut und in den Freiluft-Pupuserias wird gefrühstückt. In einem Haus an der Ecke wird das Mehl für die „Pupusas“ gemahlen, dem Nationalgericht El Salvadors. Pupusas sind kleine Tortillas, die mit Fleisch, Käse oder Bohnen gefüllt werden und sehr lecker schmecken. An jeder Ecke sind sie günstig zu haben. Anschließend schlendern wir durch die Markthalle, wo auch sonntags viel Betrieb ist.

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Dann wartet unser Indigo-Färbekurs auf uns. In einer örtlichen Frauen-Kooperative lernen wir, wie Indigo-Tücher gefärbt werden, welche Knoten oder Falten man für welches Muster in das Tuch machen muss. Dann wird das Tuch mehrmals in einem Bottich mit blaugrüner Flüssigkeit getaucht und zwischendurch zum Trocknen aufgehängt. Man kann förmlich zugucken, wie sich an der Luft die Farbe von schmutzig-grün in tiefblau ändert. Jeder von uns darf sich ein Tuch färben und als Andenken mitnehmen.

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Die Fahrt geht weiter nach Joya de Ceren, dem „Pompeji“ Mittelamerikas. Ein Vulkanausbruch hat hier 595 n.C. große Zerstörungen angerichtet und ein Mayadorf unter seiner Asche begraben – unter der Asche blieben die Hütten der Maya weitgehend erhalten. Wer die anderen Maya-Städte wie Tikal oder Copán gesehen hat, findet Joya de Ceren vielleicht nicht ganz so spektakulär. Nichts desto trotz ist es interessant, auch einen Einblick in das Leben der einfachen Maya zu erhalten und Ruinen zu sehen, wie sie sonst nirgendwo in Mittelamerika erhalten sind.
Nächstes Ziel ist Santa Ana, zweitgrößte Stadt des Landes. Zum Glück sind die Straßen gut und die Wege relativ kurz, so dass man hier gut von einem Ort zum anderen kommt. So schaffen wir auf dem Weg auch noch einen kurzen Abstecher zum schönen Vulkansee Lago de Coatepeque.
Nach einem kurzen Besuch der Hauptkirche von Santa Ana bleiben wir auf dem belebten Hauptplatz bei einem Merengue-Konzert mit anschließender Misswahl hängen.
Dann fahren wir schon wieder weiter zur Ruta de las Flores, einer Route durch das Kaffee-Hochland El Salvadors. Den Namen verdankt die Route der Kaffeeblüte. Unser Hotel liegt in Ataco de Concepción. Auf dem Weg steigen wir schon im Stadtzentrum aus, um noch bei Tageslicht die zahlreichen Wandmalereien bewundern zu können. Später auf einem Spaziergang durch das hübsche Städtchen überrascht uns ein heftiger Regenguss. Binnen Minuten verwandelt sich die Straße in einen Fluss und zwingt uns in eine kleine Pupuseria, wo wir auf das Ende der Sintflut warten.

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3.Tag Cerro Verde Vulkan und La Libertad

Leider haben wir zu wenig Zeit, um am nächsten Morgen die kleinen Dörfer entlang der Ruta de las Flores zu besuchen. Die Tour geht durch Kaffeeplantagen und Zuckerrohrfelder hinauf zum Cerro Verde Nationalpark. Hier lassen sich schöne Wanderungen unternehmen mit tollem Blick auf die umliegenden Vulkane, aber heute ist es neblig und man sieht leider nicht viel. Also sparen wir uns die geplante Wanderung und fahren gleich an die Küste ins heiße Puerto La Libertad.
Hier in einem der wichtigsten Küstenorte El Salvadors wird gerade viel investiert in die touristische Infrastruktur – auf einer Seite eine moderne Strandpromenade aus Beton, auf der anderen Seite noch die alten Strandrestaurants, getrennt vom Muelle – dem Pier, auf dem die Fischer ihren fangfrischen Fisch anlanden. Mitsamt Boot werden sie von einem Kran aus dem Wasser gehievt. Verkauft wird der Fisch gleich vor Ort in den Ständen auf beiden Seiten des Piers. Es ist heiß und stinkt nach Fisch, aber es ist faszinierend.
Tagesziel ist heute ein Surferhotel am Strand von El Tunco, einem der besten Surfreviere El Salvadors. Wer mag, kann nachmittags noch einen privaten Kurs im Wellenreiten machen. Unsere Surflehrer erwarten uns bereits, das Wasser ist angenehm warm und auch ohne große Erfolgserlebnisse macht es Spaß, das Wellenreiten mal auszuprobieren.
Am Abend folgt ein Erlebnis der besonderen Art: im Restaurant oberhalb des Hotels erleben wir ein Erdbeben der Stärke 7,3. Es wackelt ordentlich und lang, aber ansonsten passiert zum Glück nicht viel bei diesem doch relativ starken Beben mit Epizentrum vor der Küste Nicaraguas.

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4. Tag Costa del Sol und Estero de Jaltepeque

Am letzten Morgen unserer Reise fahren wir nach Süden zur „Costa del Sol“. Bei einer Schildkröten-Aufzuchtstation lassen wir am langen hellen Sandstrand kleine Schildkröten frei. Hoffentlich überleben sie! Anschließend unternehmen wir noch eine Bootstour durch die Mangroven des Estero de Jaltepeque. Ein Meeresfrüchte-Mittagessen mit den Füßen im feinen Sand und Blick auf die Brandung rundet diese spannende Reise ab. Der Nachmittag ist frei für ein letztes Bad im Pazifik, ehe wir zurück zum Flughafen gebracht werden und die Rückreise nach Madrid antreten müssen.

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Ich persönlich fand El Salvador besonders spannend – vielleicht nicht als alleiniges Reiseziel für Mittelamerika, aber innerhalb einer Rundreise durch mehrere Länder absolut eine Reise wert!

 

 

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