Bild 63 Hausboot

Südindien Privatreise : Grosse Vielfalt mit individueller Verlängerung – ein Bericht von Familie G.

1. Tag Mumbai
Mar 14th 2015
Den Flug nach Mumbai und die drei Tage dort haben wir selbst organisiert.
Unser Flug –zunächst mit Air Berlin, dann mit Etihad-  über Abu Dhabi nach Mumbai war recht angenehm und das Unterhaltungsprogramm war sehr gut.
Wir sind um 03:00AM gelandet und sind nach den Security-Checks mit zwei Taxis Richtung Train Station gefahren (05:00AM). Plötzlich hat es angefangen zu schütten und Blitze zuckten durch den smogigen Himmel Mumbais und auf dem Dach des Taxis waren unsere Koffer geschnallt, die natürlich plitsch-nass wurden. Regen ist im März hier ziemlich untypisch und kam auch überraschend.

Während wir mit dem Local Traing, der im Verhältnis zum Tag leer war, immer weiter in den Süden Richtung Churchgate Station gefahren sind, schaute ich aus den offenen Waggongtüren und nahm die ersten neuen Düfte und Bilder von Mumbai in mir auf. Auf den Boden schlafende Polizisten, neue und nicht schlecht riechende Gerüche und die feuchte, dicke Morgenluft – ich hätte noch mehrere Stunden in dem Zug verbringen können.
Als wir ausstiegen und einige Umwege durch dunkle, enge Gassen machten, erreichten wir unser Hotel Fortune gegen 06:00AM.

Bild 1

Weil wir erst um 12:00 im Hotel einchecken konnten, mussten wir 6h vertrödeln. Zum Glück war es noch nicht voll Stau und Menschen und die Sonne versteckte sich auch noch hinter Wolken.
Da unser Sohn nach der 10. Klasse 2011/12 für ein Jahr zum Jugendaustausch in Mumbai war, kann er uns hier seine Ecken zeigen und findet sich in der Stadt sehr gut zurecht. Nach einem verdienten Mittagschlaf stürzten wir uns wieder auf die mittlerweile hupenden mit Menschen überfüllten Straßen schlenderten Richtung Queens Necklace, um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Bild 2

Als wir ein typisches Family-Restaurant suchten, kamen wir an einem Sari-Shop vorbei und meine Frau und meine Tochter kauften sich einen farbenfrohen Sari und hoffen so, dass sie ab morgen etwas weniger als Touri auffallen. Das Essen war wie erhofft genau unser Geschmack und kleine grüne Chilieschoten schnürten uns so einige Male die Luft ab – eine gute Vorbereitung auf den noch schärferen Süden. Das Street-Food ist bisher auch köstlich und neben heißem süßen Chai haben wir heute ein typisch-mumbisches Vada Pav (“Wada Pau”) gegessen. Auf der To-Eat List steht noch: Pani Puri und vielleicht auch noch Pan zu probieren.

Mar 15th 2015
Tag 2 in Mumbai
Nach einem indischen Frühstück (Puri Bhaji), fuhren wir mit dem Local Train nach Bandra (Stadtteil von Mumbai), wo wir uns alle Kurtas/Kurtis einkauften. Unser Sohn wurde trotz der langen Zeit sofort wiedererkannt und herzlich begrüßt!!
Wir schlenderten durch ein gehobenes Wohnviertel mit neuen Hochhäusern und alten kolonialen Villen.

Bild 3 Bild 4

An der Küste angekommen schlürften wir eine Kokosnuss und schlenderten an der Promenade entlang. Dort erreichten wir auch einen kleinen Tempel der während der Monsunzeit überschwemmt ist.

Zum Mittagessen sind wir in ein gehobenes und beliebtes “Family Restaurant” gegangen, das neben einem frischen Sushi-Buffet auch Dim Sum und natürlich auch indische Speisen bot. Ach ja und natürlich noch ein Dessert-Buffet! Wir verbrachten dort ca. drei Stunden und haben uns Schichtweise durch die verschiedenen Länder gegessen.
Danach sind wir nach Ville Parle gefahren und haben uns einen schneeweißen Hare Krishna Tempel angeschaut, der Iskcon Tempel.

 Bild 5

Bild 6

Es war wirklich beeindruckend wie einer ohne Pause gesungen hat und die Atmosphäre in dem Innenhof war auf der einen Seite entspannt, aber auch irgendwie elektrisierend.
Schräg gegenüber war ein weiterer Tempel für verschiedene Göttern, der in Gelb und Rot gestrichen war. Nach einem Strandspaziergang am überfüllten Strand genossen wir den Sonnenuntergang.

Am Wegesrand kauften wir noch eine Kokosnuss für den Rückweg zum Bahnhof. Im Süden bei unserem Hotel gibt es übrigens keine Rikshas sondern nur Taxis. Als wir heute aber nördlicher unterwegs waren gab es überall hupende Rikshas und wir finden die Fortbewegung mit diesen sehr witzig aber nicht unbedingt ungefährlicher als in den Taxis. Jede kleinste Lücke wird genutzt und alles und jeder wird angehupt.
Die Stadt war auch ziemlich voll, genau so der Bahnhof. Meine Frau und unsere Tochter entschieden sich ins leerere Ladies Compartment zu steigen. Spät nachts werden diese sogar von Polizisten mit MGs bewacht. Auf der einen Seite ist es natürlich cool, dass es solche Ladies Compartments gibt, aber auf der anderen Seite ist der Grund warum es sie geben muss sehr enttäuschend.
Heute haben wir auch einige Hijras im Zug gesehen. Hijras gibt es schon lange in Indien und sie sind transgender oder transsexuel und werden als drittes Geschlecht in der Gesellschaft wahrgenommen. Abends bestellten wir uns ein köstliches Thali und danach an einem Strassenstand noch ein Paan probiert. Ok, haben wir gerade gekaut?! Ein hoch krebserregendes Bethel-Blatt?! Und es hat neben einer stimulierenden Wirkung auch eine psychoaktive?! Die rote Flüssigkeit die sich im Mund bildet und man immer mal wieder ausspuckt sieht schon eklig aus, aber der Geschmack ist nicht schlecht. So sieht’s übrigens ungefähr aus…

Bild 7 Bild 8

…lecker, oder?!

Mar 17th
Tag 3
Gestern waren wir in Borivali in dem Stadtteil in dem unser Sohn u.a. gewohnt hat. Der Markt war sehr schön und wir haben dort drei kleine Mangos und eine Papaya gekauft – super lecker! Dort haben wir auch den ersten kleineren (Ganesha) Tempel besucht und eine Opferschale gekauft.

Bild 9

Bild 10

Danach sind wir mit einer Fähre zur goldenen Pagoda/ Pagode gefahren. Die Global Vipassana Pagoda wurde 1996 angefangen zu bauen und ist noch nicht fertiggestellt. Sie ist der weltgrößte säulenloser Steindom liegen die Relikien des Gautam Buddahs.

Der gesamte Tempelkomplex wurde/wird durch Spenden finanziert. Die goldene große Pagoda hat allein insgesamt 30 Mio. USD gekostet!
Neben der großen goldenen Pagoda, gibt es auch eine kleine Pagoda in dem jeden Tag um 11:00 Uhr und 16:00 Uhr ein 10min. Mini-Anapana Meditations Kurs angeboten wird. Leider waren wir etwas zu spät, um daran teilzunehmen.

Mar 18th
Tag 4
Heute sind wir 1 1/2h nach Chennai geflogen und wurden mit einem Shuttle zu unserem Hotel in Mamallapuram/Mahabalipuram, direkt am Strand  gebracht.

Bild 11 Mahabalipuram

Unsere private Rundreise konnte nun beginnen!
Zuerst dachten wir, dass wir in einem Touri-Badeort gekommen sind, aber als wir durch das Stadtzentrum liefen sahen wir einen Tempel und dahinter waren große Felsen zu sehen. Nachdem wir im sehr alten Tempel waren und zu den Felsen gingen, standen wir vor einem großen Relief.
Das große Relief wird Arjuna’s Penance (Arjunas Buße) genannt, tatsächlich wird hier jedoch der Mythos Herabkunft der Ganga auf die Erde dargestellt. Durch die Askese von Baghirata veranlasst er den Fluss Ganga (Ganges), welcher durch den senkrechten Spalt dargestellt wird, auf die Erde zu kommen.

Bild 12 Mahabalipuram Bild 13 Mahabalipuram

Auf einen flachen Felsen haben wir uns bei schwülen 28 Grad den Sonnenuntergang angeschaut.
Mar 18th 2015
Tag 5

Bild 15 Mahabalipuram Bild 20 Shore Tempel KanchipuramBild 14 Mahabalipuram

5:30 Uhr aufstehen um den Sonnenaufgang am Strand zu sehen. Leider war es etwas bewölkt, sodass wir die Sonne erst relativ spät gesehen haben. Aber das Meeresrauschen und der Himmel waren trotzdem wunderschön.
Nach einem Iddly Frühstück (Iddly= Reis und fermentierte Urdbohnen) fuhren wir nach Kanchipuram, eine der sieben heiligen Städte Indiens. Unterwegs sammelten wir unseren Guide Nanda ein der uns den Tag begleiten würde. Kanchipuram ist in drei Stadtteile unterteilt, und zwar nach der jeweils ausgeübten “Religion”: Shiva Kanchi, Vishnu Kanchi und Jaina Kanchi.
Station 1
Der Varadharaja-Tempel mit einer 100 Säulenhalle aus dem 16.Jh.

Bild 17 Varadharaja-Tempel

Station 2
Der Ekambareswarar-Tempek wurde1509 zu Ehren Shivas um einen heiligen Mangobaum erbaut und ist der größte der Stadt. Der Mangobaum soll 2500 Jahre alt gewesen sein. Jetzt steht in der Mitte ein neu gepflanzter. Besonders beeindruckend waren auch die Bodenmalereien in dem Tempel.

Bild 18 Ekambareswarar-Tempek Bild 19 Lailasanathar-Tempel  Kanchipuram

Station 3
Der Lailasanathar-Tempel ist der älteste Tempel in Kanchipuram und Shiva gewidmet.
Auf dem Weg zurück nach Mamallapuram haben wir uns noch eine Seidenfabrik angeschaut. Kanchipuram ist berühmt für seine handgewebten Seiden Sarees.
Five Rathas
In Mamallapuram wurde es immer heißer und heißer, als wir uns die Five Rathas anschauten. Dort wurden aus einem einzigen Felsen die verschiedenen indischen Tempelarchitekturstile in nord- und südindischem Baustil herausgeschlagen.

Bild 20 Shore Tempel Kanchipuram

Shore Tempel
Er besteht aus insgesamt 3 Tempeln, zwei sind Shiva geweiht und in der Mitte zwischen ihnen liegt Vishnu. Der Tempel ist einer der sieben Pagodas. Die sechs anderen Tempel befinden sich im Meer und wurden übergespült. Durch den Tsunami in 2004 wurden diese Tempelanlagen entdeckt.

Bild 21 Shore Tempel  Kanchipuram

Morgen fahren wir nach Chennai und machen eine kleine Stadttour. Am Freitag fahren wir mit dem Zug nach Bengalore und treffen einen neuen Guide der uns die restliche Zeit fahren und begleiten wird.

Mar 19th 2015
Tag 6

Endlich ausschlafen und gemütlich mit unserem Mini-Bus nach Chennai fahren. Nachdem wir in unserem fancy Hotel eingecheckt haben, konnten wir uns auch erstmal ausruhen. Dann haben wir unseren lokalen Guide getroffen und er hat uns als erstes zum National Museum geführt.
Dort haben wir uns Bronzestatuen vom tanzenden Shiva angeschaut die teilweise aus dem 7. Jh. waren. Danach sind wir zur St. Thomas Church gefahren in denen angeblich die Überreste des Apostels Thomas, der 52 n.d.Z nach Indien kam, liegen sollen.
Vorbei am zweitgrößten Stadtstrand der Welt, dem Marina Beach, sind wir zum Fort St. George (Mitte 17. Jh. von den Briten gegründet) gefahren, wo heute der Sitz der Verwaltung (Legislative Assembly, Government Secretariats etc.) ist.
Zum Abschluss haben wir uns noch den wunderschönen Kapaleshvara-Tempel angeschaut.

Bild 22 Kapaleshvara-Tempel Bild 23Kapaleshvara-Tempel

Er ist sehr bunt und Shiva gewidmet. Erbaut im 6. Jh. n.d.Z. stand er eigentlich an der Stelle der St. Thomas Church. Im 16. Jh. hatten die Portugiesen den Tempel zerstört, der dann an der Stelle, wo er heute steht, wieder aufgebaut wurde.

Mar 20th 2015
Tag 7
Leider war die Nacht im Hotel sehr kurz, da wir schon um 06:00 den Zug nach Belagola nehmen mussten… Wir saßen in einem komfortablen Waggon an einem Tisch (leider kein Sleep-Compartement) und jede*r wurde komplett verpflegt mit Snacks und sogar einem warmen Frühstück!
Die Landschaft war wunderschön und sehr abwechslungsreich!!
Wir sind dann um 11:00 Uhr angekommen und haben uns auf dem Weg zu einem der wichtigsten Jain-Tempeln gemacht. In Shravanabelagola, seit mindestens 2000 Jahren das Zentrum des Jain Glaubens in Südindien, haben wir die lokale Guide getroffen und diese schickte uns erstmal die 620 in den Felsen gemeißelten Stufen hoch – barfuß! Da es aber super heiß war, mussten wir uns Socken kaufen, damit wir den Weg nach oben überhaupt schaffen würden

Bild 24 Kapaleshvara-TempelBild 25

Oben konnte man die 17m hohe Statue von Lord Gomateshvara die aus einem einzigen Steinblock gehauen wurde, bewundern. Alle 12 Jahre wird der große Gomateshvara in einer Zeremonie gesalbt.

Bild 26 Gomateshvara

Verschwitzt unten wieder angekommen, fuhren wir nach Hassan in ein gutes Hotel. Der Sonnenuntergang war wiedermal super schön.

Bild 27

Mar 21st. 2015
Tag 8
Das Frühstück war super! Wir haben mal Dosa probiert und es war KÖSTLICH!
Heute stand auf dem Programm: Tempel Belur und Halebid der Hoysalas. Die Hoysala-Tempel sind wegen ihrer reichen und kunstvollen Steinmetzarbeit berühmt; keine andere Gruppe von indischen Tempeln mit derart aufwändige Skulpturenschmuck. In den Jahren 1125 bis 1225 erbauten die Hoysala-Herrscher mehr als 100 Tempel. Die Tempel wurden vor allem aus Speckstein angefertigt, welcher am Anfang weich zum Bearbeiten ist und nach längerer Zeit verhärtet.
Tempel Halebid
Halebid war die Hauptstadt der Hoysalas von der Gründung ihres Imperiums im 11. Jh. bis zu dessen Untergang im 13. Jh. Der Bau begann 1125. Es ist wirklich der beeindruckendste Tempel, den wir bisher gesehen haben.

Bild 31 Tempel Belur und Halebid

Bild 28 Tempel Belur und Halebid

Tempel Belur
Belur war eine Hauptstadt der Hoysalas und 1117 wurde der Chennakeshava-Vishnu-Tempel erbaut. Anscheinend brauchte es 103 Jahre um den Tempel fertigzustellen.

Nach den Tempelbesichtigungen sind wir nochmal nach Hassan zurück gefahren um Mittag in einem typischen Family-Restaurant zu essen (Klasse, dass der Fahrer-Guide in keine „westlichen“ Lokale ging!!!)
Nach einem üppigen Thali und salzigen Lassi ging es dann weiter nach Coorg. Zwischendurch fuhren wir an einem Tempel vorbei der direkt an einem Flussbett lag.

Bild 32 Tempel Belur und Halebid

Nach 4h fuhren wir immer höher und höher, vorbei an Kaffee-Plantagen und rankenden Pfeffer Pflanzen. Gegen 18:00 erreichten wir unser Hotel in dem wir sogar 2 Nächte verbringen werden. Leider gab es keine AC und die Betten waren wirklich ziemlich hart, dafür war die Abend- und Nachtluft aber angenehm kühl.

Mar 22nd 2015
Tag 9
Nach einer weiteren Nacht machten wir uns auf dem Weg zu einem Elephant Training Camp.

Bild 33 Elephant Training Camp Bild 34 Elephant Training Camp

Die nächste Station war eine Kaffee-Plantage die wir uns angeschaut haben.

Bild 35 Elephant Training Camp

Die Familie zeigt fast täglich Touris ihren Besitz und kocht sogar ein Mittagessen. Es gab tatsächlich andere Sachen, die ich bisher noch nicht kannte und es hat sehr gut geschmeckt! Auf der Veranda probierten wir den selbst gerösteten Kaffee der Familien Plantage der überhaupt nicht bitter schmeckte und eher rötlich war.
Danach waren wir den gesamten Nachmittag am Hotel Pool und wurden um 17;30 abgeholt, um uns den Sonnenuntergang von einer Aussichtsplattform anzuschauen. Leider war es viel zu bewölkt und es war nicht viel zu sehen.

Mar 23rd 2015
Tag 10
Auschecken und wir machten uns auf dem Weg zur tibetischen Kolonie Bylakuppe. In Coorg kauften wir aber noch viele Gewürze und den berühmten Kaffee ein!
Es ist die größte tibetische Siedlung in Indien. 1960 wurde sie gegründet und es gibt mehrere Klöster und Tempel und zwei Tempel die wirklich beeindruckend sind. Eigentlich ist das Land nur für 100 Jahre gepachtet, aber es wird vermutet, dass die indische Regierung den tibetischen Mönchen und Nonnen das Land überlässt.

Bild 36 tibetischen Kolonie Bylakuppe Bild 37 tibetischen Kolonie Bylakuppe

Die Innengestaltung war fast beeindruckender als außen. So viele gemalte Bilder mit unzähligen Details und Geschichten, die wir aber leider nicht kannten.

Also machten wir uns wieder auf dem Weg zum nächsten Hotel. Diesmal in der schönen Stadt Mysore. Wir checkten in einem sehr schicken Hotel ein. Wir machten eine City-Tour und als erstes besuchten wir den Mysore Palast.

Bild 38 Mysore Palast Bild 39 Chamundesvari-Tempel

Der Maharaja Palast wurde 1912 im indo-sarazenischen Stil erbaut. Den größten Teil davon bewohnt noch immer die Wodeyar-Raja-Familie. Der andere Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings dürfen keine Fotos (außer mit Handy) gemacht werden. Der Reichtum in den unzähligen Räumen ist wirklich unbeschreiblich. Fließen und Kacheln aus England und bunte Fenster aus Belgien, Kronleuchter aus Tschechien, Mamor aus Italien. Es wird auch diskutiert, dass die Regierung den öffentlich zugänglichen Teil wieder der Familie zurück- geben soll! Und die Bevölkerung, so unser Guide, unterstützt die Maharaja Familie in ihren Bestrebungen…
Als nächstes fuhren wir den nahe liegenden Berg hoch um uns den Chamundesvari-Tempel uns anzuschauen.
Auf dem Weg wieder nach unten kamen wir an einem 5m großen Stier, Nandi, vorbei der aus einem Felsen behauen wurde. Eigentlich war der Stein hell, aber dadurch, dass immer wieder Öl drüber geschüttet wird, wurde er pechschwarz.

Als letzte Station stand der Devaraja Obst-, Gemüse-und Blumenmarkt an. Anstatt mehr zu schreiben, seht selbst:

Bild 40 Gemüse-und Blumenmarkt Bild 41 Gemüse-und Blumenmarkt

Mar 24th 2015
Tag 11

Bild 43 Mitten in den Tee Plantagen- Ruhe, Stille

Wir befinden uns gerade im Paradies und könnten hier gerne mehr Zeit verbringen. Mitten in den Tee Plantagen- Ruhe, Stille und ein kleines Anwesen das Internet in dem Eingangs-bereich ha.Das Grün der Teepflanzen ist so frisch und die Luft ist rein und kühl…
Der Weg hier hin startete mit dem besten Frühstücksbuffet das wir bisher hatten. Von Idly bis Momo und leckeren warmen Currys über Baked Beans und Pancakes gab es alles was man begehrte. Für Ingolf natürlich Speigeleier! Danach hieß es wieder Mini-Bus: die 4 stündige Fahrt war wirklich abwechslungsreich! Wir fuhren durch einen Nationalpark in dem es neben Rehen, Hirschen, viele Affen und Elefanten, sogar Tiger geben!
Von weitem konnte man schon das Gebirge sehen und wir fuhren immer höher und höher! Die Kurven wurden mit Recht “Hair Pin Bend” genannt!
Oben war die Vegetation auch komplett anders und erinnerte an europäische Gebirge! Die Luft wurde auch immer kühler und wir erreichten Ooty (Uthagamandalam) auf einer Höhe von 2240 m.ü.M.! Dort stiegen wir nach einem Stadtspaziergang in den legendären Nilgiri Blue Mountain Railway auch bekannt als “Toy Train”.

  Bild 47 grünen Teefelder Bild 46 Toy Train Bild 45 Toy Train Bild 44 Toy Train

Eine Fahrt mit dem Toy Train ist wirklich zu empfehlen! Der Blick in die Täler istaußerordentlich schön und die Tee Plantagen bedeckten die Berge mit einem frisch-grünen Teppich. Leider fuhren wir nur eine Stunde und kamen dann in Coonoor an, unserer letzten Station für heute.

Mar 25th 2015
Tag 12
Nach einem Spaziergang durch die grünen Teefelder und einem Frühstück verabschiedeten wir uns leider wieder von den Bergen und machten uns auf den Weg nach Madurai.

Bild 47 grünen Teefelder Bild 48 grünen Teefelder

Nach einer 7h Fahrt haben wir die zweit älteste Stadt Indiens erreicht: Madurai!
Man nimmt an, dass um 300 v.d.Z. der erste der drei Sangams, der berühmten Dichterschulen, gegründet wurde. Der dritte Sangam, dessen Gedichte erhalten sind, existierte bis zum 3. Jh. n.d.Z. Madurai war die Hauptstadt der Pandyas, die die tamilische Kultur förderten. Das zentrale Heiligtum des Gottes Sundaresvara (Shiva) sowie das der Göttin Minakshi (Parvati) ließ der erste Nayak-Herrscher im 16. Jh. errichten.
Dann hieß es einchecken, duschen, Roomservice bestellen und um 20:00 Uhr wurden wir wieder abgeholt, um in dem legendären Menakshi-Tempel die Abend-Zeremonie mitzuerleben.

Da der Tempel unter Terrordrohung steht sind Kameras, Zigaretten und Feuerzeuge nicht erlaubt – Handys können aber mitgenommen werden. Die Zeremonie begann anstatt 21:00 Uhr, erst gegen 22:00 Uhr und war wirklich magisch. Es war eine farbenfrohe Prozession in der Shiva, begleitet von Musikern, Tempel Sängern und Priestern, von seinem Schrein zu dem von Menakshi/ Parvati gebracht wurde. Die Götter werden dort eine Nacht miteinander verbringen, um dann am nächsten Morgen wieder getrennt zu werden. Fotos von der Zeremonie zu machen erschien uns unpassend; so ließen wir uns von der Atmosphäre einfangen.

Mar 26th 2015
Tag 13
Als erstes besuchten wir die Überreste des Palasts von Madurai. Der König Tirumalai Nayak regierte von 1623-59 und errichtete den Palast der im 19. Jh. restauriert wurde. Den Thronsaal überwölbt eine 20m breite Kuppel.
Danach gingen wir wieder zu dem Menakshi Tempel um diesen bei Tageslicht zu bewundern.

  Bild 49 Menakshi Tempel

Der Menakshi Tempel ist ein klassisches Beispiel der südindischen Tempelarchitektur mit drawidischer Architektur. Seit 2000 Jahren blüht hier das religiöse Leben; bis heute wird der Tempel von vielen Pilgern besucht.
Direkt hinter der südlichen Gopuram befindet sich der Teich des goldenen Lotus.

Bild 50 Menakshi Tempel Bild 51 Menakshi Tempel

Heute war es extrem heiß: 38 Grad! Uns lief der Schweiß den Rücken runter als wir die Tempelanlage umkreisten.
Dann hieß es wieder ab in die (kühleren) Berge! 4h Busfahrt nach Periyar. Zwischendurch haben wir frische Reisfelder gesehen und auch die Ernte. Gold-gelbe Reisberge wurden am Straßenrand aufgehäuft, die aussahen wie Sandhaufen. Und in einem kleineren Ort gab es Bäume deren Früchte, wenn sie trocknen, aufbrechen und innen fast wie Baumwolle sind.

Bild 53 Früchte wie Baumwolle

Also eine vegane Variante zu den Daunen- und Federfüllungen! Um nach Keriyar zu kommen führen wir wieder in die Berge. Keriyar liegt im Bundesstaat Kerala und Kerala ist berühmt für die Bananenchips, die wir auch direkt hinter der Grenze gesehen und gekauft haben!

Mar 27th 2015
Tag 14
Das Hotel war super schön und die Zimmer klasse. Obwohl ich ja bei fast jedem Beitrag geschrieben habe “früh aufstehen” mussten wir diesmal wirklich früh aufstehen! Um 06:30 brachte unser Bus uns zu einem Naturreservat. Dort stiegen wir auf ein ziemlich großes Schiff mit weiteren Touris und tuckerten verschiedene Flussarme entlang.

Bild 54 Periyar

Die Vegetation und die Landschaft waren wirklich wunderschön! Auch wenn plötzlich jemand “Tiger, Tiger” schrie, und es dann “nur” ein Reh war, haben wir einige Vögel und ein paar Wildschweinis gesehen. Danach frühstückten wir im Hotel und machten uns (leider mal wieder) auf zur nächsten Unterkunft.
Wieder im zick-zack ging es den Berg hinunter und wir erreichten ein Städtchen, dass an den Backwaters liegt. Unsere Unterkunft ist dieses Mal ein Homestay und nur wenige Gehminuten von einem großen See entfernt. Das Klima ist hier mega schwül und heute waren es 38 Grad! Dafür gibt es viele Schaukeln auf dem Gelände mit denen man bei Dämmerung an den Moskitos vorbei schaukeln kann.

Bild 55 Homestay

Morgen werden wir dann auf einem Hausboot durch die Backwaters schippern!

Bild 56 Backwaters

Mar 28th 2015
Tag 15
Endlich ausschlafen! Das Homestay ist wirklich so schön, die Gastgeber sehr nett und das Essen ausgesprochen gut! Erst gegen 10:00 Uhr verließen wir das kleine Anwesen. Als erster Stop waren wir bei einer Kokosfaser Fabrik, die Seile herstellten.

Bild 57 Kokosfaser Fabrik Bild 58 Kokosfaser Fabrik

Wir fuhren durch Dörfchen und auf dem Weg haben wir die meisten roten Fahnen mit Hammer und Sichel gesehen! Auch Plakate und einige Statuen waren von der regierenden CPI (Communist Party India) zu sehen.

Bild 59 Bild 60

Wir kamen am Hausboot-Hafen an und konnten es nicht glauben, als wir das Boot bestiegen. Ein ganzes Boot nur für uns alleine! Und vier Angestellte: Kapitän, Koch und zwei Assistenten. Wir legten uns auf das obere “Sonnendeck” und genossen die Landschaft.

Bild 61 Hausboot Bild 62 Hausboot

Das Mittagessen war ausgezeichnet und am Nachmittag verließen wir das Hausboot, um mit einem kleineren Kanu durch Seitenkanälchen zu fahren.

 Bild 63 Hausboot Bild 64 Hausboot Bild 65 Hausboot Bild 66 Hausboot

Als wir wieder zurückkamen, wurden wir mit Kaffee, Tee und gebackenen Bananen begrüßt. Wir schipperten zu einem Plätzchen an dem wir perfekt den Sonnenuntergang beobachten konnten.

Mar 29th 2015
Tag 16

Geschlafen haben ganz gut auf dem schaukelnden Boot und die Kabine hatte auch A/C!
Nach dem Aufstehen, konnten wir nur einen kleinen Blick vom oberen Deck genießen, um dann gleich zum Frühstück gebeten zu werden. Leider waren wir dann schon um 09:00 am Hafen und mussten das wunderschöne Hausboot verlassen. Wir fuhren nach Cochin, um dort die nächsten zwei Nächte zu verbringen. Wir liefen etwas an der Promenade und den chin. Fischernetzen entlang und kamen völlig verschwitzt und verklebt in dem sehr guten Hotel wieder an. Hier ist es trotzt Meeresbrise ziemlich heißt, was das scharfe Essen nicht besser macht.
Abends schauten wir uns eine Tanzvorstellung an. Kathakali ist eine alte Schauspielkunst die Darsteller erzählen die Geschichten, die oft Legenden aus Hindu Epen und Puranas sind. durch Pantomime und sind mit kräftigen Farben geschminkt.

Bild 67 Kathakali Bild 68 Kathakali Bild 69 Kathakali

Die Vorstellung war wirklich sehr beeindruckend und ausdrucksstark! Auch die Musik war sehr rhythmisch und kräftig.

Mar 30th 2015
Tag 17
Der letzte Tag unserer geführten Reise. Noch ein letztes Mal eine City Tour mit einem Local Guide, noch einmal schwitzend durch Straßen laufen und den Erklärungen nickend zuhören.
Chinesische Fischernetze, holländischer Friedhof aus dem 18. Jh., St. Francis Church, wo 1524 Vasco da Gama beigesetzt wurde, der Dutch Palace in dem wundervolle Wandmalereien zu sehen sind und ein Kali Tempel im Innenhof zu finden ist.
Am Ende besuchten wir das jüdische Viertel in Cochin.

Bild 70 Cochin

Es gibt nur noch 7 Jüdinnen und einen Juden in der Stadt die auch in der “Jew Town” leben. Nach der Staatsgründung Israels 1948 ist ein Großteil der Gemeinde nach Israel ausgewandert. Die Synagoge ist sehr sehenswert. Hier ein paar Fotos aus dem Internet, da man in der Synagoge keine Fotos machen darf.

Bild 71 jüdischen Friedhof MINOLTA DIGITAL CAMERAAnschließend nahmen wir in einem Homestay an einem Kochkurs teil und kochten Rote-Beete-Kokos Curry, sowie Grüne-Bohnen Curry und gebratenen Fisch. Dazu gab es noch Dhal, Reis und Papadam – köstlich!

Bild 73 Essen

Hier wird alles mit Kokosöl gekocht, was sehr günstig und so ein gutes Aroma gibt! Vielleicht werden wir noch welches kaufen und mitnehmen.
Den Nachmittag konnten wir dann endlich vergammeln und haben nichts gemacht bzw. sind am Hotelpool gewesen. Morgen fahren wir dann in unser Beach Resort und verbringen dort die nächsten drei Nächte, um dann am Freitag nach Mumbai zu fliegen.
Drei Wochen Indien sind vorbei… Das muss erstmal sacken.
ENTSPANNUNG PUR
Nach 17 Tagen Power, wurde endlich der Wunsch von Natalie und Christian nach Ruhe und Entspannung erfüllt!
Wir waren in dem traumhaften “Marari Beach Resort” und wurden mit gekühlten Kokosnüssen begrüßt. Als wir unsere gekühlten Bungalows betreten haben, waren wir schon beeindruckt, doch als ich die Badtür öffnete, konnte ich meinen Augen nicht glauben! Ein offenes Bad unter einem Dach – so traumhaft!

Bild 74 Marari Beach Bild 75 Marari Beach Zimmer Bild 76 Marari Beach Bad

Inklusive war auch eine Meditation um 17:15 Uhr und Yoga um 07:00 Uhr, was wir auch voll ausgenutzt haben. Die Meditation fand in der Nähe des Strandes unter freiem Himmel statt. Es war wunderschön. Das Gelände war auch sehr schön und der Strand herrlich! Die Wellen waren ziemlich hoch, was wir voll ausgenutzt haben! Mehrmals wurden wir untergespühlt und die Wellen schwappten uns hin und her. Das Wasser war auch super warm!!

Bild 77 Marari Beach Resort Beach

Das Essen (riesiges Buffet, super große Auswahl an indischen Gerichten und: Grüner Salat!!) war ein Traum und am letzten Tag, hat sich unsere Tochter eine Shirodhara Massage gegönnt. Ohne Worte!

Bild 78 Ayurveda

Natürlich gönnten wir uns auch alle unterschiedliche, sehr professionelle Ayurveda-Massagen

Apr 6th 2015
MUMBAI
Von Cochin ging es dann mit 3 ½ Stunden Flugverspätung nach Mumbai. Schnell Sachen im super Holiday Inn Intl. Airport ablegen und ab ins Getümmel.
Unsere Hauptbeschäftigung war neben letzte Mitbringsel kaufen (empfehlenswert auch sehr preisgünstige, originale Bata Schuhe), vor allem ESSEN, ESSEN, ESSEN!
ABFLUG
Am Samstag haben wir noch den halben Tag in Mumbai verbracht und mussten uns dann mit schweren Herzen auf den Weg zum Flughafen machen…

Bild 79 Mumbai Flughafen

Zuerst ging es 3h nach Abu Dhabi um dort fast 6h Aufenthalt zu haben. Dann dauerte es nur noch 6h und wir landeten schweren Herzens im sonnigen aber kalten Berlin.

India, we love you!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


− 2 = zwei

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>