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Privatreise nach Süd-Äthiopien – Ein Bericht von Carmen Siegel & Hartmut Wetzel

Vor zwei Jahren waren wir mit Take Off-Reisen im Norden von Äthiopien. Die Reise war super und wir haben mit unserem Tourguide Micky besprochen, dass wir auf jeden Fall wieder kommen und uns den Süden anschauen.
Bei der Buchung der zweiten Reise haben wir unseren Wunsch nach dem bekannten Tourguide eingebracht und es hat geklappt, – Micky hatte Zeit und wollte wieder mit uns fahren.

Reisezeitraum: 11.04 – 24.04.2015

1. Tag: Abflug

Heute geht es los, – unsere zweite Reise nach Äthiopien. Mit der Bahn geht es am Nachmittag nach Frankfurt und am späten Abend mit Ethiopien Airlines nach Addis Abeba.

2. Tag: Ankunft und Fahrt ins Rift Valley

Der Flug dauert 6 Stunden und wir haben nur eine Stunde Zeitverschiebung. Am Flughafen geht diesmal alles viel schneller, – trotz zweifacher Fiebermessung wegen Ebola. Der Ablauf für den Erhalt des Visum wurde im Vergleich zum letzten Mal deutlich verbessert und wir waren ruck zuck am Gepäckband, wo wir auch gleich unser Gepäck bekommen haben. Jetzt wurde es spannend, – finden wir unseren Guide Micky? Kennt er uns noch? Und da kam er auch schon um die Ecke und hat sich sehr gefreut, dass wir ein zweites Mal nach Äthiopien kommen. Das Wiedersehen haben wir zuerst mit einem Kaffee begossen und dann ging´s zum Auto. Auch der Fahrer war uns von unserer letzten Tour bekannt. Das geht doch schon richtig gut los! Noch nie wäre er so früh vom Flughafen losgefahren, meinte der Fahrer. Deshalb hatten wir auch bei unserem Frühstück, in einem Restaurant mit Blick auf einen Kratersee, viel Zeit. Wir konnten die Spiegeleier und den frisch gepressten Mangosaft ausgiebig genießen, bis wir unsere Fahrt Richtung Süden, entlang des Rift Valleys, fortsetzen. Rechts und links der Straße sieht man einfache Lehmhütten in kleinen Dörfern und dazwischen immer wieder riesige Felder und Gewächshäuser. Dort wird verschiedenes Obst, Gemüse und Rosen für den Export angebaut. Nachdem wir schon längere Zeit unterwegs waren, meinte unser Guide, hier gibt es was Neues, – ein Erdbeerhaus, das probieren wir jetzt aus. Es gab einen Erdbeer-Shake, frisch gemixt und eine Schale mit frisch gepflückten Himbeeren. Die alte Regel und unser Vorsatz für´s Essen: „Schäl es, koch es oder vergiss es“ war somit schon am ersten Tag aufgehoben und wir hatten glücklicher Weise in den nächsten 2 Wochen, trotz mehrfacher Missachtung dieser Regel, keinerlei Probleme. Wir setzen unsere Fahrt fort und halten unterwegs an verschiedenen Seen an um das Leben und die Vögel dort zu beobachten. Zur Mittagszeit waren wir in unser Lodge am Langano See wo wir auch gleich unser Mittagessen eingenommen haben. Am See gab´s natürlich Fisch. Der See hat eine ungewöhnliche braune Farbe, was an dem hohen Sodagehalt liegt, aber dafür kann man darin auch baden. Nach unserer Mittagsruhe in unserem Bungalow mit Blick auf den See, ging die Fahrt zum nahegelegen Nationalpark. Schon am Eingang haben wir verschiedene Antilopen, Strauße und Perlhühner gesehen. Am See gab´s dann noch einige Flamingos und überall, wie in ganz Äthiopien, Hirten mit ihren Rinder- und Ziegenherden. Zum Schluss haben wir noch ein Gebiet mit heißen Quellen besucht. Dann ging es wieder zurück zur Lodge und am Abend zum Essen ins Restaurant.
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3. Tag: Wolyata und Dorze

Nach der ersten Nacht und einem kleinen Frühstück geht´s Richtung Süden. Erste Pause in einem Restaurant in dem es frisch gepresste Fruchtsäfte gibt, – Papaya-Avocado-Guave-und Mangosaft. Das war eine richtig leckere Vitaminbombe. Gestärkt ging es zu einem Dorf der Hadia, das erste Volk das wir besuchen. Die Leute führen uns in eines ihrer runden Lehmhäuser, was von den Frauen außen und innen bemalt war. Alles ist in einem Haus untergebracht, – Küche, Schlafstätte, Vorratsraum und Stall. Wir durften alles fotografieren und vom Gefühl her war das ganze Dorf mit dabei. Nachdem wir der Frau des Hauses ein wenig Geld gegeben haben und uns bedankt haben, ging die Fahrt weiter zum Mittagessen. Wir haben den Fahrer und das Auto getauscht, weil unser Fahrer für eine andere Tour eingeteilt war. Ab jetzt sind wir mit Mahari in einem großen Toyota Land Cruiser unterwegs, was sich in den nächsten Tagen auf den schlammigen Straßen als sehr vorteilhaft erweisen wird. Und gleich geht es auf eine Höhe von 3000m zu einem Dorf der Dorze. Die hohen, runden Hütten, die eine Ähnlichkeit mit einem Elefantenkopf haben, sind aus den Blättern der Falschen Banane gemacht. Im Inneren wieder die Kochstätte, Schlafstätte und Stall, in dem noch zwei Kälber standen. Die Dorze-Frauen zeigen uns was sie aus den Blättern der falschen Banane noch machen: Aus den Fasern werden Seile und Matten hergestellt, das abgeschabte Grün der Blätter wird zu einem Brei verarbeitet, der fermentiert und dann zu einem Teig geknetet wird, woraus ein Fladenbrot gebacken wird. Auch Maisschnaps wird hergestellt und natürlich müssen diese Köstlichkeiten alle probiert werden, wobei das Fladenbrot auch mit Honig sehr gewöhnungsbedürftig schmeckt. Die Nacht verbringen wir in einer Hotelanlage in Arba Minch in einem sehr schönen Zimmer mit Blick zum Nechisar- Nationalpark. In der Nacht war ein sehr heftiges Gewitter und es hat wie aus Kübeln geschüttet, was sich am nächsten Tag auf den Straßen dann zeigt.

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4. Tag: Chamo See und Jinka

Nach dem Frühstück geht die Fahrt zum Eingang des Nationalparks. Dort wird der Eintritt bezahlt und dann geht´s durch Matsch und Schlamm mit einem örtlichen Guide zu der Anlegestelle der Boote am Chamo-See. Bei schönstem Wetter geht’s zur Bootfahrt, immer am Ufer entlang. Jede Menge Krokodile, Flusspferde , Vögel in allen Variationen und Fischer sind unterwegs. Zurück ans Ufer und über noch etwas schlammige Wege wieder auf die Teerstraße. Unterwegs stärken wir uns in einer Lodge mit leckerem Essen, bevor wir das Volk der Konso besuchen. Mit einem örtlichen Guide, einem Konso, machen wir uns auf ins Dorf. Das Dorf gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und besteht aus schmalen Wegen, schmalen Treppen und ganz vielen Steinmauern. In der Mitte ist der zentrale Platz mit einem Gebäude auf Säulen. Um diesen Platz wird das Dorf gebaut. Jede Familie hat ihre eigenen Gebäude mit Ställen und vielen Bäumen. Die Konso sind auch für ihre Terrassenfelder bekannt, die überall in der Gegend an den Berghängen zu sehen sind. Am Nachmittag kommen wir in Jinka in der Eco Omo Lodge an. Schön im Grünen stehen die großen Zelte. Alles sehr gemütlich und am Abend gibt es ein Buffet im Restaurant. In der Nacht gab es wieder heftige Niederschläge.

5. Tag: Besuch der Mursi – Tellerlippen

Heute steht ein Highlight auf dem Programm, – der Besuch der Mursi, den Tellerlippen-Menschen. Doch erst mal kommt die Schlammschlacht. Durch den starken Regen in der Nacht sind die Pisten wie Schmierseife. Einige LKWs stehen quer auf der Piste oder schon ziemlich dicht am Abhang. Wir kommen mit unserem 4×4 recht gut durch. Es geht Berg auf und Berg ab durch den Mago-Nationalpark, bis wir dann auf einer Hochebene das Dorf der Mursi erreichen. Micky gibt uns noch Anweisungen wie wir uns verhalten müssen: Für jedes Foto muss bezahlt werden und der Preis ist pro Person die fotografiert wird. Hat eine Frau ihr Kind dabei kostet es 10 Birr, – es sind ja 2 Personen. Die Leute kommen alle angelaufen, als unser Auto etwas außerhalb des Dorfes anhält. Die Frauen stellen sich in eine Reihe und wollen natürlich alle fotografiert werden, – wir suchen uns die schönsten Fotomodelle aus. Die Teller in den Unterlippen haben einen Durchmesser bis zu 15 cm und die Frauen schmücken sich noch zusätzlich mit allerhand Gegenständen und Früchten. Es gibt auch Frauen ohne Tellerlippen, weil diese „Verstümmelung“ mittlerweile freiwillig ist. Dieses Schönheitsideal hat den Frauen auch viele Krankheiten und Schmerzen gebracht. Die Männer des Dorfes stehen mit ihren Kalaschnikows unter einem Baum. Uns wurde erklärt, dass die Mursi ihre großen Rinderherden mit den Gewehren verteidigen. Nachdem wir unser ganzes Kleingeld für die Fotos verbraucht hatten ging die Fahrt zurück nach Jinka ins Ethnologische Museum. Dort werden die verschiedenen Volksstämme gezeigt und erklärt. Nach einer äthiopischen Kaffeepause fahren wir zurück zur Ecco Lodge und genießen unsere Unterkunft.
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6. Tag: Markt in Key Afer und Fahrt nach Turmi

Nach einem guten Frühstück besuchen wir ein Dorf der Ari. Viele Kinder begleiten uns auf den Pfaden durch das Dorf, zwischen Bananenstauden und Moringabäumen. Es wird getöpfert, Bier gebraut, geschmiedet und Schnaps gebrannt, den wir wegen der noch frühen Tageszeit dankend ablehnen. Auf einem speziellen Ofen wird Injera(Fladenbrot) gebacken, was gar nicht so einfach ist, ich spreche aus Erfahrung. Auf unserer Fahrt nähern wir uns immer weiter der kenianischen Grenze. In Key Afer ist heute Markt. Wir stellen das Auto ab und gehen wieder zusammen mit einem örtlichen Guide ins Dorf und zum Markt. Alle was man zum tägliche Leben braucht wir hier verkauft. Ein buntes Bild von Menschen verschiedenster Stämme bietet sich uns. Man weiß nicht wo man zuerst hinschauen soll. Fotografieren ist allerdings nicht überall erwünscht oder nur gegen Bezahlung. Unser örtlicher Guide nimmt dann unsere Kamera und fotografiert drauf los, – er darf es umsonst! Wir machen uns auf den Rückweg zum Auto. Dort wartet ein traditionelles Mittagessen auf uns. Weiter geht’s dann über Pisten und durch üppige Buschlandschaft nach Turmi in die Evangadi Lodge. Noch einmal wühlen wir uns durch ein (noch) trockenes Flussbett und die Lodge ist erreicht. Einfach aber sauber, nur das Wasser der Dusche ist kalt. Aber Hauptsache es gibt Wasser. Zum Abendessen wurden wir gut und reichlich versorgt.

7. Tag: Besuch bei den Karo und Bume

Heute wollen wir das Volk der Bume und Karo besuchen. Nach dem Frühstück geht’s es durch eine saftig grüne Buschlandschaft. Unterwegs stehen oft Dik-Diks im Busch oder auch mal Kudus. Viele verschiedene bunte Vögel oder exotische Blüten sind zu sehen. Nach ca. 3 Stunden Fahrt durch dichten grünen Busch und einige trockene Flussbetten kommen wir beim Dorf der Bume an. Es sind nur Frauen und Kinder im Dorf, die Männer sind mit den Viehherden unterwegs. Nach einigen Verhandlungsgesprächen dürfen wir die Frauen mit ihren unzähligen bunten Perlenketten fotografieren. Die vielen Kinder freuen sich immer sehr über den fremden weißen Besuch. Die Kameras mit den Bildern im Display sind immer sehr begehrt und alle haben viel Spaß damit. Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg zu dem Stamm der Karo. Beim Blick über die weite Buschlandschaft kann man sehen wo es gerade regnet und es sieht nicht gut aus. Das Dorf der Karo liegt oberhalb des Omo-Flusses. Im Fluss kann man die Krokodile schwimmen sehen. Wir werden wie immer freundlich begrüßt und von einem örtlichen Guide durch das Dorf geführt. Auch hier dürfen wir die Menschen fotografieren, aber natürlich nur gegen Bezahlung. Aber das kennen wir ja bereits aus den anderen Dörfern. Wir machen uns auf den Rückweg nach Turmi. Unterwegs suchen wir uns einen schönen Baum für unsere Mittagspause, schließlich haben wir von der Lodge ein Lunchpaket bekommen: Getränke, Obst und viele Sandwiches packt Mahari für uns aus. Während wir essen kommen zwei Männer. Sie setzen sich unter den Baum und erzählen, dass sie vom Markt kommen und schon viele km gelaufen sind. Sie haben große Gefäße für Honig und ein Gewehr dabei. Da wir mit unserem Essen fertig sind und noch einiges übrig ist, bekommen die Männer auch ein ordentliches Mittagessen, Mangos und Wasser. Unser Fahrer wird in Anbetracht der Regenwolken etwas unruhig. Wir schaffen es ohne Wolkenbruch durch das Flussbett und zur Lodge. Eine Stunde früher und wir wären nicht durch gekommen, sagen uns die Leute der Lodge. Wir beschließen , dass jetzt erst einmal eine Kaffeepause angebracht ist. Keine 10 Minuten später ein lautes Rauschen hinter der Lodge. Das gerade noch fast trockene Flussbett hat sich wieder in einen gefährlichen reißenden Fluss verwandelt. Da hatten wir ja nochmal Glück gehabt. Eine Stunde später sind Leute schon wieder zu Fuß durch den nur noch kleinen Fluss gelaufen. Ein aufregender Tag geht wieder mit einem leckeren Abendessen zu Ende.
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8. Tag: Fahrt nach Yabelo

Leider können wir heute nicht die vorgesehene Strecke fahren und unterwegs das Dorf der Hamer besuchen. Der viele Regen hat die Strecke unpassierbar gemacht. Wir fahren die Strecke die wir gekommen sind wieder zurück. Unterwegs begegnen wir 3 Mädchen vom Volk der Benna. Ein wunderschönes buntes Fotomotiv und die Mädchen haben sich sehr gefreut. Mahari hat ihnen versprochen, dass sie Fotos bekommen. Wir kommen an einer bizarren und zugleich traurigen Landschaft vorbei. Riesige Erosionen haben die Landschaft neu geformt. Anschließend stärken wir uns in der bereits bekannten Konso-Lodge mit Shiro(würziger Kichererbsenbrei) und Injera und setzen unsere Fahrt Richtung Yabelo fort. Unterwegs sehen wir wieder einige Dik-Diks, Warzenschweine und eine Tüpfelhyäne. Diese bleibt verwundert am Wegrand stehen um uns anzuschauen. Den Tag lassen wir im Yabelo-Motel mit einer leckeren Pizza ausklingen.
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9. Tag: Der El Sod Krater und Fahrt nach Yirgalem

Heute geht die Fahrt erst mal weiter Richtung Süden, – zum El-Sod-Krater. Durch eine üppig grüne Savannenlandschaft mit weiß blühenden Schirmakazien geht´s zum Dorf Soda und zum Kraterrand. In ca. 300 m Tiefe sehen wir einen schwarzen See. Auf einem Trampelpfad machen sich die Lastesel gerade auf den Weg nach unten. Die Männer tauchen in dem See bis zu 9 m tief und holen den salzhaltigen Schlamm nach oben. Mit den Eseln wird dann das getrocknete Salz nach oben ins Dorf transportiert. Das schwarze Salz ist für die Tiere und das weiße für die Menschen. Wenn die Männer 10 Jahre lang nach dem Salz getaucht sind, haben sie keinen Geruchs- und Geschmacksinn mehr. Die Männer möchten uns das Salzlager zeigen, doch leider ist der Schlüssel für das Vorhängeschloss nicht auffindbar. Dafür gehen wir in eine Lehmhütte um einen Tee zu trinken. Schnell wird für uns Platz gemacht, die Teegläser nochmal ausgespült und aufgefüllt. Die Frau des Hauses bringt uns frisch ausgebackene Fladenbrote, – die sehr lecker waren. Ein geschäftstüchtiger Nachbar kommt mit seiner Münzsammlung vorbei und wir müssen ihn in sein Haus begleiten, wo er uns seine „Waren“ vorführt, in der Hoffnung dass wir noch ein Souvenir kaufen würden. Wir verlassen das Dorf und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Unterwegs schlendern wir noch über einen Tiermarkt, wo zahlreiche Kamele, Rinder, Schafe und Ziegen angeboten werden. Nach langer Fahrt über schlechte Straßen kommen wir in der in Yirgalem in der Aragash-Lodge an. Wir sind die einzigen Gäste und werden mit einem köstlichen Abendessen mit Filetsteaks, frischem Brot, Avocado- und Tomatensalat, verwöhnt. Draußen im Busch hört man die Hyänen schreien und nach dem Essen machen wir uns auf den Rückweg zu unserem, im traditionellen Stil erbauten, Haus.

10. Tag: Auf nach Goba – Bale Nationalpark

Zum Frühstück werden wir wieder mit leckeren Speisen verwöhnt und fahren danach weiter an den Awassa-See, wo ein großer Fischmarkt stattfindet. Das ist der Treffpunkt für viele Leute. Es wird mit Fisch gehandelt und auch gleich verschiedene Speisen gekocht. Überall in den „Restaurants“ sitzen die Leute und lassen sich die Spezialitäten schmecken. Was von den Fischen übrig ist holen sich die hunderte von Möwen, Marabus, Fischadler und sonstige Vögel. Weiter geht die Fahrt. Jetzt wird noch Obst gekauft und zur Stärkung gleich noch ein frisch gemixter Fruchtsaft getrunken. Nach unserem traditionellen Mittagessen gibt es noch Mango, Avocado, Bananen und eine Stachelanonne als Nachtisch. Gut gesättigt fahren wir in die Bergwelt des Bale-Nationalpark, wo wir unterwegs schon viele Antilopen, Warzenschweine und Paviane sehen. Zu Fuß mit einem örtlichen Guide machen wir uns auf eine kleine Wanderung im Harenna-Forest. Dort befindet sich ein Schutzprojekt für Berg-Nyalas. Den höchsten Punkt den wir erreichten war auf 3147 m Höhe und wir haben unterwegs einige Berg-Nyalas, Warzenschweine, Bohor-Riedböcke und Menelik-Buschböcke gesehen. Auch ging unsere Wanderung durch einen Märchenwald mit eigenartigen Bäumen, Flechten und Moosen. Nach dieser interessanten Tour geht die Fahrt nach Goba in unser Hotel. Trotz Stromausfall in der ganzen Stadt gibt es am Abend ein leckeres Abendessen.
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11. Tag: Bale Nationalpark

Heute kommt ein weiteres Highlight, – eine der schönsten Landschaften Äthiopiens, die Bergwelt des Bale-Nationalpark. Die Fahrt geht durch eine karge Landschaft immer bergauf bis zum Senati Plateau und auf den zweithöchsten Berg Äthiopiens, den Roten Berg(Tullu Dimtu) mit 4377 m. Unterwegs immer wieder Hirten mit ihren Herden, verschiedene Pflanzen, viele Vögel und dann endlich sehen wir ihn, – den Äthiopischen Wolf. Wir beobachten ihn bei der Jagd. Er ernährt sich hauptsächlich von Grasratten, die zu Hunderten über die Flächen flitzen. Trotz der vielen Wolken können wir immer mal wieder einen Blick in die weite Ebene werfen. Von den doch recht kühlen Bergen fahren wir wieder zurück in unser Hotel in Goba.
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12. Tag: Heiße Quellen in Wondo Genet

Wir verlassen die kühle Bergwelt und fahren Richtung Shashemene, der Haupstadt der Rastafaris. 20 km entfernt liegt der „Erholungsort“ Wondo Genet mit seinen warmen, besser gesagt heißen Quellen. Während Micky und Mahari sich im Schwimmbad verwöhnen lassen, machen wir wieder mit einem örtliche Guide, eine Wanderung zu den heißen Quellen. Die erste hatte 75°C und die zweite 85° und fast so heiß kommt das Wasser im Zimmer aus dem Wasserhahn. Es gibt immer nur einen Wasserhahn mit rotem Punkt und duschen nur mit heißem Wasser ist ein kleines Abenteuer. Zum Abendessen war der Tisch schön geschmückt und wir saßen unter dem Sternenhimmel.
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13. Tag: Zurück nach Addis Abeba

Zum Frühstück auf der Terrasse des Restaurants gab es dann das Unterhaltungsprogramm “Expedition ins Tierreich“: die Affen sprangen durch die Bäume, der Geier landet im Garten zum Trinken und auf dem Baum sitzt der Adler. Wir starten zum Rückweg nach Addis Abeba. Unsere Rundreise neigt sich dem Ende zu. Nochmal geht es vorbei an riesigen Feldern und gigantischen Gewächshäusern. Mahari schlängelt sich dann geschickt durch die vollen Straßen der Stadt bis wir am Zoo angelangt sind. Micky möchte uns noch unbedingt den Äthiopischen Löwen zeigen. Der Zoo und die Behausungen für die Tiere ist schrecklich. Man kann kaum hin sehen, aber der Löwe ist gigantisch, – riesig groß mit einer langen pechschwarzen Mähne. Schade, dass wir ihn nur im Käfig sehen und nicht in der afrikanischen Savanne. Wir fahren zu unserem Hotel wo wir ein Tageszimmer haben. Nachdem wir noch durch die Umgebung gestreift sind und die Koffer gepackt haben werden wir von Micky und Mahari zum Abschluss unserer schönen Reise abgeholt: Einem traditionellen Abendessen mit Musik. Danach geht’s zum Flughafen und wir verabschieden uns von unseren tollen Begleitern Micky und Mahari. Während der Rundreise haben wir auch schon besprochen was wir als nächstes in Äthiopien anschauen könnten, hoffentlich klappt das irgendwann.

14. Tag: Rückflug

Nach einigem Hin und Her steigen wir kurz vor Mitternacht in unseren Flieger und sind 6 Stunden später wieder in Frankfurt. Eine weitere schöne und erlebnisreiche Tour durch Äthiopien ist vorbei.

‘dehna hunu – Auf Wiedersehen’

 

 

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