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Berggorillas in Ostafrika

Ein einmaliges Erlebnis…

Unsere Kolleginnen Daniela Rieger und Nina Loges hatten beide im vergangenen Jahr die Möglichkeit die Berggorillas in Ostafrika zu besuchen. Daniela war anlässlich ihres Geburtstages mit einer Kleingruppe 2 Wochen in Uganda unterwegs und Nina durfte Anfang September an einer kurzen aber sehr intensiven Inforeise nach Ruanda teilnehmen. Für beide war das Gorilla Trekking zu den letzten Berggorillas der Welt das absolute Highlight der Reise. Wir haben Sie zu Ihren Eindrücken der Reise befragt:

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1.Mit welchen Erwartungen seid ihr an eure Reise nach Uganda bzw. Ruanda herangegangen?

Daniela: ich bin mit großen Erwartungen an diese Reise heran gegangen, da ich alles selber geplant habe, genauso wie ich es jeden Tag für unsere Kunden mache. Für mich stand Uganda schon lange auf meiner Afrika-Reise-Liste ganz oben. Ich wusste, dass der Spruch „die Perle Ostafrikas“ nicht nur ein Spruch ist, sondern Realität und deshalb war meine Freude auf die Reise riesengroß. Was die Schönheit der Natur und Landschaften in Uganda angeht, wurden meine Erwartungen noch bei Weitem übertroffen. Es ist ganz anders als in den großen bekannten Nachbarländern Kenia und Tansania.

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Nina: An meine Reise nach Ruanda hatte ich keine Erwartungen. Ich bin absoluter Asien-Fan, betreue unser Asienprodukt und auch immer irgendwo in Asien unterwegs. Daher war es für mich eine besondere Überraschung, was mich vor Ort erwartet. Keine Frage, dass meine Erwartungen übertroffen wurden! Die absolute Herzlichkeit der Menschen, die Natur und natürlich die Tierwelt (mit dem absoluten Highlight, die Gorillas hautnah zu erleben)… aber auch die besonders hervorzuhebende Einstellung zur Umwelt haben mich besonders beeindruckt.

 

2.Wie lief das Gorilla Trekking genau ab?

Daniela: Wir alle freuten uns sehr auf diesen Tag und waren natürlich auch ein bisschen aufgeregt. Wie lange müssen wir wohl laufen? Wie gut werden wir die Tiere sehen? Wird es regnen und dadurch besonders schlammig und beschwerlich sein? Mit all diesen Fragen beschäftigten wir uns Tage zuvor. Am großen Tag bekamen wir am Startpunkt in Buhoma (Bwindi N.P. Nord) morgens unsere Einweisung und die Gruppen (von hier aus starten 3 Gruppen) wurden eingeteilt. Hier wird schon auf das Fitnesslevel der einzelnen Teilnehmer beachtet. Es gehen max. 8 Touristen plus Begleitmannschaft aus Rangern und Trägern zu einer Gorilla Familie.

Wir wurden (warum auch immer) tatsächlich in die „einfachste Gruppe“ eingeteilt. Der Marsch hat für uns direkt am Sammelpunkt begonnen. Die anderen 2 Gruppen sind noch 10-30 Min. mit dem Auto zum Startpunkt gefahren. Unsere Träger die uns von allen Seiten empfohlen wurden, hätten wir tatsächlich dafür nicht gebraucht aber sie waren ja ganz hilfreich und immer zur Stelle sobald es mal ein bisschen glitschig oder steil wurde. Nach nur 30min. erreichten wir schon unsere Gorilla Familie. Wir ließen unsere Rücksäcke mit den Trägern zurück und gingen nur mit Kamera und 1 Flasche Wasser bis zu den Tieren. Die 1 Std. bei den Tieren ist wie im Flug vergangen. Dann ging es auf gleichem Wege zurück zum Ausgangspunkt.

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Finden Sie hier ein tolles Video von Danielas Gorilla Trekking:


Nina:
Gegen 04:30 Uhr wurden wir von unserem Hotel abgeholt und sind von Kigali Richtung Musanze gefahren. Im Park Headquater in Kinigi haben sich dann schließlich alle Teilnehmer und Ranger gegen 7:00 Uhr morgens versammelt. Während die Ranger die verschiedenen Gorilla-Gruppen verlosten konnten die Teilnehmer nocFullSizeRenderh einen Tee und eine kleine Tanzvorführung genießen. Anschließend wurden die Gruppen eingeteilt. Es ist auch in Ruanda so geregelt, dass in jeder Gruppe maximal nur 8 Teilnehmer sein dürfen. Insgesamt gab es 10 Gruppen. Bevor es los ging gab es eine kurze Einführung mit dem Ranger. Wir hatten sehr viel Glück bei dem Losverfahren. Wir bekamen die Sabyinyo Gruppe. Ich würde mal sagen, dass war der Hauptgewinn. Denn die Sabyinyo Gruppe besitzt 3 Silberrücken. Darunter der größte und älteste Silberrücken Ruanda’s. Zum Ausgangspunkt sind wir mit dem Auto ca. 30 Min. gefahren. Dann ging es los:  der Ranger vor weg, dann wir (8 Personen) und hinter uns liefen die Träger.  Nach 1,5 Std. quer durch den Dschungel. (teilweise auch recht steil) blieben die Träger mit unseren Rucksäcken zurück. Mit Kamera und einer Wasserflasche liefen wir das letzte Stück. Jede Gruppe darf nur eine Stunde bei den Gorillas bleiben. Natürlich vergeht diese Stunde viel zu schnell. Auf dem gleichen Weg ging es wieder zurück.

 

3. Warum war das Gorilla Trekking für euch so beeindruckend?

Daniela: Im Vorfeld wird man darauf hingewiesen, dass man 7 Meter Mindestabstand zu den Tieren halten soll. Das hat nur noch keiner den Gorillas erzählt. Die kamen zum Teil bis auf 2 Meter an uns ran. Da bleibt einem wirklich der Atem weg. Man findet eigentlich kaum Worte um zu beschreiben wie beeindruckend es ist diese Tiere in „ihrem“ Wald, beim Fressen, sich lausen, schlafen und klettern zu beobachten. Wir konnten sogar ein Weibchen dabei beobachten wie sie ihr junges stillt und als einer der jüngeren Männchen mir direkt gegenüber saß und mir in die Augen geschaut hat, kamen wir wirklich die Tränen. Dieses Erlebnis ist kaum in Worte zu fassen und wir brauchten alle den restlichen Tag um diesen „Film“ und all die Eindrücke zu sortieren und zu ordnen.

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Sehr beeindruckend fand ich auch, dass wir alle Mitglieder der Gorilla Familie im Nachhinein noch wiedererkennen konnten. Das individuelle Aussehen der Gorillas ist fast so ausgeprägt wie bei Menschen. Man erinnert sich an die Gesichter…bis heute.

Nina: Die ganze Atmosphäre vor Ort ist schon unbeschreiblich. Die Spannung baut sich auf und dann das unbeschreibliche Gefühl den ersten Gorilla durch die Blätter zu sehen! Aufregung, Unsicherheit, Staunen und Herzklopfen in den ersten Sekunden. Ein Silberrücken lief uns mit ein paar Schritten entgegen und klopfte sich auf die Brust. Stille…der Ranger lachte uns an und meinte, alles sei gut. Der Gorilla setze sich in unsere Nähe und wir konnten an einer kleinen Lichtung erstmal richtig ankommen – unter Beobachtung des Silberrückens. Da standen wir – mitten zwischen den Tieren, in deren Heim und das Gefühl ändert sich schlagartig von absoluter Aufregung in Faszination und Wohlbefinden. Die kleinen Tiere spielten und fielen von den Bäumen die älteren Gorillas beobachteten und aßen Ihre Blätter.

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  1. 4. Gab es neben den Berggorillas noch weitere IMG_3760Tiere zu sehen?

Daniela: Uganda bietet alles und bald hoffentlich auch wieder Nashörner freilebend in den Nationalparks. Das Ziwa Rhino Sanctuary ist auf einem guten Weg dorthin. Seit 2002 arbeitet man in diesem Schutzgebiet daran wieder Nashörner in Uganda anzusiedeln. Zurzeit leben dort 14 Tiere. 6 Tiere wurden dorthin gebracht und 8 bereits dort geboren.

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Nina: Im Akagera Nationalpark wird es ganz bald die „Big Five“ geben. Der Park ist auf einem sehr guten Weg. Letztes Jahr sind 8 Löwen angekommen. Leider waren diese bei meinem Game Drive recht scheu und haben sich noch nicht gezeigt.

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  1. Was hat euch am Reiseland Uganda bzw. Ruanda überrascht?

Daniela: Uganda ist wirklich noch grüner als ich es je eIMG_5286rwartet hätte und die Menschen so wahnsinnig herzlich und offen. Anders als in Ländern im südlichen Afrika wie Namibia und Botswana, leben in Uganda überall im Land mehr Menschen. Sie leben dichter an den Nationalparks und im Einklang mit diesen. Man sieht immer Menschen und Leben entlang der Straßen. Das kenne ich aus anderen afrikanischen Ländern nicht so.

Nina: Ruanda ist ein absolut grünes Land. Vor allem unheimlich sauber! Plastiktüten sind verboten. Man hat das Gefühl, als ob alle helfen das Land sauber zu halten. Anscheinend gibt es auch einmal im Monat einen Putztag für alle. Dies hat mich doch wirklich positiv überrascht und begeistert. Nach der tragischen Geschichte des Landes hat man wirklich das Gefühl, es geht vorwärts. Die Menschen sind herzlich und sehr freundlich.

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  1. Was ist euer Tipp?

Daniela: Das Gorilla Trekking muss man sicher nicht mehr erwähnen: das ist einfach das Highlight auf jeder Uganda Reise.  Was mich aber wirklich überrascht hat, war der Murchison Falls Nationalpark. Der Weg dorthin ist zwar lang aber es lohnt sich. Ich habe diesen Park nicht so vielfältig und artenreich erwartet. Manchmal fühlte ich mich an die Masai Mara erinnert und dann war es ein paar Kilometer weiter doch wieder ganz anders. Wir haben Unmengen an Giraffen, Elefanten, Hippos, Garzellen und verschiedensten Antilopen gesehen. Der Leopard blieb uns verwehrt aber man kann nicht alles haben. :)

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Nina: Ich muss nochmals betonen, dass das Gorilla Trekking wohl eines der schönsten Reise-Erlebnisse war! Nach meiner Weltreise und unzähligen Reisen war ich anfangs doch recht erstaunt, dass mich so ein kleines Land in Ostafrika mit seinen „Gorillas“ so extrem begeistert und ich auch im Nachhinein immer noch eine Gänsehaut bekomme, sobald ich nur an dieses Erlebnis denke! Mein Tipp: wenn nicht jetzt wann dann – auf zu den Gorillas!

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