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Zauberhaftes Indien

 

Im Expresszug nach Mysore
         Am Bahnhof von Bangalore

Die Zeit vergeht buchstäblich (wie) im Flug, nach gefühlten 3 oder 4 Stunden – die anderen 3 bis 4 Stunden waren Schlaf – sind die Lichter von Bangalore in Sicht. Ganz schnell geht die Einreise mit E Visum und die warme indische Nacht sagt ‘Welcome to India’. Es ist der 1. März und um 3 Uhr morgens sind es 28 Grad. Nach kurzer Erfrischung im Hotel fahre ich zum Bahnhof von Bangalore. Der Express nach Mysore geht um 13 Uhr. Noch Zeit für einen Chai (süßen indischen Milchtee) und zum Erleben des bunten Treibens am Bahnhof. Erste Bekanntschaften am Bahnsteig, auch sie wollen nach Mysore. Dann läuft ein Zug nach Mysore ein, überraschend leer sind die Abteile, wir steigen ein, dann fährt der Zug langsam los und gleichzeitig kommt die Parole auf, dass wir im falschen Zug sitzen. Gepäck geschnappt und aus dem fahrenden Zug gesprungen – es war der normale Zug nach Mysore, der die doppelte Zeit benötigt. Bahnsteigwechsel und dann im richtigen Zug, der auch sofort abfährt – uff, das war knapp!L1020199

 

Mysore – Mysuru

Eine angenehme Zugfahrt dorthin, gut durchlüftet, keine Fensterscheiben und kein AC, und Platz genug, genauso will ich es. Tropische Landschaft zieht vorbei, Palmen, Reisfelder, viel Grün, Flüsse, bunte Dörfer – schöne Bilder einer exotischen Welt. Dann der Bahnhof von Mysore, Hektik, viele Menschen, die einen einfach mitziehen. Ein Tuc Tuc und dann das Hotel, das war easy!

Die Maharaja-Stadt ist angenehm, sie ist berühmt für Ihre Saris, die vielen Tempel, den Nandi Bull oben auf dem Berg hoch über der Stadt… über 40 Paläste, bunte Märkte, pittoreske Bilder beim Bummel durch die Straßen, kaum Touristen und sehr freundliche, niemals aufdringliche Einheimische – ein super Einstieg in eine ganz andere Welt.

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             Nandi Bull, Mysore Hill

Nicht weit entfernt liegen die großen Nationalparks Bandipur, Nagarhole (auch Rajiv Gandhi NP) und Mudumalai, die zusammen das größte Schutzgebiet Südindiens bilden, das Nilgiri Biosphärenreservat.

Lohnenswerte Ausflüge führen nach Somnathpur mit seinen filigranen Hoysala Tempeln und nach Srirangapatna, dem Fort auf einer Insel im Cauveri Fluss.


Hassan, Belur und Halebid

Nur 3 Busstunden von Mysore entfernt liegt Hassan, eine eigentlich uninteressante Stadt, aber guter Ausgangspunkt für die Besichtigungen von Belur und Halebid.

 

Pani Puri

Gobi und Pani Puri  *  Nach der Schule

Was sehen wir hier? Mädels bei der Mittagspause. Was essen sie? Vorne rechts: Puri Pani, das sind leckere Blätterteigkörbchen gefüllt mit Gemüse und Chilisauce, vorne links: Gobi, das ist frittierter Blumenkohl in roter Currypaste, hinten verschiedene Gemüse mit Dal – alles sehr lecker, und gut durch!

Belur

Tempelbesuch in Belur

In Belur und Halebid gibt es immer wieder nette Begegnungen – und das mit dem Fotografieren mögen manche – aber nicht alle.

Hier gab es erst Aufregung und Diskussionen, es wurde gestikuliert, dabei aber gelacht und im Nachhinein waren alle aber sehr angetan !
Von Hassan bin ich abends mit dem Bummelzug nach Arsikeri, das waren nur 100 km. Dann hieß es auf den Nachtzug warten, 4 Stunden am Bahnhof, dann kam der Zug um 2 Uhr, er war bestimmt 1 km lang. In der kurzen Haltezeit schaffte ich es nicht bis zu meinem gebuchten Abteil und stieg einfach ein. Erst beim nächsten Halt lief ich den ganzen Zug entlang und schaffte es gerade beim Abfahren in den Wagen SV7, der ganz vorne hinter der Lok hing. Mein ‘Bett’ war nach ein paar Diskussionen dann frei und ich habe herrlich geschlafen bei den beruhigenden Zuggeräuschen….

Bis die Hijras kamen. Lautes Klatschen weckte mich, dann sah ich meine indischen ‘Bettnachbarn’ hektisch aufstehen, in ihren Taschen wühlen und dabei Rupienscheine herauskramen. Immer wieder lautes, rythmisches Klatschen, aber keine Textansage. Bei unserem Abteil bleibt eine/r stumm stehen, klatscht 2-3 mal schnell hintereinander, sieht jeden eindringlich an und hält dann die Hand auf. Alle geben was und schauen dabei fast ängstlich, sicher aber respektvoll. Ich bin der einzige, den sie/er nicht einmal zur Kenntnis nimmt, und schon ist die Hijra verschwunden… Alle atmen auf und als ich frage, was denn los sei, bekomme ich nur ungefähre Antworten wie ‘ große Zauberkräfte’ oder ‘sie können uns verwünschen’, wenn wir nichts geben.

Hijra, das dritte Geschlecht

Hijra, das dritte Geschlecht

 

Zug nach Goa

Im Zug nach Hampi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgens dann gab es Chai und Frühstück beim Halt in Hubli und auch im Zug, wo fliegende Chai-, Kaffee-, Samosa- und Pokhara- Verkäufer herumwirbelten.

Hampi

.. gegen Mittag lief der Zug in Hosapete/Hospet ein. Noch 15 km mit dem Tuc Tuc, dann war ich am ersten großen Ziel meiner Indien Reise. Hampi ist eine der schönsten und auch wichtigsten archäologischen Stätten Indiens, die historischen Gebäude sind über viele km² verstreut, es dauert tage, um alles zu entdecken. Und mitten durch die riesige Freiluftarena fließt der Tungabadra. Und noch was: Hampi = no alcohol + pure veg

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Blick auf Hampi Bazaar

 

 

 

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Am Tungabadra

Nach diesen esoterischen Tagen freute ich mich auch auf das Meer und nahm den Zug von Hopset nach Margao, ich ergatterte den letzten Platz im Zug, der nur ein- oder zweimal in der Woche fährt. Diesmal eine wunderschöne Tagesfahrt von der kargen Hochebene des Dekkhan hinunter ins tropische Goa.

Baga1973

Baga 1973

Weiter geht es über Mumbai nach Indore, dann nach Ujain und zum heiligen Fluss Narmada in Madya Pradesh, ins zauberhafte Maheswar – davon später!

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