panorama

Das Beste in Mittelamerika

Mittelamerika 23.02 – 21.03.2016
Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama.

Beate und Jurek, ca 60 J., verreist mit befreundetem Paar.

Wir haben eine Gruppenreise gebucht – zum zweiten Mal mit Take Off (davor Vietnam, Kambodscha).
Alles nachgelesen, im Internet geschaut, Hotels gecheckt, Strecke “durchgefahren”.
Einiges stand uns bevor: 7 Länder, 4 Wochen mit einer Gruppe fremder Menschen, ca 5000 Kilometer über Land und Wasser mit Bussen und Booten (und ein kurzer Flug), 20 Hotels, mehrere Guides.
Das Essen gehört im Urlaub auch zu den Erlebnissen. Der Reiseablauf hat nur Frühstück vorgesehen, also hat Jurek für alle Städte der Reise Restaurants ausgesucht – interessant und gut erreichbar. Mit dieser Liste haben wir uns gegen den Hunger gut gewappnet gefühlt, und manchen aus der Gruppe hat es auch sehr gefallen. „Wir müssen uns nur an Jurek halten“. Entscheidungen für die Abende sind dann meistens schon im Bus gefallen.
In Mexiko waren wir schon vor 5 Jahren, aber wir haben uns trotzdem für die lange Variante entschieden. Wir wollten von Anfang an mit der Gruppe reisen, und vieles im Programm war für uns neu.
Wir waren etwas erschrocken über die ersten Tage. Viele große Sachen standen auf dem Plan, die mit 300-400 km verbunden waren. Da war eben Ruhen im Bus angesagt. Aber später war alle Mühe vergessen. Nur die Eindrücke sind geblieben.
Augustin – Guide in Mexiko – hat viel über sein Land erzählt. Dabei sind uns immer Informationen über Land und Leute wichtiger, als Daten (die kann man später überall nachlesen). So haben wir z.B. erfahren:
– ein betrunkener Fahrer geht stundenweise ins Gefängnis. Familie kann über Internet erfahren, dass Vater im Gefängnis sitzt und muss sich keine Sorgen machen. Führerschein wird nicht entzogen, denn “Führerschein hat nichts gemacht”. 60% der Unfälle passieren nach Alkohol.
– Mexiko plagen drei große Probleme: Kinder sind die dicksten auf der Welt (ungesunde, moderne Ernährung), schlechte Bildung und hohe Korruption.
– die drei wichtigsten Sachen für den Mexikaner sind: Mais, Coca Cola (150 Liter /Pers./Jahr) und Madonna von Guadeloupe (Mutter der Mexikaner).
– “Hund” ist das schlimmste Beleidigungswort
Das Wissen über das Leben der Mayas beruht nur auf Vermutungen, denn es gibt zu wenig klare Beweise, Spuren, Bilder, Hieroglyphen. Die Orte, Gebäude, Bau und Form sind da. Den Rest kann man nur interpretieren. Dennoch sind sie alle faszinierend.
In Chichen Itza waren wir früh, es war noch angenehme Temperatur (und Wind) und noch nicht sehr voll. Wir hatten sie mit unerträglicher Hitze in Erinnerung, damals haben wir die Cenote und den Kriegerpalast nicht mehr gesehen – das haben wir jetzt aufgeholt. Dafür hat damals Jenifer Lopez auf der Pyramide ein Video aufgenommen – das war ein Extra!!! Aber ohne J.Lo war es jetzt auch toll.
19892389

Uxmal – alles schon bekannt und doch neu erlebt. Diesmal ist Jurek mit mir auf die Große Pyramide und konnte selbst von oben sehen, was ich damals fotografiert habe.
Palenque hat uns sehr gefallen – großflächig, Pyramide zu besteigen, Riesenpflanzen.Das Land (wie auch Guatemala) ist sehr schmutzig, an den Straßen entlang liegen Unmengen Müll. Wir haben gesehen, wie ein Fahrer aus dem Kofferraum einen Kanister direkt in den Graben geworfen hat, und einen zweiten gleich hinterher. Es ist wohl leichter Müll zu werfen , wenn es rundum schmutzig ist.

Es geht von Mexico nach Guatemala…

Augustin hat uns schon auf den Grenzfluss vorbereitet: es ist sehr steil, manchmal rutschig, es gibt genug Kofferträger, wir sollen die Hilfe annehmen, bevor einer rutscht und sich verletzt. Oh ja, das haben wir auch so gemacht und es war gut so.
Wir sind in zwei Boote eingestiegen, samt Koffer. Nach ca 30 Minuten Flussfahrt, wurde eine Stelle am Ufer angesteuert – mit nichts als einem Berg Müll, einer jungen Frau (sitzend auf einem Stein) und etwas weiter paar Männer. Kein Steg, kein Weg, kein Zeichen, dass hier irgendwo Leben ist. Es war unsere neue Reiseleiterin Laura. Koffer wurden gleich von den Männern geschnappt und auf die Anhöhe zu unserem neuen Bus getragen. Gut so, denn es war hier auch sehr steil, steinig, sandig und uneben. Mit Bus sind wir dann paar Hundert Meter zum Grenzpunkt gefahren – ein Häuschen, mit Hof, wo sich Schweine gesuhlt und Hühner gegackert haben – da haben wir unsere Einreisestempel bekommen. Nun waren wir in Guatemala.
03282521

Guatemala
In Flores – eine Insel in der Stadt – haben wir in einem schönen kolonialen Hotel, direkt am See, gewohnt. Am Wochenende haben Einheimische gefeiert und viel Essen und Leckereien angeboten. Wir haben sogar einen Sonnenuntergang (Take Off hat versprochen) genossen.
Dort haben wir ein gutes Lokal gefunden, mit einem deutschen Wirt – ein sehr sympathischer junger Mann. Bei ihm haben wir guatemaltekische Sorgenpuppen kennengelernt. Es sind kleine Stoffpüppchen, 6-7 cm, die man unter Kissen legt, wenn man Sorgen hat – und dann sind die Sorgen weg. Irgendwie war es nett und rührend. Wir haben später solche Puppen als Mitbringsel für Freunde gekauft.
Tikal – eine Mayastätte, hat uns wohl am besten von allen gefallen. Laura hat uns auch über einen Weg im Dschungel geführt, mit grünem Dickicht, überdimensionalen Wurzeln – gewaltig!! Da ist ein unserer besten Urlaubsbilder entstanden.
0659

Ein super Erlebnis war Rio Dulce. In Livingston sind uns mehr als die “etwas anderen” Bewohner, eher die Brücken und Boote voller Vögel in Erinnerung geblieben. Und sogar eine Wasserkuh hat sich gezeigt – seltene Erscheinung.
Aber genial war die Übernachtung auf einer Insel im Hotel Catamaran Island! Wir haben in Stelzenhütten im Wasser gewohnt (sehr einfache Ausstattung), mit Fensterwand zum See. Diese haben wir dann nachts nicht zugezogen – da konnte uns ja keiner reinschauen. Morgens (um 5 Uhr?) bin ich aufgewacht und habe den bevorstehenden Sonnenaufgang gesehen. Ich bin aus dem Bett gesprungen! Raus auf die Veranda! Und da habe ich einen Reiher erschreckt, der wohl bei uns frühstücken wollte. Er flatterte weg, aber hat uns in Eile seinen Fisch gelassen. Ich habe Jurek geweckt “Komm! Es ist so toll!” Wir haben schnell etwas über die Nachtklamotten angezogen, lange auf der Veranda gesessen und die aufwachende Welt beobachtet, Fischer, Sonne, Reiher… Es war einfach unvergesslich!!
0344

Das Hotel bietet eine Spezialität – Fischsuppe. Mit Garnelen und anderem Wasserzeug und gebratenem ganzen Fisch. Super!!
Unterwegs mussten wir mal bei den Bananenplantagen anhalten. “Bananen kommen!”. Eine Schranke hält den Verkehr an, wenn die Bananendolden (wachsen verpackt mit blauen Tüten, zum Schutz und gegen Schädlinge) von der Plantage zu Packerei fahren. Und wir kaufen sie später bei Rewe.
3025

1-Tages Abstecher nach Honduras.
Copan – eine Mayastätte, war sehr interessant, als extra-Farbtupfer waren -zig freifliegende Aras da.
Abends wollten wir zum Essen zu Nia Lola – das hat Jurek gefunden und wurde uns vor Ort empfohlen. Laura hat uns den Weg erklärt: „Ganz einfach, schaut nur nach Weihnachten“. Wir sind los und haben wirklich schnell vom weiten schon „Weihnachten“ gesehen – voll beleuchtet, mit verschiedenen Lämpchen, kitschig an der Schmerzgrenze und so toll!! Wir haben super gegessen und Kellnerinnen haben Flaschen und Teller auf dem Kopf getragen.
Haha!! Pissoir war mir Eiswasser und Limetten gefüllt. Ich habe es entdeckt, danach sind alle hin – das musste man sehen! Und unsere Herren haben sich sogar vornehm erleichtert.
05830590

Zurück in Guatemala:

abends sind wir in Guatemala City im Hotel angekommen, nachdem wir eine Stunde für den Stau in der Stadt gebraucht haben. Katastrophe!
Laura geht, Jola kommt – Guide-Wechsel.
Mit Jola haben wir Chichicastenango besucht – ein Markt voller Farben, Tücher, Kinder am Rücken und Lasten auf dem Kopf.
3440

– Atitlansee – ein See mit zwei Vulkanen, sowie eine kleine Stadt. Interessante Umgebung und dazu 2 Nächte in einer schönen Anlage im Zentrum.
panorama3638

– Santiago Atitlan – ein Dorf von Tsutujil Maya, wo wir mit einem Pickup gefahren wurden.

– Antigua – mit vielen Spuren vom Erdbeben 19.Jh. In einem Jadewerk haben wir verschiedene Jade-Steine gesehen. Und Jurek hat gleich eine schöne Kette für mich entdeckt. Ach, was soll`s? Wie heißt es? Im Urlaub hat Essen keine Kalorien und Geld keinen Wert. Aber eine Zierde für meinen Hals bleibt.

Dann haben wir die Pazifikküste erreicht, wo wir in Monterrico übernachtet haben. Nachmittag war frei – den haben wir mit Faulenzen in den Hängematten und am Pool, Spaziergängen am Strand verbracht. Riesige tosende Wellen haben uns vom Meer ferngehalten – ich glaube das hätte keiner überlebt. Dazu habe ich einen Hai entlang der Welle gesehen. Wow!! Ich habe noch nie einen Hai gesehen!
Um 18:00 haben wir uns fast alle, ohne Absprache, zum Sonnenuntergang (Take Off hat versprochen) am Strand getroffen.
Nächster Tag, sehr! frühes Aufstehen – 4:30, Frühstück extra für uns und los …
Zuerst sollten wir mit einer Fähre fahren und dabei Natur bei Sonnenaufgang beobachten. Voller Vorfreude sind wir am Fluss angekommen, wo reihenweise kleine flache “Boote” standen, mit vorgezogenen Brettern zum Auffahren… Und unser Bus direkt davor. Wir werden wohl nicht darauf fahren???! Oooo, doch, wir sind darauf gefahren. Und noch ein PKW. Die Fähre war nur etwas größer als unser Bus, wir sind drin geblieben, konnten nur Fenster öffnen. Ok, war auch schön, Sonnenaufgang, Fischer, Vögel.
Am Ziel war unser Bus zu schwer um rückwärts über die Bretter raus zufahren. Also mussten wir den Bus verlassen. Wie denn???!! Wir haben uns an den offenen Fenstern festgehalten und sind über Bootskante zum Ufer raus. Es war lustig.
0755

In El Salvador hatten wir zwei Übernachtungen.
Kurzer Besuch in Santa Ana hat länger gedauert, als uns lieb war. Wir haben das Zentrum besucht und der Fahrer sollte in ca. 20 Minuten wiederkommen (es war schwierig zu parken, er sollte etwas rumfahren). Wir sind zum Treffpunkt gekommen – kein Bus, wir haben in den umliegenden Straßen gesucht – kein Bus. Telefoniert – keine Verbindung. Jola hat pausierende Polizisten angesprochen, Bus Nummer durchgegeben – keine Spur. Und drin war alles! Unser Gepäck, teilweise Handgepäck, einige Pässe… Wir haben schon an Überfall, Entführung gedacht. Ein Bus voll mit Touristengepäck war sicher für den einen oder anderen interessant. Und der Busfahrer war immer sehr zuverlässig. Es hat über eine Stunde gedauert, dann ist der Bus – ufff! – gekommen. Der Fahrer hat Seile gekauft und unsere lockeren Koffer (wir haben die Gefahr des Rutschens kritisiert) befestigt und dabei die Zeit vergessen. Egal – er war da!!! Und unsere Sachen auch.

Die „Pompeji der Maya“ – Joya de Ceren – vom Vulkan überschüttet, war leider geschlossen. Schade – die Beschreibung war sehr interessant.
Dafür haben wir einen schönen Spaziergang mit Jola in Suchitoto gemacht. Die Stadt liegt am See und viele Häuser sind mit Stempel mit dem Nationalvogel Motmot (Guardabarranco) und Text „Dieses Haus ist frei von Gewalt gegen Frauen“ versehen.
4344

Am nächsten Tag sind wir nach Morazan – die „Strasse des Friedens“ gefahren.
Über einen engen wilden Weg haben wir die Unterkunft „Perquin Lenca“erreicht. Es waren kleine Holzhütten, sehr einfach, teilweise ohne Wege, aber vergessen kann man sie auch nicht.

Morazan ist geprägt von der Geschichte des Krieges in den neunziger Jahren. Als wir da waren… jaaa… da haben doch mal Medien über einen Krieg in El Salvador gemeldet… Es war so weit weg, wurde schnell vergessen.
Hier ist der Geist des Todes wach. Ein Freilichtmuseum, unterirdische Räume, Berichte – sogar deutsche Zeitungsartikel. Wir haben auch den alten Radiosender „Venceremos“ gesehen. Dann sind wir weiter zum Dorf, wo Soldaten alle Bewohner hingerichtet haben, sogar 146 kleine Kinder. Alles war sehr bedrückend. Krieg kann nie ein schönes Urlaubserlebnis werden. Aber der örtliche Begleiter, ein Veteran, hat uns zum Ende – es war am 8.03, Weltfrauentag – paar Lieder (mit Gitarre) gesungen. Das war sehr netter Abschluss.
4474

Es geht weiter von El Salvador nach Nicaragua…
Wir mussten schon sehr früh aufstehen, um 4 Uhr. In voller Dunkelheit, mit Taschenlampen, sind wir (ohne Wege) von der Hütte etwas hoch getappt – zu einer Veranda, wo wir frühstücken sollten. Kaffeekanne, Plastikbecher und Lunchpakete waren schon da. Gegessen wurde im Stehen und Sitzen “wo Platz war”. Zu uns hat sich noch eine Riesenkröte gesellt und wir haben überlegt, ob es diese zum Abschlecken wäre. Denn es gibt eine giftige Kröte, die von manchen wg. Rauscheffekt geleckt wird. Ok, erst essen, dann Vergnügen… haha.
5:30 weiterfahrt bis zur Bucht Golfo de Fonseca. Jetzt könnten wir ins Boot… wenn nur Wasser da wäre. Es war Ebbe und man hat uns zum Wasser gekarrt, jeweils 6 Mann auf einen Wagen, mit 2-Mann-Antrieb (Zug und Schub). 12 Personen in 2 Wagen, Koffer im dritten. Und einer von uns ist geblieben – kein Problem, der wurde auf Benzinfässer (für Boote) platziert. So sind wir, mit 4 Karren, vieeeele! Meter zum Wasser vorgekommen. Umgestiegen, Koffer verladen und los Richtung Nicaragua.
12694572

Die Bootfahrt dauerte 3 Stunden. Und irgendwann haben wir einen Mast gesehen – dort war unser Ziel.
Haha – und neuer Teil des Abenteuers. Das Boot hat vor einem wilden Strand im Wasser gehalten. Braune Brühe um uns rum, Millionen kleine Quallen… Daneben ein morscher Holzsteg – unbrauchbar. Und jetzt? Sollen wir ins Wasser springen? Ja!! Genau das. Also Schuhe aus, Hosen hoch und raus in die “Suppe mit Tapioka”. Über den heißen Sand sind wir … sehr leichtfüßig… zum Schatten gesprungen (Alter war schnell vergessen…) Die Bootsmänner haben uns die Koffer nachgeschleppt. Nachdem wir uns etwas gerichtet haben (Sand ab, Schuhe an, Frisur sitzt…), haben wir unsere Koffer weiter (200m?) durch Sand, Staub und zwischen Ziegen zum Grenzpunkt gezogen. Nun waren wir in Nicaragua.

Nicaragua war für uns eine Überraschung. Es war überall sehr sauber und gepflegt. Nicht mal an den Straßen lag Müll. Das Land hat in letzten 10 Jahren einen großen Entwicklungsschub erlebt.
Ner war unser neuer Guide. Ein Mann, dem man bei jedem Satz seinen Stolz auf sein Land merken konnte. Deswegen haben wir ihm auch viele der guten Beobachtungen mitgeteilt, was ihn sichtlich gefreut hat.
Leon – schöne Stadt. Wir waren auf dem Dach der Katedrale. Dort darf man nur barfuß! zwischen den Türmchen und Kuppeln (diese darf man nicht betreten) über die blütenweiße irgendwie irreale Dachfläche gehen und die Aussicht mit dem Momotombo Vulkan bewundern.
1658

Granada – „die große Sultana“ (Rosine) – ist in Nicaragua ein Symbol von Reichtum. Abends tanzt in der Fußgängerzone eine überdimensionale Puppe – symbolisch für den früheren Freiheitskampf der Indios.
Hier sind wir auch mit Pferdekutschen zum Wasser gefahren und haben mit dem Boot eine Tour zu den Isletas (350 kleine Inseln) gemacht. Dabei haben sie nicht nur Fotografen erfreut: pure Natur, Vögel, Nester, Affen, Blumen, Schildkröten, sogar ein Kaiman.
52085952

Auf der Panamericana (von Alaska bis Argentinien) haben wir auf dem Weg nach Costa Rica viele Ochsenkarawanen gesehen. Es waren unzählige bunt geschmückte Wagen, die in der Vorosterwoche von allen Seiten nach Popojoapa pilgern. Sie gehen 2-3 Tage, schlafen an den Seiten.

Costa Rica
Für die Tage standen uns Ulf (aus Österreich) und Fahrer Jorge (Chorche) zur Seite. Jorge muss man in Erinnerung behalten, weil er nicht nur Fahrer am Steuer war, sondern auch halber Organisator und Begleiter. Immer gut gelaunt, hat telefoniert, erledigt, war bei allen Ausflügen mit dabei – hat immer Schlusslicht gemacht, damit keiner von uns hinten verloren geht. Ulf und Jorge waren ein tolles Gespann – und wir haben davon nur profitiert.
Das Land ist das sauberste von allen dort. Sogar die Straßengräben sind geharkt.
Es hat uns mit Regen und dazwischen mit einem gewaltigen Regenbogen gegrüßt.
Im Hotel Arenal Montequiari – wunderschöne Anlage mit Logdes und eigenem Faultier – durften wir 2 Nächte bleiben!! Ich habe morgens auf der Veranda gesessen und den fremden Geräuschen zugehört. Doch einen dicken Tausendfüßler neben unserem Bett musste Jurek in die Botanik ausquartieren. Wir hier – Getier dort.
16965774

Costa Rica – das ist „nur“ Natur, aber großgeschrieben. Wir haben zig-Kilometer Wanderungen gemacht. Zu Lavafeld am Vulkan und See Arenal und zu Hängebrücken (extra Angebot).

In Sarapiqui haben wir auf einer Farm gewohnt. Da sind wir im „hauseigenem“ Regenwald gewandert und haben eine Kakaotour gemacht – wo wir den Weg vom Baum zur Leckerei kennengelernt haben und mitgestalten durften. Ich habe fleißig die Bohnen auf dem Stein gemahlen.

1939

Eine Bootstour auf dem Rio Sarapiqui war bei all der Aktivität schon richtig entspannend.
Zuletzt haben wir im Cahuita Nationalpark, am Karibischen Meer, einen Küstenweg, mit bunten Krabben, Affen, Schmetterlingen, Blattschneideameisen und tollen Pflanzen erwandert.

Am Meer haben in einem etwas heruntergekommenen Hotel gewohnt, im Holzblock mit 6 Zimmern. Sie waren klein und dunkel (rundum war Dschungel) und die Türen haben dicke Schlitze gehabt. Rundum waren Spinnen und mehrere neongrün-schwarze Frösche (sehr giftig, Indianer haben das Gift für Pfeile genutzt). O…o… da habe ich erst mal das Bett inspiziert und die Schuhe auf den Tisch gestellt… Ich wollte nicht nachts im Dunklen einem „Gast“ begegnen. Jurek hat sogar ein Opossum am Baum neben unserem Balkon gesehen.
Wow – das waren schon tolle Entdeckungen. Unvergesslich. Das gibt es in Holiday Inn nicht.

(Anmerkung von TAKE OFF: Die Unterbringung in diesem Hotel war wegen hochsaisonbedingter Überbuchung des eigentlich geplanten Gruppenhotels notwendig. Es wurde von TAKE OFF eine anteilige Erstattung geleistet.)
0647

Endspurt: Panama
Bei Sixaola haben wir Ulf und Jorge verabschiedet und sind zu Fuß über die Grenzbrücke gegangen.
Ein Boot hat uns über die Bucht zu Bocas del Toro gebracht, wo wir auf der Insel Colon untergebracht wurden. Von hier sind wir wieder aufs Wasser – zu einer Lagune, wo wir im kristallklarem Wasser schwimmen und schnorcheln konnten. Es war genial!!!!

62091815

Danach ging es zu einer Insel am Karibischen Meer, zum Strand.
Am nächsten Tag sind wir von Colon nach Panama City geflogen.
Hier standen uns verschiedene Angebote zur Wahl, für den vorletzten Tag: Panama Kanal (ganz, oder teilweise) oder Embera Indios. Oder einfach frei machen.
Wir haben die Indios besucht. Es war ein sehr eindrucksvoller Tag. Die Emberas leben traditionell, ohne Strom und Wasser. Ihre Lebensart zeigen sie den Touristen – davon leben sie, nachdem der Staat das Jagen und Abholzen eingeschränkt und verboten hat.

Anschließend haben wir uns in der Altstadt raussetzten lassen und sind fast 4 Kilometer zu Fuß zum Hotel gelaufen, mit immer wieder neuer Perspektive auf die Skyline. Es war einfach schön.
1872

Am letzten Tag haben wir die Stadt besichtigt, Panama Kanal – die Schleusen, dann Altstadt, zuletzt die Ruinen vom alten Panama.
Abends Abflug nach Hause. Eigentlich sehr schade…
Die Reise geht zu Ende… 4 Wochen sind so schnell vergangen, dass wir eigentlich weiterfahren könnten. Von Müdigkeit keine Spur, es war nie langweilig.
Schade, dass man nicht alles erzählen kann – das würde den Rahmen sprengen.
Die Unterbringungen waren verschieden. Aber sind wir mal ehrlich: moderne Komforthotels gibt es auf der ganzen Welt, sie sind super bequem, glänzen und… hinterlassen keinen Eindruck. Diese lokal-kolonial-im Dschungel-Unterkünfte bleiben in Erinnerung, auch wenn sie oft einfacher, kleiner, oder etwas abgewohnt sind.

Eins möchte ich noch erwähnen: Kinderarbeit. Für uns unvorstellbar (bis auf kleine Taschengeldtätigkeiten), für unsere Kinder noch weniger – dort die normalste Sache der Welt. Morgens Schule, nachmittags Nüsse verkaufen. Oder morgens an Touristen Taschen anbieten, nachmittags lernen. Sogar beim Koffertragen haben Jugendliche geholfen.
Aber man sollte unsere moralischen Bedenken ablegen: Das Leben dort können wir nicht verändern. Diese Kinder tragen so zum Familieneinkommen bei und davon profitiert am Ende die ganze Familie. Es ist eben eine andere Welt und ein anderes Leben.
Einen tollen Urlaub haben wir mit unruhigem Flug beendet.
Nachts waren sehr starke Turbulenzen. Ich habe zeitweise Angst gehabt und Jurek an der Hand gehalten (als ob das was helfen würde…).
Sogar der Pilot hat angesagt: „Wir haben recht starke Turbulenzen, aber machen Sie sich keine Sorgen, das Flugzeug ist stabil genug gebaut um solche Erschütterungen auszuhalten“.
Acha… dann hoffen wir, dass er Recht hat.
Wir sind gut gelandet, Koffer angekommen. Es war kalt, brrrr…
Jetzt sortieren wir Bilder, Notizen und Eindrücke und erhalten nach und nach ein klares Bild.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


9 + = zehn

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>