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Kariega Private Game Reserve – auf Safari am Ostkap in Südafrika

 

Auf einer Selbstfahrerrundreise in Südafrika hat unsere Afrika Expertin Daniela im April/Mai 2016 die Gardenroute in Südafrika erkundet. Auch hier kann man auf abenteuerliche Safari im staatlichen Addo Elephant Nationalpark oder einem der zahlreichen privaten Wildreservate gehen. Viele kennen in Südafrika nur den weltberühmten Krüger Nationalpark und fragen sich “Müssen wir den Krüger Park besuchen, wenn wir Tiere sehen wollen?” Die Antwort lautet nein. Wenngleich der Kruger National Park mit seiner riesigen Ausdehnung und seinem immensen Wildbestand natürlich unvergleichlich ist, so kann man auch bei einem Besuch der Garden Route die gesamte Tierwelt Afrikas kennen lernen. Die Safari Parks am Ostkap bieten Vorteile, z.B. sind sie malariafrei, familien- und kinderfreundlich, kleiner und persönlicher und bieten zum Teil alle Big 5.

Eines der größten Reservate ist das Kariega Private Game Reserve (rund 10.000ha). Nach gut 1,5 Std. Fahrt von Port Elizabeth erreicht man das Reservat unweit des indischen Ozeans nahe Kenton on Sea. Hier gibt es  fünf wunderschöne Lodges.

Die neuste und luxuriöse Settlers Drift Lodge im Nordwesten des ReseIMG_6540rvats kann auch per Boot bei einer Fahrt auf dem Bushman River erreichen. Im Südosten erreichen wir nach nur wenigen Kilometern Fahrt durch den Park die Kariega River Lodge direkt am Fluss. Wir wohnen in einer der 10 luxuriösen Suiten abgelegen und ruhig und erreichen unser Domizil mit dem Golfcar.

 

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Nach einer entspannten Mittagspause und einem leckeren, leichten Mittagessen geht es am Nachmittag auf erste Pirschfahrt im offenen Safari Jeep mit unserem Guide Vicky. Noch ganz fasziniert von der satt grünen Landschaft und den schönen Hügeln entdecken wir schon bald einen ersten jungen Elefant im Dickicht.         IMG_6580 Viele weitere Dickhäuter werden uns später noch bei traumhaftem Sonnenuntergang begegnen. Nur kurze Zeit später werden wir angefunkt, dass Löwen gesichtet wurden. Wir kommen in den Genuss ihnen beim Verzehr ihres späten Mittagessens (ein Gnu) zuzusehen. Der Wahnsinn! Die Männer sind schon satt und liegen faul mit dicken Bäuchen im Schatten, über den Rest macht sich gerade noch die Löwin her.

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“Game” – in Sinne von Zebras, Gnus, Antilopen muss von Zeit zu Zeit in diese Parks neu gebracht werden. Man hat hier nicht Herden von 100.000 Zebras und Gnus wie man es vielleicht aus Tansania kennt. Die privaten Wildreservate am Ostkap sind zumeist aus Farmland entstanden oder sind ehemalige Jagdkonzessionen die aufgekauft wurden um Tieren einen neuen, sicheren Lebensraum schaffen zu können. Und wo es Wildkatzen gibt, muss es auch Beute geben, somit reduziert sich der Bestand an “Game” auf natürliche Weise von Zeit zu Zeit. So ist halt der Kreislauf des Lebens.

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Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh. Um 06.45 Uhr wollen wir aufbrechen zur Pirsch. Schnell einen heißen Tee getrunken und dann kann es losgehen. Es war eine Sternenklare Nacht und es soll wieder ein wunderschöner warmer Tag werden aber heute Morgen ist es erstmal kalt… eisig kalt. Alles was an Decken im offenen Fahrzeug zur Verfügung steht wird “angezogen”. Die schlauen Südafrikaner im Auto sind irgendwie besser vorbereitet: Mützen, Handschuhe, mehrere Jacken. Soweit haben wir Europäer nicht gedacht. Klar ist es morgens auf Pirschafahrt immer frisch aber so eisig habe ich es auch noch nicht erlebt. Der Herbst/Winter kommt dann doch in großen Schritten im Mai an der Küste in Südafrika. Als ca. 08:30 Uhr die Sonne dann aber schon hoch am Himmel steht, reicht fast schon wieder ein T-shirt.

IMG_6707 Wir machten uns heute Morgen auf die Suche nach den Nashörnern. Vor allem wollten wir  Mama Thandi und ihr Baby Thembi sehen. Thandi wurde vor gut 3 Jahren bei einem schlimmen Überfall von Wilderern schwer verletzt als ihr Horn gnadenlos abgesägt wurde. Sie war das einzige der betroffenen Nashörner die diesen Überfall überlebte. Mit vereinten Kräften, Spenden und ganz viel freiwilliger Arbeit konnte sie gerettet werden. Diese Rettungsaktion ist einzigartig in der Geschichte Südafrikas und hat große Aufmerksamkeit auch über die Grenzen hinaus gefunden. Auch Nachbarländer wie Botswana oder Zimbabwe haben die Genesung und die getroffenen Maßnahmen während des Heilungprozesses der enorm großen Wunder im Gesicht aufmerksam verfolgt. Weltweit wurde darüber berichtet. Thandis Happy End war dann die Geburt ihres Babys Thembi, welches heute gute 16 Monate alt ist. Leider hatten wir an diesem Morgen kein Glück. Nachts wurden sie gesehen und wir haben auch Spuren entdeckt aber da es ein ordentliches Gewitter in der Nacht gab, vermutete unser Guide, dass Thandi sich da sehr erschreckt hat und das Weite im Busch gesucht hat. Sie ist immernoch seIMG_6587hr scheu. Dennoch haben wir andere Nashörner sehen können.

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Auf unserer letzten Pirschfahrt am Nachmittag wurde wir dann noch Zeuge einer Elefanten Lehrstunde. Zugegeben ich habe schon wahnsinnig viele Elefanten in Afrika in freier Wildbahn gesehen. Es gibt kaum etwas schöneres als diese Tiere zu beobachten: wie sie trinken und sich mit Sand und Staub bewerfen, wie sie kämpfen oder spielen und ihre Jungen in der Herde beschützen aber heute Nachmittag durften wir nochmal Zeuge von einer ganz besonderen Begegnung werden. Der älteste Elefantenbulle im Park (gut 50 Jahre alt) traf auf einen jüngeren (ca. 30 Jahre alt), alleinstehenden Bullen in der Brunft. Zunächst dachten wir, dass die beiden kämpfen wollen und der “Große” sein Revier markieren wird, um zu zeigen wer der Stärkere ist, aber nach kurzer Zeit änderte sich das Verhalten der beiden. Es war eher ein Spiel, ein Beschnuppern und Necken – so als würden sie ein Gespräch miteinander führen was keiner von uns zu verstehen mag.

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Plötzlich legte sich der ältere der beiden hin. Nun haben wir gar nichts mehr verstanden. Auch unser Guide Vicky war überrascht und zückte selbst ihre Kamera. Der größere Bulle gab dem anderen eine Lehrsstunde – eine Lehrstunde darin wie es aussieht und wie man sich verhält wenn man gewonnen hat. Der “Große” simulierte den Verlierer und der andere verstand auch erstmal gar nicht richtig was er jetzt machen sollte. Er neckte und tastete den Großen mit dem Rüssel ab, lehnte sich an ihn, ja setzte sich fast auf ihn. Die Zeit geriet völlig in den Hintergrund (wollten wir nicht gerade aufbrechen und uns einen schönen Platz zum Sundowner suchen?), völlig egal. Wir beobachteten die Lehrstunde bis zum Ende. Selbst Vicky sagte sie hätte davon bisher nur gehört, aber sowas noch nie gesehen und ihr Guide Kollege Brendon sollte am Abend noch vor Neid erblassen als wir davon erzählten.

IMG_6835IMG_9999_45IMG_6841Dieses Erlebnis zeigt auch mir mal wieder, dass man nie weiß was einen auf Safari passieren kann. Ich werde so oft gefragt, wenn ich wieder nach Afrika fahre : “was willst du da denn schon wieder? Du hast doch schon so viele Tiere gesehen und warst doch schon so oft auf Safari” – Ja das stimmt,  aber es ist immer wieder toll und immer wieder anders.

Als wir das Kariega Private Game Reserve am nächsten Morgen mit unserem Mietwagen verlassen, bekommen wir noch eine Giraffen Eskorte. :)

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Haben Sie Lust auf eine Safari bekommen? Dann kontaktieren Sie unsere Expertin Daniela Rieger und lassen sich ihre persönliche Traumreise nach Südafrika zusammenstellen.
drieger@takeoffreisen.de

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