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Madagaskar – Ein wahrer Traum

1. Reiseteil – Der Inseltraum im Nordwesten

Erst 3 Wochen vor der Abreise fiel die finale Entscheidung: Ich reise nach Madagaskar! Kurzfristig kam die Zusage zu einem Expediententrip in die nördliche Inselwelt. Zum Glück ist auch meine Kollegin Katja Ehlermann auf kurzfristige Anfragen vorbereitet und hat mit mir gemeinsam ein tolles Programm zusammengestellt, um nach der Expedienten-Reise noch 9 Tage lang meine eigenen Madagaskar-Höhepunkte zu entdecken.

 

Antananarivo und Ambohimanga

Gemeinsam in einer Gruppe von 9 Reiseveranstaltern beginnt unsere Reise in Antananarivo (= Tana). Wir übernachten im wirklich schönen Palissandre Hotel (****) in Tanas Mittelstadt, wo wir am nächsten Morgen mit einer tollen Aussicht über die Stadt belohnt werden. Die Stadt selber wirkt wie unter einer  Dunstglocke und der Himmel sieht grau aus. Doch die bunten Schirme vom Markt und die fröhliche Musik, die zu uns hoch dringt, stimmen uns bereits auf Madagaskar ein!

Bunter Markt im grauen Tana

Bunter Markt im grauen Tana

Mit dem Kleinbus fahren wir nach Ambohimanga Rova, dem heiligen Hügel, auf dem der alte Königspalast liegt. Selbst für die kurze Strecke von 21 km benötigen wir knapp 1,5 Stunden. Das ist für madagassische Straßenverhältnisse allerdings normal, also Entschleunigung vom Alltag in Hamburg.
Am Ambohimanga angekommen, stellen wir fest, dass wir nicht die Einzigen sind, die heute zur Besichtigung kommen: Ca. hundert madagassische Schulkinder warten bereits am Eingang! Höflich bilden sie eine Gasse, um die Gruppe ‘Vazas’ durchzulassen. Zwischen großen Augen, offenen Mündern, lächelnden Gesichtern und neugierigen Blicken, murmeln sie „Bonjour Madame“ und wir bahnen uns beeindruckt und entzückt unseren Weg.

Schulausflug zum alten Königspalast

Schulausflug zum alten Königspalast

Für den Rundgang durch den Königspalast benötigt man auf jeden Fall einen Guide, der einen in die spannende Geschichte einführt und einem erklärt, welche Fadys (Verbote) und Gebote es vor Ort gibt. Denn auch wenn Sie zwei Füße haben, bedeutet das nicht, dass Sie auch mit beiden gleichermaßen in die Räume eintreten oder austreten dürfen.

Die etwas weiter oben angesiedelten Becken, in denen sich das „heilige Wasser“ befindet, lösen Faszination und Ekel gleichzeitig aus. Bei Krankheiten wird dieses Wasser von den Frauen der Stadt geholt, um sich damit zu waschen und um es zu trinken. Ironischerweise ist es milchig-orange-gelblich und wirkt alles andere als rein, sauber oder … ‘heilend’.

Gelblich-milchiges Wasserbeckn

Heiliges Wasser, das bei Krankheiten helfen soll

 

Fantastisch ist dafür die Aussicht vom heiligen Berg! Hier kann man den Blick über das weitgehend flache Land und die grünen Felder schweifen lassen, während die weißen Wolken am blauen Himmel große Schatten werfen. Wunderschön!

Ambohimanga

Blick vom Heiligen Berg

Nach dieser kurzen, aber lohnenswerten Einführung in die Geschichte Madagaskars, treten wir am Nachmittag bereits unseren Flug nach Nosy Be an.

 

Nosy Be – Die Parfüminsel

Warum Nosy Be auch die Parfüminsel genannt wird, können wir gleich nach Ankunft am Flughafen selber „erschnuppern“. Das Tourism Board von Nosy Be begrüßt uns unter anderem mit einer wunderschönen, intensiv riechenden Blumenkette aus Ylang Ylang. Auf der Insel gibt es zahlreiche Plantagen der bizarr wirkenden Bäume. Wer an der Produktion interessiert ist, kann sich auf Nosy Be Destillerien für das Öl ansehen, das zum Großteil nach Frankreich exportiert wird und in der Parfümindustrie Verwendung findet.

 

Lokobe Nationalpark und Mount Passot:

Am ersten Tag auf Nosy Be besuchen wir den Nationalpark Lokobé im Südosten der Insel. Dieser ist nur auf dem Wasserweg zu erreichen und so begeben wir uns jeweils zu dritt oder zu viert in kleine Einbaumboote und paddeln, was das Zeug hält. (Der Guide übernimmt das Paddeln notfalls aber auch alleine, wenn der eigene “Motor” zu schnell ausfällt.)

Nach ca. 30-40 Minuten landen wir an einem kleinen Strand an hinter dem sich ein kleines Dorf befindet, in dem wir kurz unsere Sachen organisieren können und uns mit Moskito-Spray einnebeln. Ich „organisiere“ meine Sachen vielleicht etwas zu gut und räume wirklich alles aus meiner Tasche raus, was ich nicht mitschleppen möchte, auch die winzige Haarbürste und mein Gesichtspuder … Nach unserer Rückkehr hatten diese Dinge allerdings einen neuen, mir unbekannten, aber hoffentlich glücklichen Besitzer gefunden. (Etwas wirklich ‘Wertvolles’ ist aber im Rahmen unserer Reise niemandem ‘weggekommen’.)

Die riesige Freude über einen gelungenen Ausflug in den Nationalpark stellt aber sowieso alles andere in den Schatten! Vier Stunden lang haben wir mit Hilfe wahnsinnig toller und erfahrener Guides viele spannende Tiere des Nationalparks entdeckt: Ein schlafender Bambuslemur, viele aufgeweckte Mohrenmakis und sogar ein paar wirklich gut versteckte Wieselmakis. Ein ganzes Knäuel von ihnen hatte sich im Baum eingefunden, und vor lauter Augen und Schwänzen konnte man die Tiere kaum eindeutig identifizieren.

Außerdem haben wir Chamäleons in verschiedenen Variationen entdeckt. Die größten hier lebenden (Giant Chameleon), Nasenchamäleons und auch die kleinsten, kaum Daumennagel großen! Wie schaffen es die Guides nur, diese kleinen Tiere zu entdecken??

Nasenchamäleon

Nasenchamäleon

Ein winziges, Ausgewachsenes Chamäleon

Winziges, ausgewachsenes Chamäleon

 

Perfekt getarnter grauer Blattschwanzgecko

Perfekte Tarnung des Blattschwanzgeckos

 

In Erstaunen versetzen uns auch die perfekt getarnten Blattschwanzgeckos! Man muss schon ganz genau hinsehen, um ihre grau-weiße Maserung und die fast weißen Augen vom Baumstamm unterscheiden zu können.

 

 

 

 

 

Sogar große Schlangen liegen in den Bäumen direkt über unseren Köpfen. Und während die Lemuren zahlreich oben im Baum spielen und an den Früchten naschen, kühlt sich unten im Schatten der Wurzel eine dicke Boa. Wie im Paradies!

Nach der wirklich gelungenen Tour erhalten wir im Dorf ein kleines Mittagessen. Leckere Spieße aus Meeresfrüchten und Fisch, gelber Reis, frische Ananas und dazu ein Schluck hausgemachter Vanille Rum.

Kirchliche-Prozession-Nosy-Be

Auf dem Rückweg beobachten wir eine Art kirchlicher Prozession. Von einer kleinen Landzunge aus schreiten zahlreiche in weiße Umhänge gehüllte Menschen ins Wasser. Eine Wassertaufe in Vorbereitung an das bevorstehende Pfingstfest. Auf jeden Fall ein spannender Anblick!

 

 

Zum Ausklang des Tages sind wir am Mount Passot, den wir noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreichen und den Blick über die Inseln schweifen lassen.

Mount-Passot-Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Mount Passot

 

 

Nosy Iranja – Die Schildkröteninsel

Von einem Tauchladen in Daressalam machen wir uns auf den Weg zu einem Tagesausflug nach Nosy Iranja. Das Übersetzen auf einem mittelgroßen motorisierten Boot dauert in der Regel ca. 2 Stunden und auf dem Weg zur Insel gibt es bereits die erste Überraschung. Aufgrund einer kleinen Panne gerät unser Boot ins Stocken und genau in diesem Moment ruft unser Guide Pierre aufgeregt etwas und zeigt in eine Richtung, in die sich unsere Köpfe zeitgleich umdrehen: Wale! Das Besondere daran ist, dass Wale hier normalerweise nur von September  – November gesichtet werden und jetzt ist gerade erst Anfang Juni! Außerdem ist die Art der Wale selten: Omurawale. Die Furchenwale sind dem Finnwal ähnlich, allerdings nur max. 12 m lang, und wurden erstmals hier in Madagaskar erforscht. In anderen Teilen der Welt wurde die Walart bisher nur selten gesichtet. Ein bisschen später haben wir Glück, erneut eine kleine Walschule zu sehen, diesmal sogar noch etwas näher an unserem Boot. Damit hat sich der Ausflug bei dem tollen Wetter bereits mehr als gelohnt!

Als Nosy Iranja aus der Ferne immer näher kommt, können wir langsam erahnen was uns erwartet: Das absolute Paradies! Bestehend aus einer größeren und einer kleineren Insel, ergibt sich bei Ebbe die Möglichkeit über eine fast 1 km lange weiße Sandbank zwischen den Inseln zu schlendern. Ein Anblick, der vom Wasser aus bereits beeindruckt, doch der Blick vom Berg aus kann das noch toppen! Traumhaft schön und absolut ein Highlight der Reise! Es gibt sogar die Möglichkeit hier in einfachen Bungalows zu übernachten.

Nosy-Iranja

Strahlend weiße Sandbank

Der Grund, weshalb wir die Schildkröteninsel besuchen, sind aber natürlich die Schildkröten. Leider ist die Sicht beim Schnorcheln vor der Sandbank heute schlecht und anscheinend sind wir etwas zu spät gekommen. Alles, was wir erblicken sind zwei aus dem Wasser herauslugende Köpfe. Aber ich plane definitiv einen weiteren Besuch dieser Insel!

 

Ambaro Ranch und Golfplatz Nosy Be

Ausritt-mit-Blick-auf-Golfplatz

Ausblick beim Ausritt

Der Vormittag ist heute den Pferden gewidmet. Seit 2007 gibt es auf Nosy Be die Ambaro Ranch und somit auch die ersten Pferde. Das junge französische Ehepaar hat sich hier einen Lebenstraum erfüllt und bietet Ausritte über die Insel und den Strand für Anfänger und Fortgeschrittene an. Wer sich alleine nicht sicher auf einem Pferd fühlt, wird von einem Guide begleitet, der das Pferd führt. Wir spazieren am Strand entlang und kommen an Dörfern vorbei zu einem tollen Aussichtspunkt. Eine tolle Möglichkeit, die Welt mal aus einer anderen Perspektive zu genießen und sich tragen zu lassen. Für Pferdeliebhaber und -freunde ein schönes Erlebnis! Die Tiere waren durchschnittlich groß, robust, sahen sehr gepflegt und gut genährt aus.

Golfplatz-Nosy-Be

Neuer Golfplatz

 

Zum Mittag geht es auf den neuen, erst seit 2013 bestehenden, Golfplatz. Die Gebäude sind natürlich in einem tollen Zustand, wirken aber eher steril. Am Pool, den wir auch nutzen dürfen, gibt es bequeme Liegen im Schatten. Der Zustand der Greens ist in Anbetracht der klimatischen Bedingungen auf Nosy Be als ‘ok’ zu bezeichnen. Der Platz bietet sich vermutlich dann an, wenn man einfach Freude daran hat, mal ein paar Bälle zu spielen. Den Anspruch an tadellose Putting-Greens sollte man hier jedoch schnell beiseite schieben. Der Betreiber plant auch in naher Zukunft ein Hotel direkt am Golfplatz bauen zu lassen.

 

Nosy Komba – Die Lemureninsel

Auf einem kleinen Motorboot starten wir heute von Hell-Ville aus nach Nosy Komba.

Hafen in Hell-Ville

Wer ein Huhn besitzt ist reich …

Bereits auf dem Weg entlang des Ufers entdecken wir immer wieder wunderschöne Strandbuchten, umrahmt von grauen Felsblöcken, die so ähnlich anmuten wie auf den Seychellen. Zum Mittag halten wir im Jardin Vanille. Eine absolut traumhafte Unterkunft! Am Hang, zwischen grünen und blühenden Büschen und Bäumen gelegen, hat man aus den Bungalows einen fantastischen Ausblick auf das Meer, die spielenden Kinder am weißen Strand und das türkis-blaue Wasser.

Strand Nosy Komba

Strand Nosy Komba

Terrasse Jardin Vanille

Terrasse Jardin Vanille

Einlegerboot Nosy Komba

Nosy Komba

 

 

 

 

 

Wir fahren mit unserem Boot weiter entlang der Küste und landen in einem kleinen Dorf an. Hier ist man auf Touristen eingestellt und man kann an zahlreichen Ständen aufwändig gestickte Tischdecken und bunte Korbwaren erstehen. Unser Weg führt uns direkt zum Lemurenpark. Wir erhalten vorab einen natürlichen Moskito-Schutz aus Citronella-Öl, um die halbwilden Mohrenmakis nicht mit chemischen Stoffen zu belasten.

Während der Wanderung  werden die Tiere von einem Guide mit Bananen angelockt. Da sie an Menschen gewohnt sind, springen sie den Besuchern auf Rücken, Schulter und Kopf, um mit erstaunlich zarten Griffen nach den angebotenen Bananenstücken zu greifen.

Nosy-Komba-Lemurenpark

 

Eine tolle und interessante Erfahrung, auch wenn ich es persönlich mehr genieße, die Tiere – wenn auch aus der Ferne – in ihrem komplett natürlichen Umfeld zu beobachten. Dennoch ist es für Familien mit Kindern sicherlich ein unvergessliches Erlebnis!

 

 

 

 

 

Hell-Ville

Für den heutigen Tag steht noch die Besichtigung Hell-Villes an, bevor wir uns auf den Rückweg nach Tana machen. Hell-Ville, die größte Stadt Nosy Bes, eignet sich gut, um in das bunte Treiben der Madagassen einzutauchen, und um Souvenirs zu shoppen. In der knall-gelben Markthalle findet man viele frische Gewürze wie Vanille, Piment und natürlich den weltbekannten Pfeffer. Die Gerüche in der Markthalle sind allerdings nichts für empfindliche Nasen. Auch Fleischwaren werden hier offen verkauft und haben sogar unsere fleisch-essende, madagassische Reiseleiterin im Rückwärtsgang wieder rauslaufen lassen. Um die Markthalle herum gibt es noch zahlreiche kleine Stände und Läden, wo man so ziemlich alles kaufen kann, was man benötigt oder eben nicht…

Nach einem problemlosen, aber etwas verspätetem Rückflug kommen wir spät am Abend in Tana an.

 

Tana – ITM 2017

Heute steht der Messetag an. Alle suchen sich nochmal schicke Klamotten raus und machen sich zurecht. Leider geht es mir heute mit Bauchkrämpfen so schlecht, dass ich nach der Abfahrt gleich wieder zurück ins Hotel kehren muss. Meine Lehre an dieser Stelle: Das Wasser in den Hotels sieht zwar ok aus, ist aber nicht zahnputztauglich, leider…

Erst am Nachmittag geht es mir besser. Zum Glück ist die Größe der Messe überschaubar und somit schaffe ich es trotzdem noch, mir das Gelände und die interessanten Aussteller anzusehen.

Am Abend heißt es dann Abschied nehmen! Während der Großteil unserer Reisegruppe sich jetzt auf den Heimweg macht, freue ich mich darauf, noch weitere 9 Tage lang Madagaskar zu erkunden! Mein Fahrer Romy, der mein treuer Begleiter für die nächsten Tage wird, holt mich am Abend vom Messegelände ab und fährt mich zu meinem Hotel in Tana.

 

2. Teil der Reise: Erlebnisreise in Madagaskar

Tana – Miandrivazo

Am nächsten Tag beginnen Romy und ich unsere Fahrt sehr früh, da wir einen langen Weg vor uns haben! Pünktlich und strahlend wartet er bereits unten im Hotel, als ich aus meinem Zimmer komme und fragt, wie ich geschlafen habe und wie es mir geht! Ein freundliches Gesicht, das mir in den kommenden Tagen noch sehr ans Herz wachsen wird!

Der Weg aus Tana nach Miandrivazo führt über eine „gute Straße“ – genaugenommen eine Autobahn. Schnell geht es deshalb trotzdem nicht. Für die insgesamt 388 km benötigen wir ca. 7 bis 8 Stunden.

Die Landschaft wechselt und verändert sich und die so oft genannte Vielfältigkeit Madagaskars zieht an uns vorbei! Hinter Antsirabe fahren wir durch wunderschöne Berge, die von langen Gräsern überzogen, irgendwie weich und kuschelig aus der Ferne aussehen.

Die Straße wird immer mehr zu einer Serpentine und Romy fährt uns schnell, aber sicher durch diese wunderschöne Landschaft hindurch, während seine Gospelmusik aus dem Radio ertönt und sogar in mir ein Gefühl von dem besungenen „holy land“ aufkommen lässt.

Kurz vor Miandrivazo können wir schon einen ersten Blick auf den im Sonnenuntergang glitzernden Tsiribihina werfen. Der Fluss, der ab morgen auf mich wartet.

Blick auf den Tsiribihina

Der erste Blick auf den Tsiribihina

In meiner Unterkunft für die Nacht angekommen, treffe ich auf meinen Guide Johonny. Wir besprechen die Details des nächsten Tages und fahren gemeinsam noch schnell mit dem Pousse-Pousse (einer Fahhradrikscha) einen Hut für mich kaufen. Ein absolutes Muss auf dem Fluss!

 

Tsiribihina – Row, Row, row your boot…

Bereits um 7 Uhr ist heute Morgen die Abfahrt. Mit dem Wagen fahren wir ca. eine Stunde zum Ableger, … also zur Sandbank.

In dem kleinen Dorf Masiakampy angekommen, steigen wir, Johonny, And (unser zweiter Guide und Verantwortlicher für das Boot, sprich „Paddler“) und ich in unsere Pirogge. Aus leichtem, aber stabilem Holz werden die Piroggen aus nur einem einzigen Baumstamm gefertigt, was für eine beeindruckende Arbeit!

Aus einer kleinen, aber bequemen Schaumstoff-Matratze, aus der später auch mein Bett bestehen wird, bauen Johonny und And einen Sitz, in den ich gemütlich einsinken kann. Ich frage mich noch kurz, woher sie wussten, dass ich klein und schmal bin…, zumindest hätte ich wirklich kaum breiter sein dürfen (!) und dann schippern wir auch schon los! Das eine oder andere mal muss ich noch raushüpfen, damit wir über die flachen Sandbänke kommen, aber schon bald ist das Wasser tief genug und um uns stellt sich eine erstaunliche Ruhe ein.

Schnell erblicken wir die die ersten Vögel und Johonny gibt versiert Auskunft, um welche Arten es sich handelt. Über uns kreisen große Habichte, am Ufer entdeckt man immer wieder strahlend blaue Eisfischer sowie kleinere, weiße als auch größere, graue Fischreiher.

 

Kleine weiße Fischreiher

Kleine Fischreiher

Endlich mündet unser Zubringer-Fluss Ambavalo in den Tsiribihina, auf dessen starker Strömung wir uns erst einmal treiben lassen…

Mein Blick streift über die langen Sandbänke und grünen Ufer. Es ist bestes Sonnenwetter. Johonny sitzt hinter mir und beginnt langsam mit den Vorbereitungen für das Essen. Ich blicke mich um: Er wäscht das Gemüse im Fluss. „Hm, nicht so gut für meinen Bauch, aber was solls…“, denke ich. Ich blicke mich noch mal um und er feuert unseren kleinen Holzkohlegrill mitten auf der Pirogge an, die Kohle glüht! „Ehrlich? Wir grillen jetzt AUF der winzigen Pirogge?  Na ok, ihm dürfte gleich aber ganz schön heiß werden…“.

Kurz darauf hören wir aus der Ferne ein Motorboot. Da hier jeder jeden kennt und man befreundet ist, hängen wir unsere kleine Pirogge ans Motorboot und steigen um. Auf dem Motorboot reisen ein junges französisches Pärchen und ein älterer Japaner. Zum Glück hat keiner was dagegen, dass wir die Reisegruppe begleiten. Außerdem hat mein Guide Johonny sowieso den besten Blick fürs Wesentliche! Er entdeckt ein großes Krokodil auf einer Sandbank, das sich nur langsam auf der Flucht vor dem Motorenlärm ins Wasser gleiten lässt. Vielleicht gar nicht so schlecht, dass meine Hände sich gerade am Geländer des Motorboots festhalten und nicht am Rande der Pirogge…?!

Krokodil am Tsiribihina

Das Krokodil flüchtet langsam Richtung Fluss

Kurz darauf kommen wir an einer großen Schildkröte vorbei, die selbst im Näherkommen ihre stein-ähnliche Tarnung nur durch ihren Kopf verrät.

Die Landschaft um uns herum verändert sich durchgehend. Das flache Land mit den breiten Sandbänken und –ufern ist nun hohen felsigen Bergen gewichen. Auf einem Felsvorsprung sitzt ein Rotstirnmaki und sonnt sich.

Vereinzelt treffen wir auf andere Motorboote und in der Regel docken wir dann kurz an. Man unterhält sich, es wechseln Gegenstände oder Menschen den Kahn. Nach einem dieser Wechsel sitzt plötzlich ein schwarzes Huhn zu meinen Füßen. “Oh, niedlich!” Ich streichle ihm sanft über die Federn, es gackert leicht, verdreht die Augen etwas und döst … und ich ahne es…

Von hinten höre ich die Französin: „Oh, cute chicken!“  Sie streichelt, das Huhn gackert. Sie fragt: „Ehm, is this …?“ – „Yes,… – I think you just touched my dinner…“  Wir gucken uns zerknirscht an. “Naja, ich komme aus der Großstadt, ich wollte doch immer ‚bio‘…?”  Und mir wird zumindest eines schnell klar: Dieses Tier bekommt keinen Namen!

Dösendes Huhn

Noch döst es…

Gegen Nachmittag kommen wir an unserem Zwischenziel an: Anosiampela. Ein wunderschöner Wasserfall, der durch seine hellen Felsen und den hellen Grund, das Wasser Türkis leuchten lässt und  fast künstlich wirkt. Das frische, saubere Wasser lädt natürlich zu einer Dusche ein. Es gibt sogar eine kleine Wand, hinter der man sich etwas geschützter umziehen kann. Nur glitschig ist es!

Anosiampela Wasserfall

Anosiampela Wasserfall

Auf dem Weg zum Wasserfall sitzen zahlreiche weiße Sifakas in den Bäumen. Mit einem Stock reichen wir ihnen ein paar Bananenstücke und sind schwupps von den grunzenden (! ja, wie Schweine!) Tieren umzingelt.

Kurz vor unserem Platz fürs Nachtcamp legen wir noch an einem kleinen Dorf an. Die Guides besorgen frisch-glänzenden Fisch und Rum fürs Abendessen, während die zahlreichen Dorfkinder das Motorboot belagern und ‘gängstermäßig’ mit einer kleinen Spielzeugpistole für Fotos posieren. “Vaza, Photo! Photo Vaza, Photo! Vaza! Vaaaazaaa! Photooo!” Als es dem Bootsführer reicht, vertreibt er sie mit lautem Schimpfen – und währenddessen geht feurig-rot die Sonne über dem Fluss unter.

Sonnenuntergang über dem Tsiribihina

Sonnenuntergang über dem Tsiribihina

Übergesetzt am anderen Ufer, beginnt ein leichter Regen und ein stärkerer Wind, der uns den Sand in die Augen treibt. Das Boot wird von der betroffenen Seite mit einer Plane abgedichtet und schon haben wir es urgemütlich. Unsere Guides fangen an zu singen und zu tanzen und musizieren mit Gabeln, alten Kanistern, Gläsern und einer Kabosy (ähnlich einer Ukulele). Rum mit Zitrone lassen sogar beim Japaner langsam die Finger mitzucken und die Füße wippen.

Unser Abendessen schmeckt fantastisch! Sowieso schmeckt alles, was meine Guides mir auf dieser Tour kochen toll. Würzig, und man hat das Gefühl authentische, und nicht an Touristen angepasste, madagassische Küche zu kosten!

Die Nacht im Zelt bleibt trotz des Regens größtenteils trocken, und am nächsten Morgen strahlt der Himmel wieder blau! Das Frühstück, bestehend aus Brot und Marmelade, Reis und Fisch, genieße ich während des Sonnenaufgangs. “Warum bekomme ich eigentlich immer Portionen für 3? Ich bewege mich doch nicht mal? Ähmm, … ok… und Knoblauch zum Frühstück…?”

Der zweite Tag verläuft noch ruhiger. Wir starten früher als das Motorboot und gleiten wieder an grünen Reisfeldern, arbeitenden Menschen und Dörfern vorbei. Nur, dass wir heute zu viert sind: Mein Abendessen sitzt vor mir – und guckt mich an!

Ich genieße einfach die Landschaft, die Ruhe, den Fluss, das Gemurmel meiner Guides und bin zwangsläufig so entspannt, wie ewig nicht. Ich kann hier außer in der Sonne liegen, Tiere und Vögel beobachten nichts tun. An einer hohen Felswand entdecken wir heute noch zwei weiße Schleier-Eulen.

Schleiereule

Schleiereule

Am Abend campen wir nahezu alleine auf einer breiten Sandbank. Der Himmel ist heute Nacht beeindruckend klar. Man kann sogar die Milchstraße sehen und viele andere glitzernde Sterne…

Zwei Tage durfte ich nun auf dem Tsiribihina verbringen, Teil der Natur sein, ein Abenteuer erleben und konnte die Madagassen an den Ufern beobachten, für die der Fluss eine essentielle Lebensader ist.

Madagasse auf Pirogge

Leben in den Felsen am Ufer

Madagassin auf dem Reisfeld

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wechseln wir nur noch zur anderen Uferseite, wo mich bereits das nächste Transportmittel zurück zum Dorf und zu Romy erwartet: Es hat 2 Höcker und 4 Hörner. Gesehen habe ich ja bereits viele, aber dass ich selber noch einmal Teil eines Gespanns werden würde, ahnte ich bisher nicht. Die beiden schwarzen Zebus, die gerade noch faul im Gras gelegen haben, werden vor den schweren Holzkarren mit seinen massiven Eisenrädern gespannt und los geht’s! Wild fuchtelnd und laut rufend werden die Tiere über einen Sandweg mit riesigen Schlaglöchern durch die Büsche und unter den Bäumen hindurch gelenkt. Mit dem Gesicht nach hinten heißt das für Johonny und mich: Kopf runter!  Wir rumpeln durch die Dörfer und uns rennen aufgeregt-winkende Kinder hinterher – eine etwas holprige Idylle. Plötzlich machen wir Halt und disponieren um. Alles kommt nach ganz vorne, an die höchste Stelle des Wagens. So richtig informiert, wieso wir das machen, werde ich nicht, aber spätestens als bei unserer Weiterfahrt durch den Fluss das Wasser von unten durch die Planken kommt, ist die Frage beantwortet.

Im Dorf angekommen, wartet Romy bereits mit einem Lächeln auf mich am Wagen und er fragt, wie es es war … es war ein wirklich unglaublich schönes Abenteuer!!!

Tsiribihina River Cruise Guides

Die perfekten Guides: Johonny und And

 

Die Tsingy de Bemaraha – Auf Zehenspitzen hoch hinaus

Früh am Morgen (- in Madagaskar startet alles früh, das ist auf jeden Fall eine Reise für Ausgeschlafene -) machen Romy und ich uns auf den Weg zum Nationalpark und besorgen mein Eintrittsticket. Mein Guide wartet bereits auf mich und wir starten unsere Tour mit einer kleinen Fahrt auf dem Fluss, bei der wir an zwei Höhlen halten, in denen glänzende Stalagmiten wachsen, und die alten Felsgräber der Sakalav betrachten.

Piroggen-Fahrer

Piroggen-Führer

Glitzernde Stalagmiten

Stalagmiten

Blick aus der Höhle auf den Fluss

Aus der Höhle…

 

 

 

 

 

Um zu den eigentlichen Tsingys zu gelangen, fahren wir erneut eine Stunde über „bad roads“, bis wir an einem unscheinbaren Parkplatz stoppen, der vorerst nur den Blick auf einen Wald eröffnet. Ich erhalte noch flugs ein Sicherungsgeschirr und los geht’s! Die Tsingys kenne ich bisher nur von Bildern, aber sie gehörten von Anfang an zu den Highlights Madagaskars, die ich unbedingt selber erleben wollte!

In dem Primärurwald, in dem die Tsingys liegen, leben auch verschiedene Lemuren, Vögel und andere Tiere. Aber ich gebe zu, zum ersten Mal, seitdem ich in Madagaskar bin, interessieren mich die Tiere weniger, als das, was noch kommt! Vereinzelt kommen wir bereits an Tsingys vorbei, an denen man deutlich ihre millionenjahre alte Geschichte erkennt und Fossilien in Muschelformen sichtbar werden, aus der Zeit, als die Insel noch komplett im Meer versunken lag.

Die Tsingys werden dichter und Stück für Stück reichen keine großen Schritte mehr, sondern wir fangen an zu klettern. Von hohen Kalksteinwänden umgeben, klettern wir durch enge Gänge und gelangen zu der Stelle, an der der Aufstieg richtig beginnt. Über schmale Metallleitern und installierte Stufen geht es nach oben. Eingekesselt von den hohen Tsingys, die um uns herum stehen, sehen wir über uns den blauen Himmel und inmitten des kleinen ‘Patios’, der sich hier bildet, wachsen grüne Bäume. Eine besondere Stimmung und ein besonderes Licht entstehen und vor allem, “was wird mich oben erwarten?”

Geradewegs steil an der Wand klettert man an einigen Stellen nach oben, bis man endlich auf der Aussichtsplattform ankommt. Und der Ausblick ist … BEEINDRUCKEND! Skurril, bizarr, surreal und zugleich atemberaubend erstrecken sich die grauen Felsnadeln vor mir. Ich bin ehrlich gerührt von diesem außergewöhnlichen Anblick!

Flugzeuge über den Tsingys

Flugzeuge über den Tsingys

Nach einer kleinen Foto-Auszeit, überqueren mein Guide und ich die schmale, tiefe Schlucht über die Hängebrücke. Weiter geht es durch sehr schmale Gänge, Höhlen und Spalten, tief durch die Tsingys hindurch, bis wir in einer natürlichen ‘Kathedrale’ stehen, einem Loch, durch das das Licht von oben in die Tsingys bläulich hereinstrahlt.

Wir halten im Schatten ein kleines Picknick und machen uns langsam auf den Heimweg. Im Wald sichten wir noch eine große Gruppe Mohrenmakis und einen endemischen, rötlichen Madagaskarfischer.

Rötlicher Vogel - Madagaskarfischer

Rot leuchtender Madagaskarfischer

Der Ausflug in die Tsingys ist tatsächlich mein Madagaskar Highlight! Es definitiv ein anstrengender Ausflug, weil es heiß ist und man beim Klettern ständig aufpassen muss, dass man sich an den scharfen Kanten der Tsingys nicht verletzt, aber es ist absolut fantastisch! Und so liege ich nachmittags erschöpft, und sehr, sehr glücklich am Hotelpool.

 

Baobaballee – Die Urzeit-Riesen 

Von Belo sur Tsiribihina fahren wir heute nach Morondava. Über „bad roads“ wie Romy sagt, aber eigentlich Offroad meint.

Schlechte Sandstraße

Bad Road …

Sehr schlechte Sandstraße

Very Bad Road …

Mein Fahrer Guide Romy

Tollster Fahrer: Romy

 

 

 

 

 

Bereits das Übersetzen mit der Fähre ist abenteuerlich. Wir fahren den kleinen Sandhügel herunter Richtung Wasserkante und  können die Fähre bereits in der Mitte des Flusses sehen. Mein Plan-Szenario: Wir fahren runter bis zur Uferkante und warten bis die Fähre zu uns kommt. Das tatsächliche Szenario: Romy wechselt fachmännisch den Gang, drückt Knöpfe und wir fahren runter bis zur Uferkante und dann schnurstracks weiter in den tiefer werdenden Fluss direkt auf die Fähre zu. Junge starke Männer legen uns die schweren Metallschienen eine nach der anderen bereit und mit Schwung (und Zielgenauigkeit!) arbeitet sich der Wagen aus dem Wasser die Rampe hoch. Zumindest das andere Ufer erreichen wir dann trockenen Rades direkt von der kleinen Fähre aus.

Durch die immer karger und trockener werdende Landschaft fahren wir immer weiter in den Süden, in eine flache, weite Savanne.

Vereinzelt stehen hier bereits die typischen Baobabs, aber das absolute Highlight ist und bleibt die Baobaballee. Die großen Bäume stehen hintereinander und nebeneinander und ihre dicken Stämme verfärben sich lila-rot-orange im Licht der untergehenden Sonne. Es ist zwar etwas touristischer, aber der einzigartige Anblick entschädigt definitiv. Mit ihren skurrilen Frisuren stehen die Baobabs stoisch da und sind unglaubliche Riesen neben denen die Menschen unscheinbar klein wirken.

Baobaballee

Baobaballee

 

Perinét Nationalpark – Der Ruf der Indri

Den ganzen Weg zurück über Tana geht es heute noch für eine Nacht in den Osten Madagaskars nach Andasibe. Eine Empfehlung unserer Agentur vor Ort, um einen Einblick in die Vielfältigkeit des Landes zu erhalten und wirklich ein lohnenswerter Tipp!

Kaum haben wir die Hauptstadt verlassen, sieht man schnell wie die Landschaft grüner und bergiger wird und ich freue mich bereits auf den Besuch im Regenwald.

Am Hotel angekommen, habe ich noch Zeit mich schnell umzuziehen und dann geht es auch schon los zur „Nachtwanderung“. Genaugenommen ist es noch nicht mal spät am Abend, aber da die Sonne bereits um halb 6 untergeht, können wir uns zeitig auf den Weg machen, um die nachtaktiven Mausmakis aufzuspüren. Die kleinsten Lemuren Madagaskars sind Einzelgänger und in der Dunkelheit kann man sie nur am Leuchten ihrer großen Kulleraugen erkennen. Schmatzende Kussgeräusche machend (ein Geräusch, das die Tiere nicht mögen und sich dann rühren) durchforsten mein Guide und ich mit unseren Taschenlampen die Baumwipfel und bleiben vorerst erfolglos. Es hilft nichts. Wir verlassen die asphaltierte Straße, um zum See im Park zu kommen. Hier finden wir direkt am Eingang zwei große Chamäleons, die sich im Baum zusammengerollt haben. Wir leuchten mit unseren Taschenlampen weiter in die Bäume quer über den See und ‚ja, da wird zurück geleuchtet!‘  Schnell und leise laufen wir in Richtung der reflektierenden Augen und haben Glück! Zwar relativ weit oben im Baum, aber dennoch gut erkennbar, sitzt ein kleiner Mausmaki! – Schon bald stehen wir nicht mehr alleine da. Heute sind sie wohl schwer zu finden gewesen. Wie schön, dass wir erfolgreich waren!

 

Kleiner Mausmaki im Baum

Hoch oben im Baum versteckt sich der Mausmaki

Aber nach der Suche ist, wie immer, auch vor der Suche und so gehen wir nach dem Frühstück wieder in den Regenwald, der sich heute zum Glück von seiner sonnigen Seite zeigt. Wir sind auf Indri-Mission und wollen die größten Lemuren Madagaskars finden.

Bereits aus der Ferne hören wir den typischen Ruf der Indri, wenn sich die Familien untereinander verständigen und ihre Revierverhältnisse klären. Die Tiere, die wir hören sind allerdings viel zu weit entfernt. Ihre Rufe hallen bis zu 2 km weit durch den Wald. Zum Glück habe ich einen wahnsinnig tollen und erfahrenen Guide an meiner Seite, der bereits seit über 15 Jahren Führungen zu den Indri unternimmt. Er ahnt, wo wir eine Familie treffen können, und weiß, auf welchen Bäumen sie sich länger aufhalten. Und er hat recht! Ich sehe zwar nur die Bäume wackeln, aber er zeigt mir an ihm zu folgen: „Malaki laki!“ – „Schnell, schnell!“ Wir bewegen uns zügig zu einem Baum, an dem wir anhalten und nach oben starren. Es sind keine Tiere da. – Und dennoch hat mein Guide recht, denn da kommen Sie! Trotz ihrer Größe von bis zu 12 kg, sind die Tiere wahnsinnig schnell in den Bäumen unterwegs! Dabei haben sie nicht einmal, wie viele ihrer Artgenossen einen langen Schwanz zum Ausbalancieren, sondern nur einen kleinen Stummel.

Schwarz-weißer Indri Lemur

 

Blätter schmatzend sitzen sie einigermaßen still über uns und lassen sich gut beobachten.

Etwas später schafft es ein Guide die Tiere mit seinem nachahmendem Ruf aus der Reserve zu locken, und der Gesang der Indri beginnt! Ein hörenswertes und absolut tolles Erlebnis!

Für meine Reise ist das ein wunderbarer letzter Eindruck von der fantastischen Natur Madagaskars!

Wir fahren zurück nach Tana, wo ich mich von Romy, meinem treuen Begleiter der letzten Tage, verabschieden muss und abends mein Flug zurück geht. Es war eine absolut traumhafte Reise und ein Reiseziel, dass ich definitiv jedem empfehlen kann und werde!

 

Fakten:

Flug:  Mit Air France Zubringerflug von Hamburg nach Paris. Von Paris Direktflug nach Antananarivo. (Langstecke ca. 10 Std. Flugdauer)

Ankunft: Bei der Ankunft in Tana am Flughafen darf man zeitlich ruhig etwas großzügiger planen. Insgesamt haben wir inkl. Passkontrolle, Visavergabe und Gepäckband knapp 2 Stunden benötigt.

Visum: Das Visum erhält man als Visa on Arrival direkt bei Ankunft am Flughafen, allerdings manchmal auch zu verschiedenen Preisen… Normalerweise sollte das Visum 25 Euro pro Person kosten, allerdings haben aus unserer Reisegruppe einige auch 30 Euro bezahlt. Mein Visum habe ich für 24 Euro bekommen, da ich diese passend hatte. Ich hätte auch 30 Euro in Scheinen zahlen können, allerdings hat sich der madagassische Flughafenmitarbeiter dann mit 24 Euro zufrieden gegeben.

Geld: Die 10.000 Ariary-Scheine sind die „größten“, der Währung. Der Gegenwert in Euro beträgt 2,80,- (Stand Juni 2017). Beim Geldwechseln sollte man also darauf vorbereitet sein, viele Scheine zurück zu bekommen. Der Wechselkurs an der Wechselstube direkt am Flughafen ist ok. In der Regel bekommt man in der Stadt einen eher schlechteren Kurs. Es befindet sich neben dem Wechselschalter auch ein Geldautomat, an dem man natürlich auch problemlos mit einer VISA-Karte Geld holen kann.

Lebenskosten: In mittel-preisigen Restaurants bekommt man für ca. 20.000 Ariary oftmals ein 3-Gänge Menü inkl. Vor- und Nachspeise. Eine kleine Flasche Cola gibt es für ca. 6.000/7.000 Ariary dazu.

 

Reisen bei TAKE OFF: 

 

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