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Botswana – Busch Abenteuer mit “Glamping”


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Im Rahmen einer Info Reise und einem Besuch auf dem BTTE in Kasane (Botswana Travel and Tourism Expo) konnte ich nun endlich mal die tollen Camping Safaris und Lodges von Bush Ways in Botswana kennenlernen. IMG_4977

Seit vielen Jahren haben wir die Camping Safaris von Bush Ways im Programm. Ein tolles Produkt und unsere Gäste sind durchweg begeistert. Auch für mich war es das erste Mal campen in Afrika. Spannend! Aber ich habe mich auch sehr darauf gefreut und meine Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden.

IMG_5309Vorab etwas allgemeines zu Botswana. Botswana zählt die den exklusivsten Safari Destinationen in Afrika. Zum einen gibt es recht wenige Safari Lodges die überwiegend sehr klein und familiär sind. Sie sind zum Teil schwer zu erreichen, z.B. nur mit dem Kleinflugzeug und somit entsprechend teuer. Die Infrastruktur ist in weiten Teilen des Landes noch sehr schlecht. Pisten und Wege sind beschwerlich, oft nur Sandpisten wenn man durch die Nationalparks fahren will. Das ist eine Herausforderung für Selbstfahrerkunden.

Die am meisten verbreiteten Reiseformen in Botswana sind Flugsafaris und Camping Safaris. Es gibt einige Anbieter die tolle Camping Safaris anbieten wie z.B. Bush Ways oder Letaka Safaris. Flugsafaris sind natürlich am oberen Ende im Preissegment anzusetzen aber auch eine Camping Safari in Botswana ist nicht so günstig wie es sich vielleicht anhört, denn man bekommt das Rundum-Sorglos Paket mit erfahrenen Guides, Vollverpflegung und gutem und gepflegtem Equipment. Ein weiteren Vorteil den die Camping Touranbieter wie Bush Ways bieten: sie dürfen ihre Campsites mittem im Park aufschlagen. Sie haben ganz spezielle abgelegen Camping Sites wo nur diese Anbieter campen. Abgeschiedener und näher an der Natur geht es nicht. Alle Touristen (vor allem Südafrikaner) die mit Ihren Dachzeltautos on the road sind müssen auf den staatlichen, offiziellen HATAP Campingplätzen übernachten. Die sind zwar auch nicht überfüllt aber meistens auch nicht so weit im Bush wie dem professionellen Camping Anbietern.
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Bush Ways Safaris bietet zwei unterschiedliche Camping Produkte an.

  1. die Fully Serviced Safari
  2. die Semi-Participation Safari

IMG_5326Zunächst durften wir alle Annehmlichkeiten der Fully Serviced Safari kennenlernen. Wir haben eine Nacht in der Savute Region gecampt. Wie der Name Fully Serviced schon sagt, man muss sich um nichts kümmern. Man kommt gegen Abend nach der Safari im Camp an und alles steht bereit. Zelte mit Feldbetten, Bettwäsche und angrenzendem Bad mit Bush Dusche und Bush Toilette. Das Dinnerzelt mit Tisch und Stühlen, Handwaschbecken und gekühlten Getränken. Bei dieser Safari gibt es immer eine Back-Up Crew, die das Camp abbaut und vor Ankommen der Gäste rechtzeitig am Abend wieder aufbaut. Getränke jeglicher Art sind bei dieser Safari ebenfalls inklusive. Die Feldbetten waren ausgesprochen bequem und auch ich als große Person konnte ich in der Mitte der großen Kuppelzelte stehen (1,85m Höhe).IMG_5429

Unabdingbare Utensilien die man auf so eine Camping Safari in Botswana mitnehmen sollte sind: funktionale Kleidung (Lagenlook) und eine Stirnlampe. Ja, letzteres ist vielleicht sogar das wichtigste Utensil, denn man hat keinen Strom, nirgends. Man ist mitten im Bush unterwegs. Das einzige Licht wird nach Einbruch der Dunkelheit durch das Lagerfeuer und ein paar Petroleumlampen erzeugt. Da man auch erst nach Einbruch der Dunkelheit zu Abend ist, ist so eine Stirnlampe ganz hilfreich um zu sehen was man auf dem Teller hat…..man möchte ja nicht ausversehen irgendein Insekt mit vernaschen. :)IMG_5432
Für die zweite Nacht hieß es dann „Semi-Participation“ Camping. Wie der Name schon sagt heißt das: mit anpacken! Außerdem war uns bewusst, dass die Zelte nochmal ein bisschen einfacher werden. Hier hat man dann tatsächlich die klassischen kleinen Iglu Kuppelzelte dabei. Dusche/WC befindet sich nicht direkt am Zelt, sondern wird im Camp zur allgemeinen Benutzung der Gruppe aufgebaut.

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Campen im Okavangodelta – etwas ganz besonderes!!!
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Wir konnten das unvergessliche Erlebnis machen mitten im Okavangodelta auf einer kleinen Insel zu campen. Dort war nichts und niemand, außer wir, die Natur und schätzungsweise ein paar Tiere. Wir fuhren mit unserem Safari Auto zur Mokoro Station und haben mit Hilfe der Anwohner dort alle Camping Utensilien und Gepäck in die kleinen Einbaum Boote verladen. Was für ein Aufwand! Zelte, Schlafsäcke, Matratzen, Proviant, IMG_5688Kochutensilien, das nötigste an Gepäck für 1-2 Nächte und die Crew verladen in einer Karawane von Mokoros. Das war echt der Wahnsinn! Etwas mehr als eine Stunde starksten unsere Poler (die Mokoro Fahrer) uns durch das Dickicht aus Schilf. Eine unbeschreibliche Ruhe herrscht dort. Hier geht es weniger darum die Big 5 an einem Tag zu sehen, sondern darum die tolle Natur zu genießen und auch ein Auge für die kleinen Lebewesen wie Vögel oder Frösche zu haben.
Hier seht Ihr wie das Camp entsteht:

Neben den zwei unterschiedlichen Camping Produkten von Bush Ways Safaris durften wir auf der Reise auch die drei Lodges von Bush Ways kennenlernen

Chobe Elephant Camp

Das Camp liegt auf der Ngoma Seite des Parks an der Grenze zu Namibia (Caprivi Streifen). Vorteil von dieser Seite des Chobe Parks ist, dass es wesentlich ruhiger ist. Weniger Lodges und somit weniger Touristen sind hier unterwegs als an der östlichen Seite des Chobe Flusses in Kasane. Zwar hat man in Ngoma nicht mehr die allererste Lage am Chobe Fluss und kann nicht vom Haus eigenen Anlegesteg zur Bootstour starten aber dafür sind die IMG_5177Unterkünfte, so auch das Chobe Elephant Camp, viel kleiner und die Schwemmebenen auf dieser Seite im Chobe Park nicht weniger interessant. Es war noch sehr trocken im Dezember, sodass viele Rinder aus Namibia weit über die Grenze kamen und durch das trockene Schwemmgebiet gezogen sind. Trotzdem sahen wir auf unserer Pirsch auch Zebras, Gnus, Elefanten und einen sehr scheuen Leoparden. Was für ein Glück!

Sango Safari Camp
Das Sango Safari Camp liegt direkt am Kwai Fluss, welcher die natürliche Grenze zwischen der Khwai Konzession und dem Moremi Game Reserve bildet. Das kleine Camps ist ein idealer Ausgangspunkt um beide Regionen zu erkunden. Das Camp verfügt über 6 klassische Safari Zelte, welche sehr geschmackvoll und typisch afrikanisch eingerichtet sind. Jedes Zelt hat ein privates Badezimmer mit einer Eimerdusche unter freiem Himmel. Mir hat das Camp ausgesprochen gut gefallen. Die Küche war, wie eigentlich überall in Botswana, hervorragend und der Abend am Lagerfeuer einfach Afrika Feeling pur.
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und Khwai Guesthouse
das Kwai Gueshouse ist die neuste Errungenschaft von Bush Ways. Das kleine Gästehaus mit seinen 6 Chalets eignet sich sowohl für Gäste die mit dem eigenen Mietwagen unterwegs sind, als auch für preisbewusste Gäste die in kleiner Gruppe reisen. Es besteht die Möglichkeit das Guesthouse komplett ohne Verpflegung, nur mit Frühstück oder Vollpension zu buchen und auch geführte Pirschfahrten sind möglich. Es liegt nur wenige Kilometer von der Sango Safari Lodge entfernt Richtung Khwai Village. Das Khwai Guesthouse unterstützt die Community im Dorf sehr stark. Für einen Besuch im Dorf hatten wir leider keine Zeit mehr. Weitere Aktivitäten in Khwai: Pirschfahrten morgens, spätnachmittags oder nachts (halb- oder ganztägig), geführte Buschwanderungen und Mokoro-Ausflüge (saisonal). Die Pirschfahrten finden überwiegend in der Khwai Konzession statt, werden aber auch gelegentlich im Moremi Game Reserve durchgeführt.
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Fazit: Botswana zählt definitiv zu den tollsten Safari Ländern in Afrika, die ich je bereist habe. Es war seit vielen Jahren ein großer Traum die unberührten Parks und das einmalige Okavangodelta zu erleben. Wie zuvor erwähnt war es das erste Campingerlebnis in Afrika für mich. Ich war zunächst skeptisch und vielleicht auch ein bisschen ängstlich aber das war schnell vergangen. Das Team und die Guides waren so professionell und einfach großartig, so dass vor allem die Camping bzw. “Glamping” Übernachtungen meine Highlights waren.
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