Borneo – Ursprünglichkeit, Exotik, Regenwald

Orang Utan sitzend auf Seilen im Semenggoh Wildlife Center Borneo

Eine Reise nach BORNEO verspricht unvergessliche Momente im dichten Primärregenwald, einen tiefen Einblick in die Lebensart des Iban Stammes,  einem ehemals sehr kämpferrischen Stamm und die beeindruckende Welt der Menschenaffen. Die Tierwelt ist hier in Borneo besonders vielfältig, es gibt die seltenen, in Mangroven lebenden, Nasenaffen, die kleinen asiatischen Elefanten und natürlich den Orang Utan.
Ich nehme Sie mit auf meine fantastische 2-wöchige Reise durch ein Land mit einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt.

Bevor es nach Borneo geht, machen wir einen kurzen Zwischenstopp von dem 13 stündigen Flug mit Emirates in Kuala Lumpur. Mit dem Klia Express Zug sind wir in null Komma nichts an der Zentralstation (KL sentral mit Klia Express RM 100 pro Person hin und zurück). Weiter geht es mit einem Taxi zum Hotel.
Rooftop Bar in KL
Die beste Bar mit dem schönsten Blick ist die Heli Bar. Wie der Name bereits verrät, ist es tagsüber eine Heliplattform und abends wandelt sie sich zu einer 360°C Aussichstplattform mit Blick auf die wunderschöne Skyline Kuala Lumpurs.

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Sarawak: Kuching
Von Kuala Lumpur geht es nach Kuching, der Hauptstadt des Staates Sarawak im Süden Borneos. Die Stadt liegt am Lemanak Fluss und bietet eine schöne Waterfront zum Spazieren. Die Fußgängerbrücke über den Fluss ist besonders abends ein Highlight, wenn die bunten Lichter eine wunderschöne Atmosphäre erzeugen. Beeindruckend ist auch das Parlaments Gebäude auf der anderen Seite des Lemanaks. Zweimal täglich findet hier eine Wasser-Licht Show statt (20:30 & 22:00) statt. Ein kleiner Spaziergang zu den nahe gelegenen wunderschönen chinesischen Tempeln lohnt sich sehr.

Blick vom Hilton Hotel auf den Lemanak Fluss und das Parlamentsgebaeude Kuching Borneo Fussgaengerbruecke und Parlamentsgebaeude erstrahlen bei Nacht in buntem Licht Waterfront Kuching Borneo Hotels am Lemanak Fluss an der Waterfront Kuching Borneo Kunstvoller Eingang zum chinesischen Tempel Kuching Borneo

Semenggoh Orang Utan Center
Nur wenige Kilometer von Kuching entfernt liegt dieses Orang Utan Sanctuary, dass in Gefangenschaft geratene oder verletzte Tiere aufnimmt. Die Tiere werden hier auf eine eventuelle Auswilderung vorbereitet. Das Center ist 720 Hektar groß in dem sich die Tiere frei bewegen können. Zweimal täglich wird dem “Mann des Waldes“ Obst angeboten. Je nachdem wie viel Früchte der Dschungel zu bieten hat, kommen die Orang Utans zur Fütterungsstelle. Das Center ist kein Zoo, es besteht daher keine Garantie diese fantastischen Tiere zu sehen.
Wir hatten Glück gleich zwei Orang Utans zu sehen, die sich wenig darum gekümmert haben, dass eine Distanz von bis zu 10 m zu wahren ist.

Orang Utan sitzend am Boden mit Bananen Semenggoh Wildlife Center Borneo

Iban Langhaus
Von Kuching nach Batang Ai, wo sich eines der verschiedenen Langhäuser befindet, sind es ca. 3 Stunden Fahrzeit. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Stopp am lokalen Markt. Hier werden allerhand Waren wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch angeboten. Hier kannst du das Feilschen und Handeln der Einheimischen beobachten.
Wir setzen mit dem Boot über auf eine Halbinsel auf der sich das Batang Ai Longhouse Resort befindet. Die Aussicht vom Resort auf den Stausee und den Dschungel ist einfach fantastisch und ideal für einen Sundowner.

Am nächsten Tag geht es mit einem kleinen Boot für ca. 30 Minuten zum Langhaus der Iban Familien, die wir besuchen. Die Iban sind ein Stamm ehemaliger kriegerischer Kopfjäger. Da das Leben früher gefährlich war, lebten die Iban auf engstem Raum, um sich vor Angreifern zu schützen. Und so leben sie auch heute noch.
Am Anleger angekommen sehen wir auch schon die ersten Lokals, die den geernteten Pfeffer zum Trocknen ausbreiten, denn wir sind hier nämlich im Land, wo der Pfeffer wächst. Beim Betreten des Langhaus gucken uns auch schon die ersten Iban-Mädels neugierig an.
Das Langhaus besteht aus einem langen und breiten Korridor, der als Gemeinschaftsraum genutzt wird. Hier wird gequatscht, gefaulenzt und ein Nickerchen gehalten. Vom diesem Korridor gehen entlang der gesamten Länge des Hauses die einzelnen privaten Räume mit Küche jeder Familie ab. Die Wohnräume zeigen zur Rückseite zum Dschungel. Nach vorne hin, zum Wasser zeigt eine Art Terrasse, die als Lagerraum dient. Hier wird die Wäsche aufgehängt, der Pfeffer zum Trocknen ausgebreitet. Außerdem werden hier die Tiere gehalten. Die Hähne, die auch zum Hahnenkampf gehalten werden, sind an Schnüren befestigt und Katzen sowie Hunde streunen hier rum. Wir werden in die privaten Räume des Chiefs eingeladen und kommen nicht drum herum einen Reiswein mit den Frauen in der Küche zu trinken. Und gleich noch einer hinterher…wir schlendern durch das Langhaus, werden nett von Bewohnern begrüßt, aber in Ruhe gelassen. Es ist anscheinend kein großes Ding, dass Besucher da sind. Dies gibt uns aber die einmalige Möglichkeit das Leben der Iban zu beobachten, denn jeder macht einfach das, was er vor unserer Ankunft getan hat.
Unser mitgebrachtes Essen wird von unserem Guide und einigen Iban-Frauen zubereitet.
Nach dem Essen wird uns der traditionelle Kriegstanz vorgeführt. Natürlich werden am Ende alle Besucher gebeten die Tänzer einmal im Kreis tänzerisch zu begleiten. Keine Sorge, ist kurz und schmerzlos. Endlich werden dann unsere Geschenke verteilt, die wir mitgebracht haben. Die Kinder sitzen bereits gespannt mit einer Tüte oder Korb vor sich im Halbkreis und warten darauf, dass es los geht. Aber vorher werden die Geschenke von jedem Gast zeremoniell überreicht. Kurze Pose mit dem stellvertretenden Chief, lächeln und Klick.
Da die Geschenke gereicht aufgeteilt werden, ist es sinnvoll eine große Kiste mit Keksen zu besorgen (das hat unser Guide bei einem Stopp nach Batang Ai organisiert). So kann sicher gestellt werden, dass es keine traurigen Kinderaugen gibt.
Mitbringsel Tipp:
Wer etwas von Zuhause mitbringen möchte, sollte etwas wählen was für ca. 30 Kinder reicht. Plastik sollte unbedingt vermieden werden.
Auch sollten malaysische Mitbringsel vermieden werden, die in unnötigem Plastik verpackt sind. Unser Guide hatte einen Alukanister besorgt, in dem die Kekse waren. So können die Frauen den Alukanister weiter verwenden.

Nachdem alles verteilt ist machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Resort, wo wir am Nachmittag noch an einem kurzen geführten Dschungeltrek mit Canopy walk teilnehmen.

Ausblick vom Aiman Batang Ai Longhouse Resort Borneo Gruppe Maedchen sitzend im Gemeinschaftsbereich des Iban Langhauses Borneo IMG_4662 IMG_4669

Bako Nationalpark

Unsere nächster Programmpunkt ist der Bako Nationalpark, der in der Nähe von Kuching liegt. Der Bako ist einer der ältesten Nationalparks, daher sieht man hier besonders viele Tiere, weil hier schon seit Jahren nicht mehr gejagt wird.  Man kommt nur mit einem Boot hin. Bei Ankunft im Park registrieren wir uns und können dann auf ausgeschilderten Wegen den Dschungel erkunden. Gleich zu Anfang begrüßt uns eine Bachelor-Gruppe der endemischen Nasenaffen. Die Männchen zeichnen sich durch ihr langen und breiten Nasen aus. Wohin gegen die Weibchen kleinere Nasen haben. Die Wanderwege sind unterschiedlich beschaffen. Es geht an manchen Stellen ein paar Meter steil hinauf, über Baumwurzeln oder große Steine. Der Park ist ein echtes Erlebnis. Einziger  Wehrmutstropfen, der viele Müll, der an den Strand gespült wird und von ignoranten asiatischen Reisegruppen achtlos weggeworfen wird.

Die nächste Nacht verbringen wir im urigen Baumhaus im Permai Rainforest Resort am Damai Beach. Der Strandabschnitt ist ca. 50m lang und der dichte Dschungel reicht an manchen Stellen bis ans Ufer. Im Hotelrestaurant lassen wir den Abend bei einem leckeren Fruchtshake ausklingen und genießen den Sonnenuntergang.

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Damai Beach

Anschließend werden wir in unsere urige Dschungel Unterkunft gebracht. Heute schlafen wir in einem Baumhaus am Damai Beach, im Permai Rainforest Resort.

Die Lodge befindet sich am Strand im dichten Urwald. Wir haben es genossen einfach dem Sound des Dschungels bei einem leckeren Bananen Shake zuzuhören.

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Sabah: Kota Kinabalu

Wir fliegen weiter in den Norden, in den Staat Sabah nach Kota Kinabalu. Wir wohnen im schicken Hotel Grandis mit Blick auf das südchinesische Meer. Kota Kinabalu sieht super modern aus mit zahlreichen Hochhäusern und schicken Shopping Malls. Weniger schick, aber umso interessanter ist der Seafood Markt an der Waterfront. Die Händler überbieten sich mit ihrer Auslage gegenseitig. Von Papageienfischen, riesigen Garnelen, Jacobsmuscheln und Hummer  gibt es hier alles was das Meer zu bieten hat und frischer kann es nicht sein. Denn man sucht sich in der Auslage was man essen will und das wird dann fangfrisch zubereitet zu wahnsinnig niedrigen Preisen. Seafood- Heaven!!!

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Am nächsten Tag erwartet uns bereits unser neuer Guide, er war mal Ranger im Wald und hat die Wiederaufforstung unterstützt und er ist ein echter Baumliebhaber. Aber bei den Giganten, die einen im Kota Kinabalu Nationalpark erwarten, ist das auch nicht erstaunlich.

Der Rundgang durch den botanischen Garten gab uns einen Einblick in die vielfältige Vegetation und die Anstrengung der Menschen diese zu erhalten. Wir entdecken so viele schöne und außergewöhnliche Pflanzen, die für uns Europäer einfach nur exotisch sind.

Canopy Bruecke im dichten Dschungel Kota Kinabalu Nationalpark Borneo IMG_4989 IMG_5007 IMG_5023

Auf dem Weg zum Canopy Walk entdecken wir sogar ein Schild, was darauf hindeutet, dass gerade hier eine Rafflesia blüht. Die Pflanze bildet die größten Blütenblätter im Pflanzenreich. Es gibt Sie nur vereinzelt und wenn sie blühen dann nur für 5 Tage. Wir haben mal wieder Glück :-)

Aufgehende rote Rafflesia Blume Borneo

Und auch mit dem Mount Kinabalu haben wir Glück, denn während unserer Fahrt in den Park zeigt sich der Berg in seiner vollen Schönheit.

Nahaufnahme des Berges Kota Kinabalu mit pinken Bougainville Ranken Borneo

Sabah´s Tierwelt

Es geht weiter in den Norden. Wir fliegen früh morgens von Kota Kinabalu nach Sandakan. Wir werden abgeholt und zuerst in das Orang Utan Rehabilitations Center Sepilok gebracht. Auch hier werden verletzte, verwaiste oder in Gefangenschaft geratene Orang Utans gerettet. Wir besuchen zuerst das Nursery Center, wo fünf kleine, pubertierende Orang Utans herumtollen. Leider sitzt man hinter einer Scheibe, was den echten Erlebnis-Charakter etwas hemmt.  Anschließend werden wir zur Fütterungs-Plattform geleitet, wo wir mit Glück Orang Utans sehen können. Wie das immer so ist mit dem Glück…wir haben keine gesehen. Es gibt eben keine Garantie dafür, da sich die Tiere frei auf dem großen Gelände bewegen.

Wir haben uns entschieden ein Orang Utan Baby zu adoptieren. Die Adoption gilt für ein Jahr und wir werden darüber informiert, wie es unserer Canyon geht und ob sie vielleicht ausgewildert werden kann. Die Adoption kostet MYR 200 und kommt natürlich dem Center zu Gute.

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Bilit Rainforest Lodge

Anschließend fahren wir ca. 2 Stunden zu unserer Dschungelunterkunft, entlang Kilometer langer Palmölplantagen. Es ist einfach nur traurig aus dem Fenster des Fahrzeugs zu schauen und zu wissen, dass hier der Tierwelt der Raum zur Existenz gewaltsam entrissen wird.

Nach Ankunft in der Lodge dürfen wir uns noch am Lunch-Buffet bedienen, danach Check-In und am Nachmittag geht es dann auf eine erste Bootsexkursion auf dem Kinabatangan Fluss. In den Bäumen am Flussufer entdecken wir so viele Nasenaffen, Makaken und verschiedene Spezies des Hornbill. Die Sonne geht langsam unter und taucht den Regenwald in ein zartes, mystisches Licht. Wir verbringen einen vollen Tag hier in der Lodge und genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit dieser fantastischen Landschaft. Pro Tag werden 2 Bootsexkursionen unternommen, die auf dem Kinabatangan Fluss rauf und runter führen. Leider hatten wir nicht das Glück Orang Utans oder die kleinen asiatischen Elefanten zu sehen.

Boot auf dem Kinabatang Fluss im Dschungel zum Sonnenuntergang Sabah Borneo IMG_5282

Hornbill im Baum Sabah Borneo Nasenaffe sitzend im Baum Bako Nationalpark Borneo

Auf dem Rückweg nach Sandakan besuchen wir noch die Gomantong Höhle. Auf dem Weg in die Höhle erblicke ich hoch oben in der Baumkrone eine rote, haarige Hand. Wir sind so aufgeregt doch noch einen richtigen, echten, wilden Orang Utan sehen zu dürfen. Er hangelt sich die Baumkrone entlang und lässt uns nur staunen, wie grazil und langsam er sich bewegt. Kurz vor dem Eingang zur Höhle sehen wir sogar noch eine Redleaf Monkey. Als wir auf dem Rückweg zum Auto sind, bleiben wir bedächtig stehen, denn direkt neben uns ca. 5 Meter vom Boardwalk steht ein Orang Utan Männchen. Wir sind fasziniert. Er guckt uns ein paar Sekunden an, dreht sich dann langsam um und läuft in den Dschungel. Der Waldmensch!

Strandschönheiten in Borneo:

Nach einer erlebnisreichen Reise lässt es sich am Strand doch am schönsten entspannen.

Eine Nacht verbringen wir im luxuriösen 5 Sterne Shangri La Rasa Ria Resort*****. Es gibt zwei Flügel: Garden Wing und Ocean Wing. Die Suiten im Ocean Wing sind etwas exklusiver und auch der Außenbereich mit Pool ist eher für „Adults Only“. So finden Paare, als auch Familien genau das wonach sie suchen.

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Die nächsten zwei Nächte verbringen wir auf Gaya Island im Gaya Island Resort*****. In nur wenigen Minuten erreichen wir vom Pier in Kota Kinabalu die Insel. Die Villen des Resort verstecken sich wunderschön in dem Dschungel, der sich über die ganze Insel zieht. Hier entspannen wir die letzten Tage mit Blick auf den Mount Kinabalu.

Gaya Island Resort Blick von oben auf den Ool und Strand IMG_5330 IMG_5364 dav

 

 

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