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Bhutan

Eine spirituelle Reise in das Land des Buddhismus – Kurzgeschichte

 

1. Teil der Kurzgeschichte: 

Ich habe noch nie eine so andere Welt von einem so kleinen Fenster aus gesehen. Ich spüre, wie mein Gesicht das eher feuchte und kalte Glas der Fenster berührt, und versuche, mehr von dem zu sehen, was draußen ist. Es scheint fast so, als ob die Flügel des Flugzeugs die Bäume berühren können. So viele Bäume, üppig grüne Bäume, und ich bin so nah dran, dass ich sie zählen könnte, wären es nicht so viele. Zwischen den Bäumen kann ich Häusergruppen sehen, oder auch nur ein einziges Haus, isoliert scheint es von der bewohnten Welt. Die Häuser wirken groß, stehen wie Festungen, einige haben Innenhöfe, und ich kann Tiere sehen, die auf dem Gelände herumlaufen. Es ist faszinierend zu sehen, wie nah das alles wirkt, während wir noch im Flug sind. Ich höre die traditionelle bhutanische Musik im Hintergrund, das gelegentliche Schnappen nach Luft von einem Mitreisenden, der wie ich beeindruckt ist von den ersten Eindrücken dieses noch sehr geheimnisvollen Landes.

Ich habe über die Herausforderungen gelesen, denen sich die Piloten stellen müssen, wenn sie die engen Ausläufer des Himalaya-Gebirges überfliegen müssen, um dieses kleine Königreich zu erreichen und auf dem internationalen Flughafen in Paro zu landen. Aber ich scheine das Vergessen zu haben, fühle mich überwältigt von den ersten Sehenswürdigkeiten und bin gespannt darauf, endlich einen Fuß in das erste kohlenstoffneutrale Land der Welt zu setzen. Wie wird das sein, wie wird sich das anfühlen?

Ich weiß nicht mehr wirklich, was ich erwartet habe, und es spielt auch keine Rolle mehr, sobald sich die Türen unseres Flugzeugs öffnen, um die frische, knackige und saubere Luft hereinzulassen. Ich nehme mir einen Moment Zeit, als ich beginne, die Treppe hinunterzusteigen, und versuche, die Szenerie in mich aufzunehmen, aber es fühlt sich fast zu viel an. Es ist nur ein kurzer Spaziergang vom Flugzeug zum Flughafen, und es ist ganz klar, wer schon einmal hier war und wer ein Neuling ist. Die offiziellen Prozeduren und die Abholung meines Koffers verlaufen reibungslos, und ehe ich mich versehe, trete ich aus dem Flughafen und werde von einer Gruppe von Menschen in traditioneller bhutanischer Kleidung begrüßt, die ein nettes Schild mit meinem Namen tragen. Ich werde von zwei Männern in Empfang genommen. Sofort fühle ich mich bei Chungku und Tobgay wohl. Freundlich nehme ich den schönen weißen, handgefertigten Seidenschal als Zeichen ihrer Wertschätzung entgegen und lasse mich von ihnen zum fahrbereiten Allradantrieb führen, der vor dem Flughafen geparkt ist.

Fortsetzung folgt…