Borneo – Ursprünglichkeit, Exotik, Regenwald

Orang Utan sitzend auf Seilen im Semenggoh Wildlife Center Borneo

Eine Reise nach BORNEO verspricht unvergessliche Momente im dichten Primärregenwald, einen tiefen Einblick in die Lebensart des Iban Stammes,  einem ehemals sehr kämpferrischen Stamm und die beeindruckende Welt der Menschenaffen. Die Tierwelt ist hier in Borneo besonders vielfältig, es gibt die seltenen, in Mangroven lebenden, Nasenaffen, die kleinen asiatischen Elefanten und natürlich den Orang Utan.
Ich nehme Sie mit auf meine fantastische 2-wöchige Reise durch ein Land mit einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt.

Bevor es nach Borneo geht, machen wir einen kurzen Zwischenstopp von dem 13 stündigen Flug mit Emirates in Kuala Lumpur. Mit dem Klia Express Zug sind wir in null Komma nichts an der Zentralstation (KL sentral mit Klia Express RM 100 pro Person hin und zurück). Weiter geht es mit einem Taxi zum Hotel.
Rooftop Bar in KL
Die beste Bar mit dem schönsten Blick ist die Heli Bar. Wie der Name bereits verrät, ist es tagsüber eine Heliplattform und abends wandelt sie sich zu einer 360°C Aussichstplattform mit Blick auf die wunderschöne Skyline Kuala Lumpurs.

mde

Sarawak: Kuching
Von Kuala Lumpur geht es nach Kuching, der Hauptstadt des Staates Sarawak im Süden Borneos. Die Stadt liegt am Lemanak Fluss und bietet eine schöne Waterfront zum Spazieren. Die Fußgängerbrücke über den Fluss ist besonders abends ein Highlight, wenn die bunten Lichter eine wunderschöne Atmosphäre erzeugen. Beeindruckend ist auch das Parlaments Gebäude auf der anderen Seite des Lemanaks. Zweimal täglich findet hier eine Wasser-Licht Show statt (20:30 & 22:00) statt. Ein kleiner Spaziergang zu den nahe gelegenen wunderschönen chinesischen Tempeln lohnt sich sehr.

Blick vom Hilton Hotel auf den Lemanak Fluss und das Parlamentsgebaeude Kuching Borneo Fussgaengerbruecke und Parlamentsgebaeude erstrahlen bei Nacht in buntem Licht Waterfront Kuching Borneo Hotels am Lemanak Fluss an der Waterfront Kuching Borneo Kunstvoller Eingang zum chinesischen Tempel Kuching Borneo

Semenggoh Orang Utan Center
Nur wenige Kilometer von Kuching entfernt liegt dieses Orang Utan Sanctuary, dass in Gefangenschaft geratene oder verletzte Tiere aufnimmt. Die Tiere werden hier auf eine eventuelle Auswilderung vorbereitet. Das Center ist 720 Hektar groß in dem sich die Tiere frei bewegen können. Zweimal täglich wird dem “Mann des Waldes“ Obst angeboten. Je nachdem wie viel Früchte der Dschungel zu bieten hat, kommen die Orang Utans zur Fütterungsstelle. Das Center ist kein Zoo, es besteht daher keine Garantie diese fantastischen Tiere zu sehen.
Wir hatten Glück gleich zwei Orang Utans zu sehen, die sich wenig darum gekümmert haben, dass eine Distanz von bis zu 10 m zu wahren ist.

Orang Utan sitzend am Boden mit Bananen Semenggoh Wildlife Center Borneo

Iban Langhaus
Von Kuching nach Batang Ai, wo sich eines der verschiedenen Langhäuser befindet, sind es ca. 3 Stunden Fahrzeit. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Stopp am lokalen Markt. Hier werden allerhand Waren wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch angeboten. Hier kannst du das Feilschen und Handeln der Einheimischen beobachten.
Wir setzen mit dem Boot über auf eine Halbinsel auf der sich das Batang Ai Longhouse Resort befindet. Die Aussicht vom Resort auf den Stausee und den Dschungel ist einfach fantastisch und ideal für einen Sundowner.

Am nächsten Tag geht es mit einem kleinen Boot für ca. 30 Minuten zum Langhaus der Iban Familien, die wir besuchen. Die Iban sind ein Stamm ehemaliger kriegerischer Kopfjäger. Da das Leben früher gefährlich war, lebten die Iban auf engstem Raum, um sich vor Angreifern zu schützen. Und so leben sie auch heute noch.
Am Anleger angekommen sehen wir auch schon die ersten Lokals, die den geernteten Pfeffer zum Trocknen ausbreiten, denn wir sind hier nämlich im Land, wo der Pfeffer wächst. Beim Betreten des Langhaus gucken uns auch schon die ersten Iban-Mädels neugierig an.
Das Langhaus besteht aus einem langen und breiten Korridor, der als Gemeinschaftsraum genutzt wird. Hier wird gequatscht, gefaulenzt und ein Nickerchen gehalten. Vom diesem Korridor gehen entlang der gesamten Länge des Hauses die einzelnen privaten Räume mit Küche jeder Familie ab. Die Wohnräume zeigen zur Rückseite zum Dschungel. Nach vorne hin, zum Wasser zeigt eine Art Terrasse, die als Lagerraum dient. Hier wird die Wäsche aufgehängt, der Pfeffer zum Trocknen ausgebreitet. Außerdem werden hier die Tiere gehalten. Die Hähne, die auch zum Hahnenkampf gehalten werden, sind an Schnüren befestigt und Katzen sowie Hunde streunen hier rum. Wir werden in die privaten Räume des Chiefs eingeladen und kommen nicht drum herum einen Reiswein mit den Frauen in der Küche zu trinken. Und gleich noch einer hinterher…wir schlendern durch das Langhaus, werden nett von Bewohnern begrüßt, aber in Ruhe gelassen. Es ist anscheinend kein großes Ding, dass Besucher da sind. Dies gibt uns aber die einmalige Möglichkeit das Leben der Iban zu beobachten, denn jeder macht einfach das, was er vor unserer Ankunft getan hat.
Unser mitgebrachtes Essen wird von unserem Guide und einigen Iban-Frauen zubereitet.
Nach dem Essen wird uns der traditionelle Kriegstanz vorgeführt. Natürlich werden am Ende alle Besucher gebeten die Tänzer einmal im Kreis tänzerisch zu begleiten. Keine Sorge, ist kurz und schmerzlos. Endlich werden dann unsere Geschenke verteilt, die wir mitgebracht haben. Die Kinder sitzen bereits gespannt mit einer Tüte oder Korb vor sich im Halbkreis und warten darauf, dass es los geht. Aber vorher werden die Geschenke von jedem Gast zeremoniell überreicht. Kurze Pose mit dem stellvertretenden Chief, lächeln und Klick.
Da die Geschenke gereicht aufgeteilt werden, ist es sinnvoll eine große Kiste mit Keksen zu besorgen (das hat unser Guide bei einem Stopp nach Batang Ai organisiert). So kann sicher gestellt werden, dass es keine traurigen Kinderaugen gibt.
Mitbringsel Tipp:
Wer etwas von Zuhause mitbringen möchte, sollte etwas wählen was für ca. 30 Kinder reicht. Plastik sollte unbedingt vermieden werden.
Auch sollten malaysische Mitbringsel vermieden werden, die in unnötigem Plastik verpackt sind. Unser Guide hatte einen Alukanister besorgt, in dem die Kekse waren. So können die Frauen den Alukanister weiter verwenden.

Nachdem alles verteilt ist machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Resort, wo wir am Nachmittag noch an einem kurzen geführten Dschungeltrek mit Canopy walk teilnehmen.

Ausblick vom Aiman Batang Ai Longhouse Resort Borneo Gruppe Maedchen sitzend im Gemeinschaftsbereich des Iban Langhauses Borneo IMG_4662 IMG_4669

Bako Nationalpark

Unsere nächster Programmpunkt ist der Bako Nationalpark, der in der Nähe von Kuching liegt. Der Bako ist einer der ältesten Nationalparks, daher sieht man hier besonders viele Tiere, weil hier schon seit Jahren nicht mehr gejagt wird.  Man kommt nur mit einem Boot hin. Bei Ankunft im Park registrieren wir uns und können dann auf ausgeschilderten Wegen den Dschungel erkunden. Gleich zu Anfang begrüßt uns eine Bachelor-Gruppe der endemischen Nasenaffen. Die Männchen zeichnen sich durch ihr langen und breiten Nasen aus. Wohin gegen die Weibchen kleinere Nasen haben. Die Wanderwege sind unterschiedlich beschaffen. Es geht an manchen Stellen ein paar Meter steil hinauf, über Baumwurzeln oder große Steine. Der Park ist ein echtes Erlebnis. Einziger  Wehrmutstropfen, der viele Müll, der an den Strand gespült wird und von ignoranten asiatischen Reisegruppen achtlos weggeworfen wird.

Die nächste Nacht verbringen wir im urigen Baumhaus im Permai Rainforest Resort am Damai Beach. Der Strandabschnitt ist ca. 50m lang und der dichte Dschungel reicht an manchen Stellen bis ans Ufer. Im Hotelrestaurant lassen wir den Abend bei einem leckeren Fruchtshake ausklingen und genießen den Sonnenuntergang.

IMG_4821 IMG_4862 IMG_4882

Damai Beach

Anschließend werden wir in unsere urige Dschungel Unterkunft gebracht. Heute schlafen wir in einem Baumhaus am Damai Beach, im Permai Rainforest Resort.

Die Lodge befindet sich am Strand im dichten Urwald. Wir haben es genossen einfach dem Sound des Dschungels bei einem leckeren Bananen Shake zuzuhören.

IMG_4898 IMG_4908

Sabah: Kota Kinabalu

Wir fliegen weiter in den Norden, in den Staat Sabah nach Kota Kinabalu. Wir wohnen im schicken Hotel Grandis mit Blick auf das südchinesische Meer. Kota Kinabalu sieht super modern aus mit zahlreichen Hochhäusern und schicken Shopping Malls. Weniger schick, aber umso interessanter ist der Seafood Markt an der Waterfront. Die Händler überbieten sich mit ihrer Auslage gegenseitig. Von Papageienfischen, riesigen Garnelen, Jacobsmuscheln und Hummer  gibt es hier alles was das Meer zu bieten hat und frischer kann es nicht sein. Denn man sucht sich in der Auslage was man essen will und das wird dann fangfrisch zubereitet zu wahnsinnig niedrigen Preisen. Seafood- Heaven!!!

sdr dav

Am nächsten Tag erwartet uns bereits unser neuer Guide, er war mal Ranger im Wald und hat die Wiederaufforstung unterstützt und er ist ein echter Baumliebhaber. Aber bei den Giganten, die einen im Kota Kinabalu Nationalpark erwarten, ist das auch nicht erstaunlich.

Der Rundgang durch den botanischen Garten gab uns einen Einblick in die vielfältige Vegetation und die Anstrengung der Menschen diese zu erhalten. Wir entdecken so viele schöne und außergewöhnliche Pflanzen, die für uns Europäer einfach nur exotisch sind.

Canopy Bruecke im dichten Dschungel Kota Kinabalu Nationalpark Borneo IMG_4989 IMG_5007 IMG_5023

Auf dem Weg zum Canopy Walk entdecken wir sogar ein Schild, was darauf hindeutet, dass gerade hier eine Rafflesia blüht. Die Pflanze bildet die größten Blütenblätter im Pflanzenreich. Es gibt Sie nur vereinzelt und wenn sie blühen dann nur für 5 Tage. Wir haben mal wieder Glück :-)

Aufgehende rote Rafflesia Blume Borneo

Und auch mit dem Mount Kinabalu haben wir Glück, denn während unserer Fahrt in den Park zeigt sich der Berg in seiner vollen Schönheit.

Nahaufnahme des Berges Kota Kinabalu mit pinken Bougainville Ranken Borneo

Sabah´s Tierwelt

Es geht weiter in den Norden. Wir fliegen früh morgens von Kota Kinabalu nach Sandakan. Wir werden abgeholt und zuerst in das Orang Utan Rehabilitations Center Sepilok gebracht. Auch hier werden verletzte, verwaiste oder in Gefangenschaft geratene Orang Utans gerettet. Wir besuchen zuerst das Nursery Center, wo fünf kleine, pubertierende Orang Utans herumtollen. Leider sitzt man hinter einer Scheibe, was den echten Erlebnis-Charakter etwas hemmt.  Anschließend werden wir zur Fütterungs-Plattform geleitet, wo wir mit Glück Orang Utans sehen können. Wie das immer so ist mit dem Glück…wir haben keine gesehen. Es gibt eben keine Garantie dafür, da sich die Tiere frei auf dem großen Gelände bewegen.

Wir haben uns entschieden ein Orang Utan Baby zu adoptieren. Die Adoption gilt für ein Jahr und wir werden darüber informiert, wie es unserer Canyon geht und ob sie vielleicht ausgewildert werden kann. Die Adoption kostet MYR 200 und kommt natürlich dem Center zu Gute.

dav

Bilit Rainforest Lodge

Anschließend fahren wir ca. 2 Stunden zu unserer Dschungelunterkunft, entlang Kilometer langer Palmölplantagen. Es ist einfach nur traurig aus dem Fenster des Fahrzeugs zu schauen und zu wissen, dass hier der Tierwelt der Raum zur Existenz gewaltsam entrissen wird.

Nach Ankunft in der Lodge dürfen wir uns noch am Lunch-Buffet bedienen, danach Check-In und am Nachmittag geht es dann auf eine erste Bootsexkursion auf dem Kinabatangan Fluss. In den Bäumen am Flussufer entdecken wir so viele Nasenaffen, Makaken und verschiedene Spezies des Hornbill. Die Sonne geht langsam unter und taucht den Regenwald in ein zartes, mystisches Licht. Wir verbringen einen vollen Tag hier in der Lodge und genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit dieser fantastischen Landschaft. Pro Tag werden 2 Bootsexkursionen unternommen, die auf dem Kinabatangan Fluss rauf und runter führen. Leider hatten wir nicht das Glück Orang Utans oder die kleinen asiatischen Elefanten zu sehen.

Boot auf dem Kinabatang Fluss im Dschungel zum Sonnenuntergang Sabah Borneo IMG_5282

Hornbill im Baum Sabah Borneo Nasenaffe sitzend im Baum Bako Nationalpark Borneo

Auf dem Rückweg nach Sandakan besuchen wir noch die Gomantong Höhle. Auf dem Weg in die Höhle erblicke ich hoch oben in der Baumkrone eine rote, haarige Hand. Wir sind so aufgeregt doch noch einen richtigen, echten, wilden Orang Utan sehen zu dürfen. Er hangelt sich die Baumkrone entlang und lässt uns nur staunen, wie grazil und langsam er sich bewegt. Kurz vor dem Eingang zur Höhle sehen wir sogar noch eine Redleaf Monkey. Als wir auf dem Rückweg zum Auto sind, bleiben wir bedächtig stehen, denn direkt neben uns ca. 5 Meter vom Boardwalk steht ein Orang Utan Männchen. Wir sind fasziniert. Er guckt uns ein paar Sekunden an, dreht sich dann langsam um und läuft in den Dschungel. Der Waldmensch!

Strandschönheiten in Borneo:

Nach einer erlebnisreichen Reise lässt es sich am Strand doch am schönsten entspannen.

Eine Nacht verbringen wir im luxuriösen 5 Sterne Shangri La Rasa Ria Resort*****. Es gibt zwei Flügel: Garden Wing und Ocean Wing. Die Suiten im Ocean Wing sind etwas exklusiver und auch der Außenbereich mit Pool ist eher für „Adults Only“. So finden Paare, als auch Familien genau das wonach sie suchen.

dav dav

 

Die nächsten zwei Nächte verbringen wir auf Gaya Island im Gaya Island Resort*****. In nur wenigen Minuten erreichen wir vom Pier in Kota Kinabalu die Insel. Die Villen des Resort verstecken sich wunderschön in dem Dschungel, der sich über die ganze Insel zieht. Hier entspannen wir die letzten Tage mit Blick auf den Mount Kinabalu.

Gaya Island Resort Blick von oben auf den Ool und Strand IMG_5330 IMG_5364 dav

 

 

Varanasi 1_neu

Indien – bunte Vielfalt, scharfes Curry

  1. Tag Delhi

Nach einem langen Flug mit Air India (da der pakistanische Luftraum noch gesperrt war) bin ich gegen 9:30 in Delhi gelandet. Ich wurde sehr nett am Flughafen begrüßt und zum Hotel gebracht, wo meine Schwester bereits auf mich wartete. 10 Minuten zum frischmachen mussten reichen und los ging es mit der Stadtführung durch Delhi. Nachdem wir das Fort besichtigt hatten, unternahmen wir eine Rikschafahrt durch Old Delhi und konnten das Alltagsleben der Inder beobachten. Ein absolutes Highlight!! Langsam setzte die Müdigkeit ein, aber trotzdem hielten wir durch und besichtigten weitere Sehenswürdigkeiten.

Delhi 2_neu

  1. Tag: Agra

Nachdem ich mich von dem Flug erholt hatte, fuhren wir am nächsten Morgen weiter nach Agra. Unser Fahrer war einfach unglaublich. Sehr aufmerksam und ein super Gesprächspartner. Auf der gesamten Tour haben wir sehr viel von ihm gelernt. Heute stand das Taj Mahal auf dem Programm. Bevor wir uns aber die größte Liebeserklärung aller Zeiten anguckten, besichtigten wir das Agra Fort. Das gigantische Fort ist auf jeden Fall ein Muss. Die Geschichte des Taj Mahals hat hier angefangen und der Blick von der Festung auf das Bauwerk ist beeindruckend. Anschließend ging es weiter und das Taj Mahal lag wie eine Fata Morgana vor uns.

Agra 2_neu

Auch wenn ich sonst nicht so gerne Fotos aufnehme, konnte ich mich in diesem Moment nicht mehr halten und trotz der zahlreichen Touristen mussten wir zugeben, dass dies das schönste Bauwerk war, was wir je gesehen haben. Für den Sonnenuntergang blieben wir noch, danach verabschiedeten wir uns schweren Herzens von dem Kunstwerk.

Agra 3_neu

  1. Tag: Ranthambore

Ranthambore ist der bekannteste Nationalpark des Landes. Er ist nicht nur sehr beliebt sondern auch super touristisch. Wenn man, wie wir, Richtung Udaipur oder Jaipur unterwegs ist, ist dies ein super Zwischenstopp. Nach den letzten zwei Tagen in den beiden Millionenstädten waren wir sehr froh wieder frische Luft zu atmen. Auch die Safaris waren super. Wir hatten Glück und haben einen guten Bereich abbekommen.  Für Vogelliebhaber ist der Park sehr gut und auch mir hat er gefallen, aber die Chance einen Tiger zu sehen ist nicht besonders groß.

Ranthambore 1_neu

  1. Tag: Bundi …

ist eine kleine Stadt auf dem Weg nach Udaipur. Es ist um einiges ruhiger und wir konnten problemlos alleine durch die Straßen laufen, ohne von dem Verkehrschaos überfordert zu sein.

Der Palast der Stadt hat mich sehr fasziniert. Er ist zwar äußerst in die Jahre gekommen und wird von zahlreichen Affenbanden bewohnt, erinnerte mich aber an eine Filmkulisse. Auch einmal fast alleine unterwegs zu sein, ohne die Touristenmengen, war mir äußerst lieb.

Bundi 1_neu Bundi 2_neu

Die kleinen Restaurants in der Hauptstraße waren top und uns hat das Rainbow Cafe äußerst gut gefallen.

Bundi 3_neu

  1. + 6. Tag Udipur

Udaipur ist ein absolutes Highlight und die Beschreibung der romantischten Stadt Indiens ist äußerst zutreffend. Die Bootsfahrt am ersten Abend war wunderbar und unser Hotel, direkt am See, der ideale Platz den Sonnenuntergang an zu schauen.

Udaipur 2_neu

Etwas dekadent haben wir uns es in den zwei Tagen richtig gut gehen lassen. Wir hatten zwar einen Guide im City Palast aber aus meiner Sicht kann man diese Sehenswürdigkeit sehr gut mit dem Audio Guide besichtigen und hat so ein bisschen Zeit für sich. Auch zum einkaufen und Essen gehen ist die Stadt super.  Gerne hätte ich hier noch ein paar Tage drangehangen.

Udaipur 1_neu Udipur 3_neu

 

  1. + 8. Tag: Jodhpur

Auf dem Weg nach Jodhpur haben wir an dem Tempel Ranakpur gehalten und daher etwas Zeit verloren (würde ich aber immer wieder so machen). Abends hatten wir trotzdem noch Zeit über die bunten Märkte zu schlendern und Gewürze und Stoffe zu kaufen. Gewürze können übrigens auch lose erworben werden (sehr viel günstiger als abgepackt). Unser Guide war super und auch am nächsten Tag hat er uns noch im Schnelldurchlauf das Fort der Stadt gezeigt, bevor unserer Reise weiter in die Wüste ging. Nach einer Dorfsafari die mir persönlich nicht so gut gefallen hat, sind wir in das wunderschöne Jaisalmer gefahren.

Ranakpur_neu

  1. Tag: Jaisalmer

Mit Abstand meine Lieblingsstadt in Rajastahn. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt und die Menschen hier sind super freundlich. Die Stadt ist touristisch, was aus meiner Sicht aber eher ein Vorteil ist, da alle Einwohner an blonde Frauen gewöhnt sind und ich nicht wie ein Alien angestarrt wurde. Das Schöne an dem Fort in Jaisalmer ist, dass es bewohnt ist.

Jaisalmer 2_neu

Man schlendert durch die Gassen und kann den Einwohnern beim Wäschewaschen und Milch holen zusehen. Die Fassaden sind wunderschön und dadurch, dass auf den geschmückten Balkonen wirklich Menschen stehen und einem Zuwinken ist es authentischer als jedes der anderen Forts.

Jaisalmer 2 (2)_neu

Auch der Kamelritt am Abend war sehr aufregend. Es ist kurz vor der Abfahrt ein Sandsturm aufgezogen und wir drei (meine Schwester, unser Fahrer und ich) haben den ganzen Weg zum Ausgangspunkt sehr viel Lachen müssen. Trotz des äußerst kurzen Rittes war es ein wunderbares Erlebnis und ist weiterzuempfehlen.

Jaisalmer 1

  1. Tag: Bikaner

Ich konnte an diesem Punkt der Reise keine weiteren Forts mehr sehen. Nach dem Erlebnis in Jaisalmer war das Fort in Bikaner sehr enttäuschend. Gott sei Dank fand auf dem Vorplatz ein buntes Fest statt.

Bikaner 1_neu

Der Besichtigung konnte ich leider nicht richtig folgen, da die laute Musik, die bunten Kleider und der gesamte Aufbau des Festes mich so faszinierten. Wir kamen mit vielen Menschen ins Gespräch und konnten wunderschöne Fotos machen. Anschließend ging es auf eine Kamelfarm, die aus meiner Sicht sehr enttäuschend war. Die kleinen Kamele waren zwar süß, aber ich hatte mir den ganzen Aufbau irgendwie anders vorgestellt.

Bikaner 2_neu

Heute fing es das erste Mal an richtig zu Gewittern und unter strömenden, monsunartigen Regen sind wir zurück in unser Hotel gefahren. Alles stand Unterwasser und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Menschen hier während der richtigen Monsunzeit leben.

  1. Tag: Mandawa

Nach Ankunft hat uns unser Guide vom Hotel abgeholt. Wir haben im Stadtpalast übernachtet, der sehr weiterzuempfehlen ist. Vor allem die Dachterrasse hat mir besonders gut gefallen, da wir von dort einen tollen Blick über die ganze Stadt hatten.

Mandawa 2_neu

Nach Ankunft sind wir in ein sehr authentisches Restaurant gegangen, was Mona Lisa heißt. Super Essen zu einem sehr günstigen Preis und das direkt in der Nähe des Palastes. Dann ging es weiter mit den berühmten Havelis. Sehr beeindruckend aber wirklich schon sehr in die Jahre gekommen. Es ist schade zu sehen wie solche wunderbaren Gebäude verfallen, da die Besitzer diese weder Verkaufen noch pflegen.

Mandawa 4_neu

Auch hier hat es weiter geregnet und wir sind mit unsere Guide in einen Stoffladen geflohen um uns unterzustellen. Gleich wurden wir zum Tee eingeladen und man hat gemerkt, wie unglaublich Nahe sich die Bewohner dieser kleinen Stadt sind. Es wurde über Verwandte und Bekannte gescherzt, Videos von bekannten Bollywood Stars gezeigt und viel gelacht.

mandawa 1_neu

  1. Tag: Delhi

Unsern zweiten Tag in Delhi haben wir in einer der Malls verbracht. Was mich persönlich noch viel mehr als die Armut belastet hat, ist dieser Reichtum des Landes. 100 Meter von einer kleinen Hüttensiedlung entfernt befinden sich Luxusgeschäfte wie Gucci und Prada. Zwar wächst die Mittelschicht immer weiter aber die Disparitäten dieses Landes sind immer noch so extrem, dass wir uns dies als Europäer gar nicht vorstellen können. Aber durch den Hinduismus akzeptiert jeder seine Stellung und ein friedliches Zusammenleben ist möglich.

Delhi_neu

  1. + 14. Varanasi

Morgens flogen wir in die heiligste Stadt des Landes. Varansi ist ungefähr eine Flugstunde von Delhi entfernt und hat 1,2 Millionen Einwohner. Das Highlight waren die abendlichen Zeremonien am Ganges und die feierliche Musik, die Gänsehaut verlieh. Auch die Verbrennungsstätten waren sehr interessant. Es war gut, dass wir einen Guide dabei hatten, denn sonst hätten wir niemals so viel über den Hinduismus und die Gebräuche dieser Religion erfahren.

Varansi 2_neu Varanasi 4_neu

Am nächsten Tag besuchten wir nach der morgendlichen Bootsfahrt die Geburtsstädte des Buddhismus und kriegten so einen Einblick in diese Religion. Diese Stadt ist auf jeden Fall ein Muss und war eines der Highlights der Reise. Die Eindrücke und Erfahrungen, die wir hier gesammelt haben will ich auf keinen Fall missen.

 Varanasi 1_neu  

  1. Tag: Abschied nehmen

Indien als Land ist so faszinierend, wie kein anderes. Es ist auf keinen Fall ein Ort für Entspannungsurlaub, aber ein Ort um sich auf vielen Ebenen weiter zu bilden. Ich gehöre zu den Menschen, die Indien lieben und kann es verstehen, wenn andere von der Lautstärkenkulisse überfordert sind. Trotzdem empfehle ich jedem dieses Land zu bereisen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Sacha Lodge_neu

Ecuador & Galápagos – Artenvielfalt und Naturextreme

1. Tag Ankunft in Quito 

2. Tag Quito
Wir starten den ersten Tag in Quito mit der Seilbahnfahrt “Teleférico” hoch an dem Berg Pichincha. Auf über 4.000 Metern Höhe hat man einen fantastischen Überblick auf die langgezogene, in dem Talkessel liegenden Stadt. Die Schritte in der dünnen Luft sind noch etwas schwer, daher lassen wir es langsam angehen. Wieder unten in der Stadt fahren wir in das moderne Viertel der Stadt, schauen kurz in einer Mall vorbei und spazieren durch den Parque Carolina, wo die Ecuadorianer flanieren, Tretboot auf einem See fahren, an kleinen Ständen essen oder Sport machen. Im Geschäftsviertel kommen wir zufällig an einem Biergarten vorbei, wo wir natürlich nicht dran vorbeigehen konnten. Am Nachmittag hat uns Willi von unserer Partneragentur in seinem Büro zum ecuadorianischen Kaffee und Kuchen erwartet. Das bedeutet: Tamales, Humitas, Wein und Torte. Wir haben dort eine sehr nette Zeit verbracht. Später haben wir uns dann das Ausgehviertel Mariscal angeschaut und den Abend in einem sehr guten Grillrestaurant ausklingen lassen.

Quito_neu

3. Tag Quito
Heute ist Karfreitag. Traditionell findet jedes Jahr an diesem Tag eine große Prozession durch die Altstadt statt. Wir sind früh unterwegs und die Sonne zeigt sich, daher steuern wir zuerst den Panecillo an. Erhoben über der Stadt auf einem Hügel thront die Marienstatue mit ihren Flügeln und man hat einen tollen Blick auf die Stadt. Da wir noch nichts gefrühstückt haben, gehen wir als nächstes in ein lokales Restaurant. Für umgerechnet 3€ bekommen wir hier “Seco de Pollo” mit Reis, Eiern, einem großen Saft und Kaffee. Um noch einen draufzusetzen, haben wir uns dazu eine “Fanesca” bestellt. Diese traditionelle ecuadorianische Suppe gibt es nur in der “Semana Santa” zu Ostern und besteht aus 12 Hülsenfrüchten, in Anlehnung an die 12 Apostel. Sehr lecker und reichhaltig! Anschließend schauen wir uns die Prozession durch die Altstadt an. Eine Vielzahl von Gläubigern gehen und schleppen sich teilweise stundenlang durch die Straßen, gekleidet in violetten Kutten mit den typischen ´cucuruchos´, spitzen Kapuzen mit Augenschlitzen und viele von ihnen tragen schwere Holzkreuze auf dem Rücken, haben Stacheldraht um die Stirn gewickelt oder peitschen sich mit Brennnesseln, um die Leiden Christi nachzuempfinden. Beeindruckende Anblicke!!

Quito Altstadt Prozession_neu Quito Marienstatue_neu

 

4. Tag Flug nach Coca und Fahrt in die Sacha Lodge
Heute geht es in den Amazonas. Der Flug nach Coca dauert nur 50 Minuten und bei Ankunft werden wir direkt von einem Team der Sacha Lodge in Empfang genommen. Eine kurze Busfahrt bringt uns zu dem Hafen, doch bevor wir in das motorisierte Kanu steigen, gibt es noch eine kleine Stärkung in dem Büro der Lodge sowie eine kleine Einführung des Guides. Die Bootsfahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Wir fahren recht schnell und sehen immer mal wieder Einheimische an den Ufern, die uns zuwinken. An einer kleinen Anlegestelle steigen wir aus und gehen ca. 20 Minuten durch den Regenwald zu einer weiteren Anlegestelle, von der aus wir mit kleineren Kanus durch kleine Seitenkanäle und über den See bis zu unserer Lodge fahren. Wir werden mit einem Willkommensgetränk und einer Ansprache des Managers empfangen und beziehen anschließen unser Holzhäuschen. Traumhaft gelegen, mitten im Regenwald, können wir hier sichtgeschützt auf einer Terrasse in der Hängematte baumeln. Von überall aus hat man einen Blick auf den Regenwald. Einfach traumhaft! Für den frühen Abend ist bereits die erste kleine Exkursion geplant. Bei Dunkelheit starten wir einen kleinen Spaziergang in die Umgebung. Neben unzähligen fleißigen Blattschneiderameisen, bekommen wir viele Stabheuschrecken zu sehen, die wir ohne unseren Guide niemals entdeckt hätten. Unsere Highlights waren eine Regenbogen-Boa, eine riesige Tarantel und die bekannte hoch giftige “Bananenkisten” Spinne, deren Artgenossen es schon als blinder Passagier im Container über See bis nach Hamburg geschafft haben. Anschließend bekommen wir ein exquisites Abendessen serviert, das Sterneniveau hat. Unglaublich, was man hier geboten bekommt, wenn man bedenkt, dass man mitten im Amazonas ist und alles den weiten Weg hierher im Boot und Kanu transportiert werden muss. Morgen beginnt der Tag sehr früh und wir schlafen bei der schönen hypnotisierenden Geräuschkulisse des Regenwaldes schnell ein.

Coca Lancha_neu Sacha Lodge_neu

Sacha Lodge Schlafzimmer_neu Sacha Lodge Bad_neu

 

5. Tag Sacha Lodge
Um 5 Uhr werden wir von unserem Guide durch das Klopfen an unserer Tür geweckt. Die Exkursion beginnt mit einer schönen Bootsfahrt, bei der wir den erwachenden Regenwald beobachten können. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir einen Aussichtsturm, der um einen gigantischen Baum gebaut ist. In ca. 70 Metern Höhe befinden wir uns über den Baumkronen und haben einen atemberaubenden Ausblick auf den Regenwald. Hier verbringen wir einige Zeit und beobachten einfach nur die Vögel in den Bäumen. Unser Highlight sind vorbeifliegende hellrote Aras. Auf dem Rückweg zeigt und erklärt uns unser Guide mehr über die Pflanzen und Medizin des Regenwaldes. Z.B. der Drachenblutbaum, der Wunden heilt und als Getränk bei Magen- und Darmbeschwerden hilft. Auch die Pflanze, die bei der Ayahuasca Zeremonie verwendet wird, haben wir gesehen.

Sacha Logde Flora2_neu Sacha Lodge Flora_neuSacha Lodge Conga_neu

Zur Stärkung gibt es ein Mittagessen mit regionalen Zutaten. Typisch für den ecuadorianischen Amazonas sind zum Beispiel in Bananenblättern gedünsteter Fisch, Yuca und Kochbananen. Am Nachmittag machen wir eine Kanu Tour bei der wir z.B. Schildkröten, Totenkopf- und Kapuzineraffen sehen und wir versuchen uns beim Piranha Fischen. Ich bin überrascht wie viel Spaß das macht. Wir hängen kleine Fleischstücke an die Angelhaken und sofort kommen die fleischfressenden Fische an und schnappen sich das Fleisch. Flink wie die sind, haben wir keinen geangelt, aber unser Guide hat 4 Stück in 5 Minuten gefangen.
Nach einem leckeren Barbecue machen wir eine Kanu Tour im Dunkeln, um Kaimane zu sehen. Während der Tour finden wir keine, aber als wir in die Lodge zurückkommen, liegt doch tatsächlich einer direkt am Steg.

Sacha Lodge2_neu Sacha Lodge Community_neu

6. Tag Sacha Lodge
Es heißt wieder früh aufstehen, um 5 Uhr. Mit dem Kanu, dann zu Fuß und mit dem Boot geht es wieder auf den Rio Napo. Unser Ziel ist eine Papageien-Lecke. Leider hat es in der Nacht so viel geregnet, dass sich die Papageien nicht an der Lehmwand festhalten können. Wir sehen einige herumfliegen und die Geräuschkulisse ist eindrucksvoll. Wir beobachten die Vögel eine ganze Zeit und sehen auch noch andere Vogelarten sowie eine Affengruppe. Das nächste Ziel ist ein Interpretationszentrum, welches von Frauen aus einem der Dörfer am Rio Napo geleitet wird. Sie erklären uns wie sie leben, kochen, ihre Häuser bauen und grillen für uns Bananen, Yuca, Fisch und Maden, die dort eine Spezialität sind. Sie schmecken ganz Ok, salzig, etwas fett, aber schon etwas gewöhnungsbedürftig.
Heute ist richtig gutes Wetter und wir nehmen ein Bad in dem vom See abgetrennten Pool der Lodge. Nach etwas Entspannung in der Hängematte, starten wir zu dem Highlight der Sacha Lodge, dem über 35 Meter hohen Canopy Walk! Eine 300 Meter lange Hängebrücke führt über den Wipfeln des Regenwaldes entlang.

Sacha Lodge Canopy Walk_neu

Der Aufstieg ist anstrengend, aber es lohnt sich, denn man wird mit einem fantastischen Blick über den Amazonas belohnt. Die Stimmung am späten Nachmittag ist unglaublich schön. Wir hören Brüllaffen in der Ferne. Wir genießen eine ganze Weile still die Aussicht, lauschen den Geräuschen, beobachten und sehen u.a. Affen, Spechte in Aktion und einen Tucan. Obwohl es am Himmel noch hell ist, ist es unten am Boden des Waldes bereits dunkel und mit Hilfe von Taschenlampen gehen wir ca. 30 Minuten zurück zur Lodge. Wir genießen das letzte hervorragende Abendessen in der Lodge.

Sacha Lodge Canopy Tower Ausblick_neu IMG-20190423-WA0018_neu
7. Tag Rückflug nach Quito
Heute können wir “ausschlafen”, wir müssen erst um 6:30 Uhr aufstehen. Mit den Kanus über den See, dann wieder ca. 20 Minuten zu Fuß und ca. 1,5 Stunden mit dem Boot auf dem Rio Napo bis Coca, erreichen wir schließlich wieder den Flughafen und fliegen zurück nach Quito. Für den Nachmittag haben wir uns den Stadtteil La Floresta vorgenommen. Ein neuer moderner Stadtteil, in dem sich eine kreative Szene entwickelt hat und es einige trendige Restaurants gibt. An vielen Ecken entdecken wir schöne und interessante Graffitis und nette kleine Läden und Cafés.

Quito Neustadt La Floresta 2_neu Quito Neustadt La Floresta_neu

 

8. Tag Flug nach Galàpagos auf die Insel San Cristobal
Über Guayaquil fliegen wir am Morgen auf die Insel San Cristobal, die östlichste und eine der vier bewohnten Inseln von Galápagos. Überraschenderweise regnet es in Strömen, aber nach einiger Zeit klart es auf und wir gehen zu dem nicht weit entfernten Playa Mann. Hier freuen wir uns direkt über die zahlreichen Seelöwen, die hier am Strand faulenzen, im Wasser vergnügt spielen und lustige Geräusche von sich geben. Ein Stück weiter erreicht man noch einen anderen Strand, den Playa Carola, wo wir auch die eindrucksvollen kleinen Meeresechsen (Marine Iguanas) sehen. Auch u.a.  Kormorane, kleine Finken und Fregattvögel bekommen wir hier zu sehen. Ein fantastischer erster Eindruck von Galápagos! Hier genießen wir den schönen Sonnenuntergang und freuen uns auf die nächsten Tage.

San Cristobal Puerto Baquerizo Hafen_neu San Cristobal Puerto Baquerizo2_neu

San Cristobal Playa Mann Lobo_neu

 

9.Tag: Schnorchelausflug zum Leon Dormido
Der “Leon Dormido”, auch Kickers Rock genannt, sind aus dem Meer herausragende Felsen, um die man gut schnorcheln kann.

San Cristobal Leorn Dormido_neu

Mit einem Katamaran fahren wir ca. 1,5 Stunden bis zu den Felsen und steigen dort mit Schnorchel in das Wasser. Der erste Blick hinunter ist direkt ein Highlight, ein großer Adlerrochen schwimmt unter uns. Wir schnorcheln an dem Felsen entlang und durch eine Art Canyon. Unzählige Schwärme mit tausenden von Fischen, kleinen Haien, auch einen ca. 2 Meter großen Hai, sowie ein paar Schildkröten in der Ferne bekommen wir zu sehen. Ein verspielter Seelöwe gesellt sich auch noch dazu und spielt mit den Fischschwärmen. Den einen oder anderen Snack gönnt er sich dort auch sicherlich. Nachdem es etwas kalt geworden ist, gehen wir wieder an Bord, wärmen uns in der Sonne auf und fahren weiter zu einem schönen Sandstrand. Vom Boot aus schnorcheln wir zum Strand.

IMG-20190426-WA0002_neu

Zuerst erscheint uns die Unterwasserwelt etwas langweilig, aber dann werden wir überrascht und sind sofort verzaubert, als plötzlich zwei riesige Meeresschildkröten direkt an uns vorbei schwimmen. Unglaublich! Fast so groß wie wir selber, gleiten diese durch das Wasser und fressen Gras von den Felsen. Wir sind absolut beeindruckt und hin und weg… Eine ganze Zeit schwimmen wir ganz nah mit diesen tollen schönen Wesen und können uns gar nicht trennen. Doch irgendwann verschwinden die Schildkröten und wir müssen zum Boot zurück. Wir fahren zurück nach San Cristobal und lassen den Abend, in Gedanken bei den Schildkröten, ausklingen.

IMG-20190506-WA0050_neu

 

10.Tag: Einschiffung M/Y Solaris
Ein neuer Reiseabschnitt beginnt am Pier von San Cristobal, wo wir unseren Guide und die weiteren 14 Passagiere der Motoryacht Solaris treffen. In Zodiacs fahren wir zum Schiff und bekommen erst einmal eine Einweisung von unserem sympathischen und perfekt englischsprechenden Guide Pedro. Das Schiff ist brandneu und erst ca. einen Monat in Betrieb. Dementsprechend modern sieht alles aus und die Kabinen sind sehr geräumig. Hier fühlen wir uns auf jeden Fall direkt wohl. Der Besuch des Interpretationszentrums steht für den Nachmittag auf dem Programm. Anschaulich dargestellt erhält man hier viele Informationen über die vulkanische Entstehung der Inseln, die Lebensräume und über die interessante Flora und Fauna. Zurück auf dem Boot, gibt es mit der gesamten Crew zusammen einen Willkommenscocktail. Elf Crew-Mitglieder haben wir, vom Kapitän bis zum Zimmermädchen, und das für nur 16 Passagiere.

Solaris Schiff (2)_neu Solaris Kabine_neu

Solaris Lounge_neu Solaris Sonnendeck_neu

 

11.Tag: Isla Española
Als wir aufwachen, liegen wir bereits vor der Isla Española. Hier erwartet uns die Gardner Bucht, ein wunderschöner Strand mit türkisfarbenem Wasser. Eine Seelöwen-Kolonie ist hier zu Hause. Mit den Zodiacs fahren wir zum Strand. Faul liegen die Seelöwen in der Sonne und lassen sich überhaupt nicht von uns stören. Wir spazieren am Strand entlang und beobachten die Tiere beim Faulsein. Der eine oder andere Mockingbird ärgert die Seelöwen, Nazcatölpel stürzen sich wie Pfeile ins Wasser zum Jagen. Da wo einige Felsen sind, liegen auch Iguanas herum ohne sich zu bewegen und rote Klippenkrabben sitzen herum. Was für ein unberührtes Paradies! Als die Sonne zu heiß wird, kehren wir zum Boot zurück und ziehen uns die Schnorchelausrüstung an. An einem Felsen schnorcheln wir entlang und sehen gigantische Fischschwärme von ´Yellow-Tailed Surgeon-Fischen´. Es soll hier auch Haie und Schildkröten geben, aber die bekommen wir heute nicht zu Gesicht. Der Schnorchelgang ist trotzdem toll, denn wir schwimmen noch in einen Lavatunnel hinein. Die Fische erscheinen hier in einem besonderen Licht und die Felsformationen sind sehr interessant anzuschauen. Danach müssen wir uns erstmal bei einem Mittagessen stärken und eine kleine Siesta auf dem Sonnendeck einlegen. Am Nachmittag unternehmen wir dann eine kleine Wanderung über die Insel. Beim Aussteigen aus den Zodiacs und Betreten der Insel begrüßen uns wieder viele neugierige Seelöwen und rote Klippenkrabben sitzen überall in den Felsen oder krabbeln herum. Zu unserer Überraschung sind die Marine Iguanas hier rötlich, was auf eine bestimmte Algenart zurückzuführen ist, die die Iguanas fressen. Wir lernen hier, dass die Echsen auf den Steinen ihr Sonnenbad nehmen um sich aufzuwärmen. Ab und zu machen sie “Liegestütze”, um den Prozess zu beschleunigen. Und sie niesen das Meeres-Salzwasser, was witzig zu beobachten ist, aus. Der Weg ist steinig, aber einfach zu gehen. Hier auf der Insel nisten Albatrosse, was schnell klar wird, da sie überall herumfliegen und -sitzen. Von einer Steilküste aus haben wir einen fantastischen Ausblick und neben Albatrossen zeigen sich in der Luft auch schöne weiße Tropikvögel mit ihrem markanten Schwanz, Kormorane und Pelikane. Ein besonderes Schauspiel bietet sich als die Brandung des Meeres sich mit großer Wucht durch schmale Felsspalten drückt, wodurch eine Art riesiger Geysir entsteht, das ca. 20 Meter in die Höhe schießt…. Auf dem Rückweg können wir aus weiter Gerne Blaufußtölpel sehen und Seelöwen liegen genau auf unserem Weg. Völlig ungestört von uns, steigen alle vorsichtig über sie hinüber.

Espanola Gardner Bay_neu Espanola Gardner Oyster Catcher_neu Espanola Punta Suarez fliegender Albatross_neu Espanola Punta Suarez Geysir_neu Espanola Punta Suarez Steilküste_neu Espanols Punta Suarez Krabbe2_neu

 

12.Tag: Isla Floreana
In der Nacht sind wir weiter gefahren zur Isla Floreana.

Floreana Rochen über die Füsse (2)_neu

Der Strand ist hier etwas dunkler und wir können viele Blaufußtölpel sehen. Ein Weg führt auf die andere Seite der Insel und wir kommen an einer großen Lagune vorbei, in der sehr schöne rosafarbene Flamingos stehen und nach Nahrung suchen. Auf der anderen Seite der Insel machen wir eine besondere Erfahrung, indem wir vorsichtig im Schleichschritt, ohne die Füße anzuheben, in das Wasser gehen. In dem leichten Wellengang lassen sich Adlerrochen treiben und gleiten uns sanft über die Füße. Jetzt heißt es ruhig bleiben, denn bei hektischen Bewegungen, können diese stechen. Aber es fühlt sich ganz schön und weich an und es gibt keinen Grund zur Panik.

Floreana Flamingos_neu Floreana fliegender Flamingo_neu

Als wir später wieder mit den Zodiacs unterwegs sind, steigen wir an einer Stelle an einem Felsen in das Wasser und schnorcheln. Es dauert nicht lange bis wir von neugierigen Seelöwen umgeben sind, die spielend um uns herum flitzen. Wahnsinn wie zutraulich die Tiere sind. Wir kehren zum Mittagessen auf das Schiff zurück und bevor wir an der Post Office Bay erneut schnorcheln gehen, schauen wir uns den ersten Briefkasten von Galápagos an. Dieser wurde im 18. Jhd. von Walfängern errichtet und heute gibt es die Tradition, dass wenn ein Reisender eine Postkarte findet, die an seinen Heimatort adressiert ist, er diese nach seinem Urlaub persönlich übergibt. Wir finden leider keine, die an Hamburg adressiert ist. Beim Schnorcheln sehen wir wieder riesige Meeresschildkröten, große Fischschwärme und nah am Ufer viele krabbelnde Einsiedlerkrebse.
Zum Abschluss des Tages und kurz vor Sonnenuntergang unternehmen wir eine Zodiac Fahrt, die uns durch eine wunderschöne Lavagesteinlandschaft führt. Seelöwen, Rote Klippkrabben sind wieder unsere Begleiter und in einer Bucht sehen wir immer mal wieder Schildkrötenköpfe aus dem Wasser gucken. Die Landschaft ist wunderschön und erstrahlt in tollen Farben bei untergehender Sonne.

Floreana Strand_neu Floreana Vulkanlandschaft_neu

 

13.Tag: Isla Santiago
Schon vom Boot aus sehen wir eine riesige schwarze Lavafläche, die Sullivan Bucht, die zur Isla Santiago gehört. Wir fahren mit dem Zodiac dorthin und spazieren über das gigantische Lava-Feld. Die Formationen sind sehr beeindruckend, man erkennt noch genau die verschiedenen Strömungen. An einigen Stellen ist die Lava gebrochen und man erkennt die unterschiedlichen Schichten. Ein Traum für Geologen. Man kann sich kaum vorstellen, dass es hier Lebewesen gibt, aber wir sehen viele Lava-Lizzards und sogar eine Kaktuspflanze. Später fahren wir zu einem Strand, von dem aus wir wieder schnorcheln gehen. Wir freuen uns wieder eine große Schildkröte zu sehen! Am Nachmittag unternehmen wir einen anderen besonderen Schnorchelgang. Das besondere an diesem Ort ist ein eindrucksvoller Unterwasser-Korallen-Canyon. Hier gibt es riesige Seesterne, natürlich auch wieder eine Vielzahl an irre großen bunten Fischschwärmen und das Highlight: Galápagos Pinguine! Einer schießt unter Wasser an uns vorbei und die anderen Artgenossen sehen wir auf den Felsen sitzen.

 

Santiago Lava Kaktus_neu Santiago Lava_neu

Santiago Pelikan_neu Santiago Lavalandschaft2_neu

 

14.Tag: Black Turtle Cove – Baltra – Santa Cruz/Puerto Ayora
Früh am Morgen, vor dem Frühstück, machen wir noch eine Fahrt mit den Zodiacs zu der ‘Black Turtle Cove’, einer wunderschönen Mangrovenlandschaft. Durch die aufgehende Sonne herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Es dauert nicht lange bis wir die ersten Schildkrötenköpfe auftauchen sehen und die Schildkröten neben unseren Booten vorbei schwimmen.

Santa Cruz Black Turtle Cove Schildi Kopf_neu

Auch kleine Haie und Rochen sehen wir immer wieder. Ein Pelikan ist hier auf der Suche nach seinem Frühstück und zeigt uns seine Jagdkünste. Ein wunderschöner Abschluss der Kreuzfahrt. Nun heißt es Abschied nehmen von den Mitreisenden und unserem Guide Pedro. Wir werden am Flughafen von Baltra abgesetzt und verabschieden uns von allen. Nun fahren wir mit dem Bus zu dem Itabaca Kanal, wo wir eine Fähre auf die andere Seite nehmen. Von dort fährt ein Bus in das Zentrum von Puerto Ayora.  Der Ort ist viel größer und geschäftiger als Puerto Baquerizo auf San Cristobal. Später nehmen wir ein Wassertaxi, dass uns zu einer Anlegestelle bringt, von wo aus wir, nach einem kurzen Spaziergang, den Playa de los Alemanes erreichen. Eine kleine schöne Bucht mit hellem feinem Sand und türkisfarbenem Wasser. Heute ist das Wasser leider trüb, daher ist das Schnorcheln erfolglos. Aber es gibt noch eine andere Schnorchelmöglichkeit in der Nähe – die Lavaschlucht Las Grietas. Vom Strand führt ein Weg dorthin entlang von Kakteen und zu der Schlucht steigt man einige Treppen hinab. Das Wasser ist glasklar und kalt und wir sehen gar nicht so viele Fische, aber dafür gigantisch große Fische. Die Schlucht ist nur ganz schmal und tief, für uns ein besonderes Schnorcherlebnis. Den Abend lassen wir in der `Calle de Kioskos´ ausklingen, eine für den Verkehr gesperrte Straße, in der ein Straßenstand nach dem anderen seinen frischen Fisch präsentiert und man auf der Straße an Tischen und Stühlen gemütlich essen und trinken kann.

Santa Cruz Black Turtle Cove jagender Pelikan_neu

Santa Cruz Las Grietas_neu

 

15.Tag: Tortuga Bay
Vom Ort aus kann man einen ca. 2,5 km langen Spaziergang zu dem Tortuga Bay machen. Seinem Namen nach zu urteilen, gibt es dort Schildkröten. Aber auch die Marine Iguana sind hier wieder vielzählig vertreten und kleine Haie werden häufig gesichtet. An diesem Tag ist das Wasser leider sehr trüb, daher haben wir nichts gesehen. Es lohnt sich aber trotzdem hier zu verweilen, da der Strand wunderschön ist, mit Puderzucker-Sand und türkisfarbenem Wasser. Zurück nehmen wir uns aus Bequemlichkeit aber ein Wassertaxi anstatt zu gehen. In Puerto Ayora gibt es noch ein, zwei kleine Badebuchten, in denen man auch Schnorcheln kann und wo wir unseren letzten Tag auf Galápagos einfach relaxen.

IMG-20190506-WA0010_neu Santa Cruz Tortuga Bay_neu


16.Tag: Flug nach Guayaquil
Heute müssen wir uns nun schweren Herzens von Galápagos verabschieden. Wir fliegen nach Guayaquil. Den Nachmittag nutzen wir noch, um in Guayaquil etwas am Malecón herumzuschlendern. Von dort ist es auch nicht weit zu dem Künstlerviertel Las Peñas und wir steigen 444 Stufen auf den Cerro Santa Ana hoch bis zu dem Leuchtturm.

Guayaquil Santa Ana_neu Guayaquil Leguanpark_neu

Es ist schon fast dunkel und wir haben hier eine tolle Aussicht auf die Stadt. Das ist ein schöner Abschluss des Urlaubs.

Guayaquil Sana Ana Treppen_neu
17.Tag: Rückflug